Bredlinger unterbot wieder EM-Limit – Pallitsch verpasste Rekord knapp
Laufsport
Das traditionsreiche Leichtathletik-Meeting in Ostrava - das Ostrava Golden Spike - wurde für die burgenländischen Mittelstrecken-Asse Caroline Bredlinger und Raphael Pallitsch zur erfolgreichen Standortbestimmung auf internationaler Bühne. Während Bredlinger das Limit für die Europameisterschaften in Birmingham erneut unterbot, fehlten Pallitsch nur 0,12 Sekunden auf den österreichischen Rekord über die Meile.
Caroline Bredlinger ist bereit für Highlights im Jahr 2026 - im tschechischen Ostrava unterbot sie das EM-Limit für Birmingham.
© ÖLV, amriphoto
Für Caroline Bredlinger vom Laufteam Burgenland Eisenstadt lief beim World-Ranking-Meeting der Kategorie A alles nach Plan. Die 24-Jährige belegte über 800 Meter in 1:59,36 Minuten den siebenten Rang und blieb damit klar unter dem EM-Limit von 1:59,80 Minuten.
Gelöst hat die Trausdorferin das EM-Limit übrigens bereits im Vorjahr in Berlin, als sie in 1:58,99 Minuten gewann. Nun knackte sie die geforderte Norm für die Europameisterschaften von 10. bis 16. August in Birmingham erneut und lief auch die drittbeste Zeit ihrer Karriere. Insgesamt war es erst das vierte Mal, dass Bredlinger die Zwei-Minuten-Marke unterbot.
„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung heute, denn ich konnte wieder an das letzte Jahr anschließen, was mir in der Halle nicht so ganz gelungen ist. Die schwierige Bahn eins konnte ich taktisch gut lösen“, sagte Bredlinger nach dem Rennen. Bereits am Samstag geht die Burgenländerin bei der Track Night Vienna erneut an den Start.
Nur hauchdünn an einer historischen Bestmarke vorbeigeschrammt ist Raphael Pallitsch. Der Oggauer lief die Meile - also rund 1,6 Kilometer - in 3:52,54 Minuten und belegte in einem hochkarätig besetzten Feld den achten Platz. Damit fehlten dem 1.500-Meter-ÖLV-Rekordhalter lediglich 0,12 Sekunden auf den österreichischen Rekord von Robert Nemeth aus dem Jahr 1981.
Trotz einer leichten Oberschenkelverletzung zeigte sich Pallitsch mit seinem Auftritt zufrieden. „Ich bin mit einer leichten Verletzung am Oberschenkel angereist und sehr froh, dass ich keine Probleme hatte beim Rennen. Es war ein schwieriges Rennen durch das dichte Feld, wo ich auch ein paar Mal außen laufen musste, bin aber sehr zufrieden mit der erzielten Leistung“, erklärte der 35-Jährige.
Die Zeit bedeutet die zweitschnellste jemals von einem Österreicher gelaufene Meile. Zudem sammelte Pallitsch wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Europameisterschaften über 1.500 Meter.
„So viele Meilenrennen gibt es nicht. Ich hoffe, ich habe noch einmal eine Chance bei einem guten Rennen“, so Pallitsch, der am Sonntag in Hengelo und eine Woche später in Zagreb die nächsten Wettkämpfe bestreiten wird.