Neumayr holt vierten Titel, Gschiel stürmte ins Semifinale

STAATSMEISTERSCHAFT

Bei den win2day Open Tennis Staatsmeisterschaften im Sporthotel Kurz sicherte sich Lukas Neumayer seinen vierten Staatsmeistertitel. Aus burgenländischer Sicht sorgte vor allem Lokalmatador Alex Gschiel mit dem Einzug ins Halbfinale im Einzel und Doppel für starke Schlagzeilen. Einen rot-goldenen Titel gab es im Damen-Doppel. Leonie Rabl holte mit Partnerin Claudia Gasparovic den dritten Titel in Folge.

Von Von BVZ Redaktion

Die neuen Staatsmeister und Finalisten der win2day Open Tennis Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf (v. l.): Joel Schwärzler, Herren-Staatsmeister Lukas Neumayer, Damen-Staatsmeisterin Ekaterina Perelygina und Arabella Koller.

Die neuen Staatsmeister und Finalisten der win2day Open Tennis Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf (v. l.): Joel Schwärzler, Herren-Staatsmeister Lukas Neumayer, Damen-Staatsmeisterin Ekaterina Perelygina und Arabella Koller.

© GEPA, GEPA pictures/ Gabriel Lopez

Die win2day Open Tennis Staatsmeisterschaften im Sporthotel Kurz in Oberpullendorf sind am Sonntag mit hochklassigen Finalspielen zu Ende gegangen. Vor zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern sicherte sich Lukas Neumayer seinen bereits vierten Staatsmeistertitel, während Ekaterina Perelygina bei ihrer ersten Teilnahme auf Anhieb Gold holte.

Der 23-jährige Salzburger Neumayer setzte sich im Herrenfinale gegen den Vorarlberger Joel Schwärzler mit 6:4, 6:3 durch. Nach den Erfolgen 2022, 2023 und 2025 durfte sich der Davis-Cup-Spieler damit bereits zum vierten Mal über den Staatsmeistertitel freuen. Gleichzeitig verhinderte er das Double von Schwärzler, der am Vortag gemeinsam mit Leo Gutjahr den Doppeltitel gewonnen hatte.

Bei den Damen wurde Favoritin Ekaterina Perelygina ihrer Rolle gerecht. Die 19-Jährige besiegte die zweifache Staatsmeisterin Arabella Koller mit 6:4, 6:0 und krönte sich bei ihrer ersten Teilnahme sofort zur Staatsmeisterin.Aus burgenländischer Sicht verliefen die Heim-Staatsmeisterschaften ebenfalls äußerst erfolgreich. Den Doppeltitel sicherten sich zum dritten Mal in Folge Claudia Gasparovic und die Rohrbacherin Leonie Rabl.

Der Mattersburger Alex Gschiel spielte sich im Einzel bis ins Halbfinale vor. Nach einem Freilos setzte sich der Neudörfler zunächst gegen den Niederösterreicher Bastian Berenz mit 7:5, 6:2 durch. Im Viertelfinale musste sein Kärntner Gegner nach einem verlorenen Tie-Break beim Stand von 4:4 im zweiten Satz verletzungsbedingt aufgeben.

Im Halbfinale wartete mit Joel Schwärzler einer der stärksten Youngsters Österreichs. Das Match wurde live auf ORF Sport Plus übertragen. Trotz der 3:6, 6:1, 6:1-Niederlage zeigte Gschiel phasenweise starkes Tennis und hielt vor allem im ersten Satz hervorragend mit.

Auch im Doppelbewerb erreichte der Burgenländer gemeinsam mit seinem Kärntner Partner Martin Müller das Halbfinale. Nach Erfolgen über Janis Graski/Piet Luis Pinter sowie Florian Doleys/Benjamin Scharner war erst gegen die späteren Sieger Lukas Neumayer und Matthias Ihlenfeld im Champions-Tiebreak Endstation.

Die Entscheidungen im Rollstuhltennis sorgten ebenfalls für Spannung. Bei den Herren überraschte der erst 18-jährige Maximilian Taucher mit einem 6:3, 6:4-Erfolg über den achtfachen Staatsmeister Nico Langmann und gewann erstmals den Titel. Christina Pesendorfer dominierte den Damenbewerb und holte mit einem klaren 6:1, 6:0 gegen Astrid Strobl ihren vierten Staatsmeistertitel in Serie beziehungsweise den fünften insgesamt.

Die Titelkämpfe fanden bereits zum 18. Mal in Folge im Sporthotel Kurz statt und standen erneut ganz im Zeichen der Inklusion. Parallel wurden zum sechsten Mal die Rollstuhltennis-Staatsmeisterschaften ausgetragen. Ergänzt wurde das Programm durch die Pickleball Austrian Open sowie die zweiten VR Austrian Championships.

Veranstalter Günter Kurz zog eine positive Bilanz. Besonders erfreulich sei gewesen, dass beim traditionellen Hobby-Promi-Charity-Doppel 11.650 Euro für die Selbsthilfe Burgenland gesammelt werden konnten. Mit Virtual Tennis und einem Public Viewing zur Fußball-WM habe man das Angebot zusätzlich erweitert. „Es läuft alles von Jahr zu Jahr immer runder“, betonte Kurz und bedankte sich bei seinem Organisationsteam. Auch ÖTV-Präsident Richard Grasl zeigte sich begeistert. Oberpullendorf sei erneut ein Paradebeispiel für gelebte Inklusion und hochklassigen Tennissport gewesen. Das Herrenfinale zwischen Neumayer und Schwärzler sei zudem ein Vorgeschmack auf das Davis-Cup-Duell Österreich gegen Belgien im Herbst gewesen. Insgesamt wurden bei den Staatsmeisterschaften Preisgelder in Höhe von 68.785 Euro ausgeschüttet. Alle Siegerinnen und Sieger erhielten darüber hinaus eine Fairplay-Prämie von jeweils 777 Euro.