Geduld brauchen Verkehrsteilnehmer in den nächsten Wochen: Entlang der Bahnstrecke zwischen Wulkaprodersdorf und Schützen am Gebirge finden Bauarbeiten statt.
Sturmschäden, Überschwemmungen und Aufräumarbeiten im Überblick
Alles auf einen Blick
Im Nordburgenland hielten die Unwetter die Einsatzkräfte auf Trab und die Bevölkerung in Atem. Wo war es besonders knapp, welche Gemeinden waren besonders betroffen? Ein Überblick.
Die Leitha in Neufeld hat man so noch nie gesehen. Stellenweise erreichte der Pegel neue Rekorde.
© FF Neufeld
Die Lage in den vergangenen Tagen war dramatisch und aufgrund der vielen Einsätze auch unübersichtlich. Die BVZ bietet daher eine Chronologie der Ereignisse - wenngleich ein vollständiges Bild der Lage zu zeichnen kaum möglich ist.
Vorweg: Betroffene, Politik, das ganze Burgenland und natürlich auch die BVZ danken allen Einsatzkräften, die in diesen schwierigen Zeiten rund um die Uhr für ihre Mitmenschen angepackt haben. Danke!
Chronologie der Ereignisse
Die Lage an der hochwasserführenden Leitha im Bezirk Neusiedl am See ist am Mittwochmorgen noch angespannt gewesen.
Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) spricht sich angesichts der jüngsten Unwetter für die Implementierung einer Katastrophen-Versicherung aus.
Aufgrund der enormen Regenmengen, die vom Himmel und der Wulka in den Neusiedler See flossen, hat sich der Wasserstand deutlich erholt.
Die großen heimischen Mobilfunkanbieter haben die Beschränkungen für Daten und Freiminuten innerhalb Österreichs vorerst aufgehoben. Das hilft den Betroffenen sowie den Helfern und ist für die Anbieter selbst keine schlechte Werbung.
Nach den massiven Regenfällen der letzten Tage drohen in Österreich, insbesondere in Niederösterreich, zahlreiche Hangrutschungen und Muren.
In Neudörfl drohte die Leitha überzulaufen. Die Einsatzkräfte mussten daher stunden- und tagelang anpacken.
Hochwasser, Sturmschäden, Sicherungsmaßnahmen: Die Feuerwehr im Bezirk Mattersburg war wegen des Unwetters im Dauereinsatz. Bei der Koordinierung unterstützte der Bezirksführungsstab.
Insgesamt waren laut Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf im Burgenland bis Montagnachmittag 183 Feuerwehren mit mehr als 2.700 Mitgliedern im Einsatz und leisteten 12.000 Stunden.
In Niederösterreich kostete das Hochwasser vier Menschen das Leben. Die ersten beiden Todesopfer kamen dabei in ihren eigenen vier Wänden ums Leben.
Im Burgenland waren es Anfangs weniger die Wassermassen als der unnachgiebige Sturm, der für Schäden sorgte und die Feuerwehr beschäftigte.
Für die Leithagemeinden wurde sogar von der Landessicherheitszentrale (LSZ) eine amtliche Hochwasserwarnung ausgegeben.
Die Feuerwehr Forchtenau rief die Bevölkerung auf, das Gebiet um den Badestausee zu meiden.
Die Feuerwehr Stöttera musste schon am Sonntag wegen des Unwetters zu zwei Einsätzen ausrücken.
Aufgrund der Unwetter sowie der Hochwasser in weiten Teilen Österreichs haben die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ihre seit Freitag aufrechte Reisewarnung bis zum Donnerstagabend verlängert.
Die Wirtschaftskammer und die Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) wollen vom Unwetter betroffene Betriebe unterstützen.
Die Feuerwehrleute im Bezirk Eisenstadt und speziell in der Landeshauptstadt sind aktuell im Dauereinsatz. Nach Sturm steigen auch die Pegelstände von Wulka und Leitha auf kritisches Niveau.
Ein schwerer Unfall auf der S31 bei Eisenstadt Ost hielt die Einsatzkräfte, darunter zwei Notarzthubschrauber, während der Unwetter auf Trab.
Im Starkregen und Sturm stürzte am Freitag im Forchtensteiner Ortsteil Rosalia ein Baum auf die Straße.
Im Burgenland haben die starken Sturmböen für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren gesorgt. Von Donnerstagnachmittag bis Freitag in der Früh verzeichnete die Landessicherheitszentrale 18 Einsätze, Freitagvormittag waren es 36.