Minigolf-Anlage am Steinbrunner See als neue Attraktion

Derzeit in Bau

Am Steinbrunner See wird aktuell eine Minigolf-Anlage errichtet. Die Bauarbeiten nähern sich metaphorisch gesprochen schon Loch 18, noch im Herbst sollen hier die Bälle rollen.

Von Peter Wagentristl

Die Minigolf-Anlage am Steinbrunner See steht bereits kurz vor der Fertigstellung.

Die Minigolf-Anlage am Steinbrunner See steht bereits kurz vor der Fertigstellung.

© Gemeinde

Badegäste werden die Baustelle am Steinbrunner See bereits entdeckt haben. Die Gemeinde lüftete unlängst das Geheimnis, was hier entsteht - nämlich eine Minigolf-Anlage.

„Wir haben überlegt, wie wir den See weiter attraktivieren können. Mit der Minigolf-Anlage wollen wir ein breites Spektrum abholen, von jung bis alt - Minigolf spielt jeder gerne“, erklärt Bürgermeisterin Isabella Radatz-Grauszer. „Wir haben eine tolle Planerin, die auch das Gelände rundherum mitberücksichtigt.“

Minigolf-Anlage am Steinbrunner See als neue Attraktion

© BVZ/Wagentristl

Auch das Areal um den Minigolf-Platz wird im Zuge der Arbeiten attraktivert, die Parkanlage wird begrünt und mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet. Die Anlage selbst entspricht dabei mit 18 Löchern den offiziellen Vorgaben und ist sogar Turnier-tauglich. „Es gibt sogar schon Anfragen von Interessenten, die gerne einen Verein gründen würden. Das ist natürlich besonders erfreulich“, so die Ortschefin.

200.000 Euro Gesamtkosten, aber mit gutem Fördersatz

In erster Linie sei die Anlage aber als Aufwertung des Sees, insbesondere für die Anwohner, gedacht. Und sie trage auch zur Saisonverlängerung bei - im burgenländischen Tourismus ist das aktuell das höchste Ziel. Natürlich profitiere davon auch die Gastronomie am See.

Mit 200.000 Euro ist die neue Anlage nicht gerade ein Schnäppchen, es stehen allerdings Förderungen von Land und EU in Aussicht, der maximale Fördersatz beträgt dabei 70 Prozent. Wenn alles glatt läuft muss die Gemeinde davon also nur 60.000 Euro übernehmen. Eine Partie Minigolf soll nach Fertigstellung etwa 4 bis 5 Euro kosten, für Kinder weniger. Genaue Preise seien aber noch nicht fixiert.

Campingplatz wäre zu teuer

Während Minigolf, wie von der Ortschefin betont, bei einer breiten Bevölkerungsschicht zieht, schaut eine andere Gruppe durch die Finger: Camping-Fans. Mit Juli 2019, also knapp vor dem Corona-bedingten Camping-Boom, schloss die Gemeinde den Campingplatz am Steinbrunner See.

Minigolf-Anlage am Steinbrunner See als neue Attraktion

© BVZ Archiv/zVg

Ein zu hoher Investitionsbedarf stünde zu geringen Einnahmen gegenüber, der Platz könne nicht wirtschaftlich geführt werden und schreibe immer wieder rote Zahlen, hieß es vom damaligen Bürgermeister Thomas Kittelmann gegenüber der BVZ.

„Camping liegt natürlich wieder im Trend. Aber wir müssten sehr viel Geld in die Hand nehmen, das geht sich einfach nicht aus“, so die Bürgermeisterin.

Gemeinde will auf Bürgerbeteiligung setzen

Radatz-Grauszer verweist zudem auf das „Gesamtkonzept See“, bei dem auch die Badeanlage im Uferbereich mitgedacht wird: „Im kommenden Jahr werden wir die Liegeflächen erweitern. Neben der Attraktivierung des oberen Bereichs mit der Minigolf-Anlage und den begleitenden Maßnahmen wollen wir auf der Freifläche daneben auch noch ein Angebot für Jugendliche schaffen.“

Hierzu überlegt die Gemeinde auch eine Umfrage und will auf Bürgerbeteiligung setzen. Allerdings müsse man dabei auch immer einen Spagat hinlegen und die Interessen von Touristen, Steinbrunnern und ganzjährigen See-Anrainern unter einen Hut bringen. „Man muss natürlich auch den Lärmpegel bedenken“, betont die Bürgermeisterin.