Bildung, Betreuung und Bewegung an einem Standort: Die erste Ausbaustufe am Bildungscampus bringt eine Volksschule mit vier Klassen, drei Kindergartengruppen, eine Krippengruppe sowie eine Turnhalle.
Die schwierigen Dreißigerjahre waren auch in St. Georgen konfliktreich
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Die politische Situation war sehr angespannt, bereits 1928 verstärkte sich die Radikalisierung des politischen Lebens. Die hohe Inflation und Arbeitslosigkeit verschlechterten die wirtschaftliche Situation vieler Menschen.
In der St. Georgener Sandgrube führten die "Ostmärkischen Sturmscharen" Schieß- und Exerzierübungen durch.
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Die zwei Regierungsparteien (Christlichsoziale und Sozialdemokraten) hatten unterschiedliche Interessen. Wir wissen aus der Geschichte, dass 1934 in Österreich Bruder gegen Bruder kämpfte und das zum Ende der Ersten Republik, der Demokratie, führte. Die Christlichsozialen hielten damals in St. Georgen die Stimmenmehrheit, die Sozialdemokraten waren in der Minderheit.
Die Burgenländische Heimat schrieb am 11. 12. 1931: „Die Nazisozi veranstalteten im Dorf eine Versammlung, die gut besucht war. Den Ausführungen der Referenten hörte man anfangs zu, später brachten die anwesenden Christlichsozialen durch Zwischenrufe die Veranstaltung zu einem vorzeitigen Ende.“
Die Stimmung im Dorf war aufgeheizt, die politischen Veränderungen nahmen ihren Lauf. Neben den großen Wehrverbänden (Heimwehr und Schutzbund) bildeten sich in der Zwischenkriegszeit in Österreich auch viele kleine paramilitärische Gruppen. 1932 formierten sich aus dem „Reichsbund der Katholischen Jugend Österreichs“ die „Ostmärkischen Sturmscharen“.
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1933 traten dann die ersten Mitglieder des Katholischen Burschenvereins St. Georgen in die „Ostmärkischen Sturmscharen“ ein. In der St. Georgener Sandgrube führten sie Exerzier- und Schießübungen durch und sie absolvierten auch Streifengänge und Wachdienste. Der paramilitärische Wehrverband der Vaterländischen Front (Einheitspartei des autoritären Ständestaates) die „Landesschützen“, auch „Hahnenschwanzler“ genannt, wurde 1934 aufgestellt.
Als das Begräbnis des von Nationalsozialisten ermordeten Bundeskanzlers Dollfuß übertragen wurde, war der Hof von Matthias Klauber, Am Platzl, „g´steckt voll“. In diesem Haus gab es den ersten Radioapparat. Während der Februarkämpfe (Bürgerkrieg 1934) bewachten die Sturmscharen von St. Georgen die Bahnlinie bei Eisenstadt.
Zu Kampfhandlungen kam es in Eisenstadt, als die Sturmscharen gegen Schutzbundleute vorgingen, als die sich im ehemaligen Krankenkassengebäude bei der Nationalbank verschanzt hatten. Neben den Patrouillengängen bestand eine Hauptaufgabe in der Bewachung von politischen Gefangenen im Landhaus in Eisenstadt.