KastlGreissler: Schützen hat wieder einen Nahversorger

Eröffnungsfeier

Die Nahversorgung in Schützen soll mit dem „KastlGreissler“ gesichert werden. Standort ist die ehemalige Trafik im Dorfzentrum.

Von Sigrid Janisch

Bürgermeister Roman Zehetbauer (r.) und mit Vizebürgermeister Manuel Artner (l.) mit "KastlGreissler"-Gründer Christoph Mayer (2.v.l.), "KastlGreissler"-Betreiber Moritz Schuschnigg (2.v.r.) und Raimund Maad (Mitte) von der Raiffeisenbank.

Bürgermeister Roman Zehetbauer (r.) und mit Vizebürgermeister Manuel Artner (l.) mit "KastlGreissler"-Gründer Christoph Mayer (2.v.l.), "KastlGreissler"-Betreiber Moritz Schuschnigg (2.v.r.) und Raimund Maad (Mitte) von der Raiffeisenbank.

© Janisch, Sigrid Janisch

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KastlGreissler: Schützen hat wieder einen Nahversorger
Christine Hosiner und Elvira Gollubits (v.l.) stöberten durch das neue Geschäft.

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KastlGreissler: Schützen hat wieder einen Nahversorger
Bäcker Stephan Macher versorgt das Geschäft mit Gebäck, das Silvia Maad (Mitte) und Evelyn Häusler kosteten.

© Janisch, Sigrid Janisch

KastlGreissler: Schützen hat wieder einen Nahversorger
Markus Thurner, Markus Lippl und Walter Schiwampl versorgten die Besucher des Festakts mit Speis und Trank.

© Janisch, Sigrid Janisch

Am Sonntag wurde in Schützen der KastlGreissler, also ein kleines Nahversorgungsgeschäft, mit einem Festakt eröffnet. „Wir sind sehr froh darüber, nun wieder ein Geschäft im Ort zu haben, wo man Produkte des alltäglichen Bedarfs einkaufen kann“, so Bürgermeister Roman Zehetbauer (ÖVP) im Zuge der Eröffnung und ergänzt: „Nun gibt es ein ,Nahversorgungszentrum mitten am Dorfplatz´." Dieses Zentrum enthält auch einen Bankomat, der ebenfalls in der ehemaligen Trafik untergebracht ist, sowie einen Zigarettenautomat. Zusätzlich ist einmal wöchentlich ein mobiler Fleischer am Dorfplatz.

Zur Vorgeschichte: Nachdem Ende 2022 sowohl der Nah&Frisch-Markt als auch die Raiffeisen Bank-Filiale geschlossen hatten, war die Gemeindeführung bemüht, die Nahversorgung mit Gütern des alltäglichen Bedarfs und einen Bankomat im Ort zu erhalten. So entstand die Idee, beides in der ehemaligen Trafik in der Eisenstädterstraße unterzubringen. „Diese Verluste der Nahversorgung abzufedern war das Bemühen seitens der Gemeinde“, stellt Bürgermeister Roman Zehetbauer (ÖVP) bei der Eröffnungsfeier fest.

Mit Gütern des täglichen Bedarfs und Bargeld versorgt

Dabei wurden die Kosten für den Erhalt des Bankomats von der Raiffeisen Bank getragen. Auch Raimund Maad von der Raiffeisenbank freut sich, dass der Bankomat im Ort gehalten werden konnte. „Wir sehen uns auch als Nahversorger. Leider ist es in diesen Zeiten nicht möglich, in jedem Ort eine Filiale zu erhalten. Wir sind froh darüber, dass ein Nahversorgungszentrum entstanden ist“, so Maad.

Betreiber des Geschäfts ist Moritz Schuschnigg. Er investierte 30.000 Euro in den Standort am Dorfplatz. Die Gemeinde stellt das Gebäude die nächsten fünf Jahre mietfrei zur Verfügung und übernimmt auch die Stromkosten. „Wir haben uns für diese Art eines Investzuschuss, anstelle einer finanziellen Unterstützung“, erklärt Zehetbauer.

Großteil der Produkte sind aus der Region

Bei dem Angebot des Geschäfts liegt der Schwerpunkt auf regionale Waren. „Der Großteil der Waren stammt aus einem Umkreis von 40 Kilometern. Die Kunden können die Produzenten also auch selbst kennenlernen“, erklärt „KastlGreissler“-Gründer Christoph Mayer das Konzept. Das Geschäft ist ein Selbstbedienungsgeschäft mit einem automatischen Kassensystem. Die Kunden scannen die Waren also selbst ein und bezahlen mit Bankmatkarte oder werfen den Betrag in eine Kasse in bar ein.

Bedenken etwa durch die SPÖ bezüglich anderer kleiner Nahversorger im Ort, etwa eine Bäckerei und ein Eierautomat, beschwichtigt Zehetbauer. „Wir wollen alle Nahversorger im Ort unterstützen, denn jeder ist ein wichtiges Puzzlestück in unserer Nahversorgung. Im ,Kastlgreissler´ gibt es nicht nur Gebäck, sondern Güter des täglichen Bedarfs. Es gibt hier also keine Konkurrenz zu bestehenden Betrieben“, so Zehetbauer. Das Angebot des ,KastlGreissler´ umfasst zusätzlich zu Lebensmitteln auch Waschmittel sowie Hygieneartikel.

„Natürlich ist es gut, dass es wieder ein Nahversorgungsangebot gibt und wir hoffen, dass es funktioniert, denn dann haben alle etwas davon. Unsere damaligen Bedenken betrafen einerseits den Kaufpreis für das Gebäude, der für uns zu hoch war. Andererseits wäre es gut gewesen, mit Ortsansässigen zu reden, ob diese etwas darin machen wollen“, erklärt Vizebürgermeister Manuel Artner (SPÖ).