Generalvikar Michael Wüger über Besonnenheit in heißen Zeiten

Gastkommentar

Michael Wüger, Generalvikar in der Diözese Eisenstadt, über hitzige Situationen.

Von Von BVZ Redaktion

Generalvikar Michael Wüger über Besonnenheit in heißen Zeiten

© Diözese Eisenstadt/Rupprecht, Franz Josef Rupprecht

Wenn es die Sonne zu gut meint, ist Besonnenheit angesagt. Diese Weisheit bringt schon ein alter Hymnus der Kirche zum Ausdruck: „Wir atmen fiebrig und gehetzt, der Streit flammt auf, das rasche Wort.“ Wenn es hitzig wird, birgt ein rasches und unbedachtes Wort Konfliktpotential. Nicht selten folgt ein Streit.

In solchen Situationen erweist sich Gott selbst als richtige Adresse. Denn seine Nähe lässt zuerst einmal zur Ruhe kommen. Wenn man diesem Hymnus Glauben schenkt, bringt sie weiters Kühlung, Geduld und Frieden. Geduld ist die Einladung, aufeinander zu warten, einem Menschen die Tür zu öffnen, die vielleicht verschlossen war. Das bringt Abkühlung in gehetzte Beziehungen.

Die Besonnenheit führt dazu, auch in hitzigen und gestressten Phasen des Lebens einen kühlen Kopf zu bewahren. Nicht zuletzt kann sie somit im Kleinen wie im Großen zum Frieden führen.