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Absolute in Oggau knapp dahin, aber SPÖ bleibt dominant
Gemeindeanalyse
Wie im ganzen Land kam es auch beim Oggauer Gemeindeergebnis zu deutliche Verschiebungen. Großer Wahlsieger ist auch hier die FPÖ, wenngleich es nicht für den zweiten Platz gereicht hat. Die Absolute ist zwar dahin, das Ergebnis dennoch stärker als im Landestrend. Ob Bürgermeister Thomas Schmid sein Landtagsmandat halten kann, ist noch offen.
Ob Bürgermeister Thomas Schmid wieder in den Landtag einzieht, ist noch offen - dass man den Oggauer Austrianer nochmals im Rapid-Dress sieht, ist dagegen wohl auszuschließen. Außer er verliert nochmals eine Wette gegen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.
© Doksozil
Wie bereits 2020 war das Wählerinteresse in Oggau stark überdurchschnittlich. 89,62 Prozoent der 1.455 Wahlberechtigten schritten zur Urne. Landesweit waren es „nur“ 78,73 Prozent.
Die SPÖ bleibt mit 48,7 Prozent stärkste Partei, verliert jedoch 25 Stimmen (minus 1,86 Prozentpunkte) und damit die absolute Mehrheit. Dafür fuhr Bürgermeister Thomas Schmid mit 1.509 Vorzugsstimmen im Wahlkreis ein starkes Ergebnis ein.
Starkes Ergebnis, aber noch kein fixes Mandat für Schmid
„Damit bin ich sehr zufrieden“, erklärt Schmid: „Bei der letzten Landtagswahl hatte ich etwa 860 Vorzugsstimmen.“ Ebenso zufrieden ist der Ortschef mit dem Gemeindeergbnis: „Wir haben das hohe Niveau der letzten Wahl gehalten.“
Ein Grundmandat für Schmid ging sich sich beim Wahlgang allerdings nicht aus, weshalb auch noch offen ist, ob er wieder in den Landtag einzieht. „Das hängt von vielen Faktoren ab“, etwa von der Regierungskonstellation und der Besetzung der Landesratsposten. Ob Schmid wieder im Landtag sitzt, wir also vermutlich erst nach der Regierungsbildung entschieden. „Ich sehe der Realität ins Auge. Wie es kommt, kommt's.“
Bei möglichen Regierungskonstellationen will Schmid den Verhandlungen nicht vorgreifen. Hier gelte es noch inhaltliche Übereinstimmungen auszuloten.

© Eric Halwax, Peter Wagentristl
Die ÖVP erleidet einen deutlichen Rückgang von 130 Stimmen und rutscht damit von 34,2 auf 24,1 Prozent ab. Platz zwei konnte die Volkspartei allerdings verteidigen.
Die FPÖ legt 10,7 Prozent zu, was zwar ein klarer Wahlerfolg ist, aber dennoch schwächer ausfällt als der Zuwachs auf Landesebene. Mit 19,6 Prozent konnte die FPÖ die ÖVP nicht von Platz zwei verdrängen.
Gegen den Landestrend legten auch die Grünen zu, ihr Stimmenanteil wuchs von 4 auf 4,4 Prozent an. In absoluten Zahlen entspricht das allerdings überschaubaren fünf Stimmen. Auch die NEOS konnten mit einem Plus von 19 Stimmen und 1,48 Prozentpunkten ebenfalls zulegen konnten und liegen mit 2,6 Prozent leicht über dem Landesergebnis.
Die Liste Hausverstand wählten bei ihrem ersten Antreten acht Menschen in Oggau, was 0,62 Prozent entspricht.
SPÖ: 48,7 Prozent (628 Stimmen; -1,9 Prozentpunkte)
ÖVP: 24,1 Prozent (311 Stimmen; -10 Prozentpunkte)
FPÖ: 19,6 Prozent (252 Stimmen; +10,7 Prozentpunkte)
GRÜNE: 4,4 Prozent (57 Stimmen; +0,4 Prozentpunkte)
NEOS: 2,6 Prozent (33 Stimmen; +1,5 Prozentpunkte)
HAUS: 0,6 Prozent (8 Stimmen; +0,6 Prozentpunkte)