Geduld brauchen Verkehrsteilnehmer in den nächsten Wochen: Entlang der Bahnstrecke zwischen Wulkaprodersdorf und Schützen am Gebirge finden Bauarbeiten statt.
Rumäne ließ Aggression an Frau aus
Bezirk Eisenstadt
Ein 28-jähriger Rumäne wurde verurteilt, weil er in Eisenstadt seine Frau und eine Sozialarbeiterin bedroht und im Bezirk Eisenstadt seine Frau sexuell missbraucht hatte.
Der Angeklagte bekannte sich nicht schuldig, akzeptierte das Urteil dann aber doch.
© BVZ/Kirchmeir
Seit 2021 lebt der rumänische Staatsbürger mit Frau in Kind in Österreich, im Vorjahr trennte sich die Frau von ihm und flüchtete ins Frauenhaus. Später zeigte die Frau einen sexuellen Übergriff ihres Ehemannes an, der sich im Mai 2023 am gemeinsamen Wohnsitz im Bezirk Eisenstadt ereignet hatte.
Wegen dieser Straftat und gefährlichen Drohungen, die der 28-Jährige bei der Übergabe seines Sohnes an die Mutter aussprach, stand der Familienvater jetzt vor Gericht.
Er bestritt, gegenüber seiner Frau gewalttätig geworden zu sein. „Glauben Sie, dass sie ins Frauenhaus geht, wenn es keine Vorfälle gab?“, fragte ihn die Richterin.
„Sie drohte mir, dass sie alle Bestimmungen kennt, und verlangte 20.000 Euro, damit wir uns versöhnen“, sagte der Angeklagte, der wegen der zuletzt angezeigten Vorfälle fast ein Monat lang in Untersuchungshaft verbrachte. Der Kontakt mit Frau und Kind wurde ihm verboten.
Im Februar erhielt der Familienvater eine Diversion
Am 12. Februar 2024 hatte sich der Mann bereits einmal wegen Gewalttaten gegenüber seiner Ehefrau vor Gericht verantworten müssen. Damals wurde er vom Vorwurf des Stalkings freigesprochen und erhielt für einzelne Körperverletzungen, Drohungen und einen Verstoß gegen das Waffengesetz eine Diversion mit der Auflage, gemeinnützige Leistungen zu erbringen.
Am 19. Februar kam es im Eisenstädter Einkaufszentrum EZE zu einem Treffen des Angeklagten mit seiner Frau und einer Mitarbeiterin des Frauenhauses.
„Mir wurde mitgeteilt, dass sich der Angeklagte übers Wochenende geweigert hatte, den Sohn herauszugeben“, berichtete die Sozialarbeiterin. Auf Empfehlung einer Richterin wurde ein Treffpunkt im Einkaufszentrum vereinbart.
Angeklagter drohte, seine Frau und die Sozialarbeiterin „zusammenzuschlagen“
Bei diesem Treffen beschimpfte und bedrohte der Angeklagte seine Frau auf Rumänisch und drohte, er werde die beiden Frauen zusammenschlagen, wenn sie ihm das Kind wegnehmen würden.
Der Vorfall im Einkaufszentrum war so aufsehenerregend, dass eine Verkäuferin aus einem der Shops kam, um den Frauen ihre Hilfe anzubieten. Schließlich übergab der Mann das Kind und die Frauen konnten unter Polizeischutz ins Frauenhaus zurückkehren.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Eisenstadt am 15. April. An diesem Tag traf der Angeklagte seine Frau zufällig in Begleitung eines Taxifahrers an, der ebenfalls aus Rumänien stammt. In Anwesenheit dieses Mannes äußerte der Angeklagte gegenüber seiner Frau wiederum eine Drohung: „Ich schwöre bei meinem Kind, ich will mein Kind, sonst bringe ich deine Mutter um.“
Frau zum Sex genötigt und Schlagring besessen
Der Angeklagte bestritt bei der Gerichtsverhandlung am 3. September 2024 sämtliche Vorwürfe. Er habe auch nicht seine Frau mit Gewalt zum Sex genötigt. Einen Schlagring habe er nur besessen, weil sein Cousin diesen in seinem Auto vergessen hatte.
Die Richterin fällte schließlich einen Schuldspruch und verurteilte den Mann zu acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung. An seine Frau muss er 1.000 Euro Schmerzensgeld bezahlen. Der Angeklagte nahm das Urteil an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.
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