Friedhöfe zu besuchen, fasziniert viele Menschen. Brigitte Krizsanits liefert die Storys zu den Gräbern und macht Stadtgeschichte lebendig.
Jugendlicher soll Wettlokal-Besucher Bein gebrochen haben
In Eisenstadt angeklagt
Im September 2025 soll ein Jugendlicher aus dem Bezirk Mattersburg einen Mann im Eingangsbereich eines Wettlokals in Wiener Neustadt schwer verletzt haben.
Der 17-jährige Jugendliche bestritt, für die Verletzung des Wettlokal-Besuchers verantwortlich zu sein.
© BVZ/Kirchmeir
Die Verhandlung gegen den 17-Jährigen fand wegen dessen burgenländischem Wohnsitz am Landesgericht Eisenstadt statt. Der Jugendliche bekannte sich nicht schuldig.
Am Tag des Vorfalls im September 2025 soll es vor dem Wettlokal zu einem Konflikt zwischen einem draußen rauchenden Wettlokalbesucher und einem E-Scooter-Fahrer gekommen sein. Der angeklagte Jugendliche ist ein Freund des E-Scooter-Fahrers.
Ein im Gerichtssaal am Freitag, 20. März 2026 vorgespieltes Video aus einer Überwachungskamera zeigt, dass der später Verletzte vor dem Lokal stand und rauchte. Als ein Jugendlicher auf einem E-Scooter vorbeifuhr, schimpfte der Raucher und zeigte den „Mittelfinger“.
„Aufpassen!“, habe er gerufen, so der Raucher. Der E-Scooter-Fahrer sei in 30 Meter Entfernung stehengeblieben und dann zurückgekehrt. Auch mehrere andere Jugendliche waren vor Ort.
„Haben Sie auch hingetreten?“, erkundigte sich die Richterin beim Zeugen. „Ich probierte, dass er von mir wegbleibt“, sagte der Raucher. „Ich erwischte ihn nicht, das war auch meine Absicht.“
Das Video zeigt, dass der Raucher gestikulierte. Es kam zu einem Handgemenge. Das Geschehen verlagerte sich in das Innere des Gebäudes. Die entscheidende Szene, das angebliche Hintreten des Jugendlichen, zeigt das Überwachungsvideo nicht.
Der Raucher berichtete, dass ihn ein „rot-blonder“ Jugendlicher gegen das linke Bein getreten habe. „Ich merkte, dass die Hose pickt und sah, dass das Bein aufgerissen war“, sagte der Raucher vor Gericht.
Er habe dann die Polizei angerufen. Die Verletzung heile schlecht, gab der Zeuge bekannt.
„Ich habe es nicht gemacht“, beteuerte der Angeklagte seine Unschuld.
Die Richterin will weitere Augenzeugen befragen. Der Prozess wurde vertagt.