Geduld brauchen Verkehrsteilnehmer in den nächsten Wochen: Entlang der Bahnstrecke zwischen Wulkaprodersdorf und Schützen am Gebirge finden Bauarbeiten statt.
Anruferin soll mit Atombombe gedroht haben: Prozess vertagt
Eisenstadt
Eine 52-jährige Frau aus dem Bezirk Eisenstadt soll 2023 bei einem Anruf am Bezirksgericht Eisenstadt behauptet haben, sie habe eine „Atombombe“.
Die Angeklagte bezeichnete sich selbst als "unbescholten, fleißig und ehrlich".
© BVZ/Kirchmeir
Im Gespräch mit zwei Gerichtsbediensteten soll die Frau am 10. August 2023 sinngemäß geäußert haben, sie werde „Genicke brechen, sie habe eine Atombombe und es werde noch überall krachen“, „alle würden sich noch anhalten müssen, mit dem, was sie noch vorhabe“. Mit diesen Äußerungen soll die Frau versucht haben zu erreichen, dass ihr in einem Exekutionsverfahren keine weiteren Schriftstücke mehr zugestellt werden.
Angeklagt wurde sie wegen schwerer Nötigung.
„Schön, dass Sie es geschafft haben“, begrüßte die Richterin die 52-Jährige am Freitag, 16. Mai 2025 im Gerichtssaal.
„Falls ich umfalle, müssen Sie mich reanimieren“
„Jeder muss seinen Gesundheitszustand zur Kenntnis nehmen“, antwortete die Angeklagte. „Falls ich umfalle, müssen Sie mich reanimieren“, forderte sie. Sie sei „rechtswidrig“ gekündigt worden, komme mit ihrem AMS-Geld nicht aus und habe sich bereits Geld bei Freunden ausborgen müssen. „Früher verdiente ich 5.000 bis 10.000 Euro. Mir ist die Existenzgrundlage unschuldig geraubt worden“, beklagte sich die Frau und sprach über einen „Justizskandal“.
„Ich bin ein unbescholtener, fleißiger und ehrlicher Mensch“, betonte sie.
Am 10. August 2023 habe sie nicht mit dem Gericht telefoniert und keinesfalls die angeklagten Drohungen geäußert. „Es kann sein, dass sie sagte, sie hat eine mediale Bombe in der Hand, die sie hochgehen lassen werde“, so der Verteidiger Florian Astl
„Ich bin unschuldig“, beteuerte die Angeklagte. „Ich habe das nicht gesagt, was behauptet wird.“
Der Prozess wurde vertagt. Beim nächsten Mal sollen unter anderem die beiden Gerichtsbediensteten befragt werden.