Bürgerinitiative fordert mehr Information rund um Familypark-Ausbau

"No Disneyland"

In Rust will die Initiative „No Disneyland“ auf die „massive Erweiterung“ des „Family Park“ hinweisen.

Von Sigrid Furtner-Janisch

Aktiv. Sabine Rieder ist eine der Intiatoren der Initiative "No Disneyland".

Aktiv. Sabine Rieder ist eine der Intiatoren der Initiative "No Disneyland".

© Furtner-Janisch

In Rust gründeten zwei Damen eine Bewegung, um auf die geplante „massive Erweiterung“ des Familypark aufmerksam zu machen: Pharmazeutin Sabine Rieder und Claudia Triebaumer vom ortsansässigen Weingut Triebaumer setzen sich mit ihrer Bewegung „No Disneyland“ für „sanften Tourismus und gegen Massentourismus“ ein.

In einer Aussendung halten sie fest, dass der Park auf rund die doppelte Fläche, auf rund 20 Hektar, erweitert werden soll. Neben neuen Parkflächen sollen auch neue Fahrgeschäfte/Attraktionen sowie ein Chalet-Dorf bei St. Margarethen sowie neue Attraktionen, etwa am Pfarr-Umriss, einer Anhöhe, entstehen. Die entsprechenden Pläne wurden im Mai 2025 im Gemeinderat präsentiert.

Die Initiative „No Disneyland“ macht auf die Größenordnung der geplanten Erweiterung aufmerksam, die auch bei einer Pressekonferenz durch den Family Park im November vorgestellt wurde (die BVZ berichtete) und die daraus vermutlich resultierende Mehrbelastung im Verkehr.

Nach den dabei präsentierten Zahlen würde sich bis 2031 die Anzahl der Autos um rund 30.000 Fahrzeuge erhöhen, wie ein Ruster vorrechnet. Die derzeitige Besucherzahl liegt bei rund 700.000 Besuchern im Jahr, für 2031 werden hier 825.000 Besucher kolportiert. Man habe Angst, dass der Verkehr in weiterer Folge über die Güterwege geleitet werden könnte. Es fehle ein ausgearbeitetes Verkehrskonzept.

Aber auch auf die Folgen für die Umwelt wird hingewiesen. „Es gibt hier drei Schutzgebiete, eines davon beim Pfarr-Umriss“, erklärt Sabine Rieder. „Man zerstört damit etwas, dass für uns schon eine Attraktion ist“, beschreibt sie die beschriebenen Gebiete. Man müsse auch festhalten, dass es nicht nur um die Erweiterung auf Ruster Hotter gehe (hier handelt es sich um rund 1,7 Hektar), sondern auch um Erweiterungspläne auf St. Margarethener Gemeindegebiet.

„Wir haben bei Gesprächen im Bekanntenkreis bemerkt, dass in Rust nicht alle darüber Bescheid wissen, vor allem über die Größe des Projekts. Man muss darüber transparent diskutieren, denn es betrifft die Bevölkerung. Daher wollen wir auch die Bewohner der umliegenden Gemeinden informieren und mit ihnen über die Pläne reden“, fügt sie hinzu, da in diesen Gemeinden auch der An- und Abreiseverkehr durchläuft.

In dem Sinne soll es auch Gespräche mit den politischen Vertretern geben. Zusätzlich wurde eine eigene Homepage „no-disneyland.at“ eingerichtet, wo die genannten Informationen wiedergegeben werden. Hier kann man auch eine Petition zu dem Thema unterschreiben.