Naturweinmesse „Karaterre“ lockte wieder in den Schlosspark Eisenstadt

Orange Wine in Orangerie

Die Naturweinmesse Karakterre versammelt seit Jahrzehnten mittel- und osteuropäische Naturweingüter, seit einigen Jahren gibt es sie auch in Eisenstadt.

Von Markus Kaiser und Peter Wagentristl

Die Orangerie im Eisenstädter Schlosspark war bei der Naturweinmesse "Karakterre 2025" wie schon in den Jahren zuvor bestens und vor allem mit überwiegend jungem Publikum gefüllt.

Die Orangerie im Eisenstädter Schlosspark war bei der Naturweinmesse "Karakterre 2025" wie schon in den Jahren zuvor bestens und vor allem mit überwiegend jungem Publikum gefüllt.

© BVZ/Kaiser

Bei der internationalen Naturweinmesse Karakterre in der Orangerie des Schlossparks präsentierten sich am vergangenen Samstag und Sonntag auch zahlreiche burgenländische Winzerinnen und Winzer mit ihren charakterstarken, naturnah vinifizierten Weinen. Die Veranstaltung zog Fachpublikum und Weinliebhaber aus dem In- und Ausland an – mittendrin: engagierte Weinbaubetriebe aus dem Burgenland, die mit Qualität und Handschrift überzeugten.

Die BVZ hatte sich vor Ort umgesehen und sich mit den burgenländischen Weinbaubetrieben über die Frage unterhalten, was denn Naturwein für sie so aus- und besonders mache.

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Naturweinmesse „Karaterre“ lockte wieder in den Schlosspark Eisenstadt
Winzer Felix Braunstein stellte mit seinem Kollegen Barkin seine Weine auf der Karakterre vor. Für Aufmerksamkeit sorgten seine in der Amphore fermentierten Naturweine. Die Amphore hatte er extra in Italien bei 1.200 Grad brennen lassen. "Die Temperatur macht einen enormen Unterschied aus", lud Braunstein zum Verkosten ein.

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Naturweinmesse „Karaterre“ lockte wieder in den Schlosspark Eisenstadt
Der Golser Winzer Gernot Leitner lässt alle seine Wein spontanvergären. Ausgebaut werden sie dann je nach Sorte und Idee dahinter mal im Edelstahltank, mal im Holz, aber auch die wieder modern gewordene Amphore hat er im Weingut. Manche Wein lässt er bewusst trüb: Auch sein Großvater habe schon naturtrübe Weine getrunken, eigentlich sei das kein neuer Trend, sondern eine sehr ursprüngliche Art, Wein zu machen.

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Naturweinmesse „Karaterre“ lockte wieder in den Schlosspark Eisenstadt
Papa Gernot und Sohn Laurenz vom Golser Weingut Heinrich haben früh auf eine naturnahe Weinproduktion und Vinifizierung gesetzt. Laurenz will einmal das Weingut übernehmen, erzählt er der BVZ.

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Naturweinmesse „Karaterre“ lockte wieder in den Schlosspark Eisenstadt
Die Ruster Winzerin Bea Artner (r.) half Kollegen Andreas Gsellmann aus Gols bei der Karakterre aus. Gsellmann als respekt-BIODYN und Pannobile-Mitglied lernte "beim Pionier der Biodynamie höchstpersönlich, Andrew Lorand."

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Naturweinmesse „Karaterre“ lockte wieder in den Schlosspark Eisenstadt
Der macht Spaß wie ein Mulatschak und heißt deswegen auch so: die Weine von Familie Michlits alias Weinklang sind zwar alles andere als konventionell, kommen aber auch bei Natural Wine-Neulingen meist gut an. Freiheit wird hier großgeschrieben, beim Grauburgunder etwa verzichten die Pamhagener Winzer sogar auf den Rebschnitt und lassen der Natur freien Lauf.

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Naturweinmesse „Karaterre“ lockte wieder in den Schlosspark Eisenstadt
Gerhard "Pitti" und Brigitte Pittnauer bewirtschaften in Gols Weingartenfläche so naturnah wie möglich. "Improvisation und Freude an der Spontaneität sind für uns wichtiger als vorhersehbare Perfektion", so die Philosophie des biodynamischen Duos. Das Ergebnis: Weine mit Persönlichkeit statt Einheitsbrei. So ist man zwar nie "everbody's darling", gewinnt dafür aber besonders treue und überzeugte Fans.

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Naturweinmesse „Karaterre“ lockte wieder in den Schlosspark Eisenstadt
Winzer Leo und Kathrin Sommer (v.r.) schaffen den Spagat, sowohl bei Verfechtern als auch bei Feinden - so radikal sind die Position beim Thema Natural Wine tatsächlich - mit ihren Weinen (und vermutlich auch Schmäh und Charme) gut anzukommen. Ob relativ konventionell ausgebaut oder im Betonei, Orange Wine von der Maische oder kerzengerade Stilstik: Was aus dem Hause Sommer in Donnerskirchen kommt, schmeckt. Punkt.

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Naturweinmesse „Karaterre“ lockte wieder in den Schlosspark Eisenstadt
Brigitte Braunstein ließ Georg Prieler (und die BVZ) gleich vor der Orangerie ihren Grauburgunder kosten. Die Purbacher Winzerin war eine der ersten demeter- und biodynamisch-zertifizierten Winzerinnen im Bezirk. Dabei setzt man auf wissenschaftlich erwiesene und esoterische Ansätze, von Biodiversität im Weingarten bis zu Arbeitseinteilung nach Mondphasen. Georg Prieler war dagegen nur zu Gast bei der Karakterre, um sich mit Kollegen auszutauschen und sich durch deren Sortiment zu kosten.

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