Der Bezirk Eisenstadt-Umgebung bietet ein umfangreiches und vielfältiges Veranstaltungsprogramm rund um die Herbstferien. Die BVZ hat den Überblick:
Georgi-Kirtag: Wo heuer die 2005er den traditionellen Baumumzug lebten
Perfektes Wetter
Am Wochenende fand in St. Georgen wieder der jährliche Georgi-Kirtag des UFC St. Georgen statt. Das erste große Zeltfest in der Region brachte wieder tausende Gäste auf das Kirtagsgelände, wo bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde.
Jahrgang 2005
© Foto: BVZ/Daniel Freismuth, Daniel Freismuth
Begonnen hat das Kirtagswochenende am Freitagabend mit dem Kirtagsmatch des UFC St. Georgen gegen Parndorf. Bei strahlend blauem Himmel und frühsommerlichen Temperaturen fand dann am Samstag der traditionelle Kirtagsbaumumzug des St. Georgener Jahrgangs 2005 statt. Für die musikalische Unterhaltung im Zelt sorgte die Band Steiraseitn. Am Sonntagnachmittag spielte zum Ausklang des Kirtagswochenendes noch die Bauernkapelle St. Georgen im Festzelt auf.
Baumumzug ganz im Zeichen der 2005er
Eine langjährige Tradition wird von der nächsten Generation mit viel Engagement und Begeisterung weitergeführt: der Baumumzug, der jährlich den „Georgi-Kirtag“ einleitet. Heuer lag die Organisation in den Händen des Jahrgangs 2005. Schon seit Jahrzehnten wird sie von den jeweiligen Jahrgängen übernommen. Der Baumumzug selbst besteht bereits seit über 30 Jahren, während der Kirtag heuer zum 29. Mal gefeiert wurde. Im Gespräch berichten Teresa, Sarah und Florian über ihre Erfahrungen.
Bereits Mitte Februar kam es zum ersten Treffen der Jahrgangsgruppe beim Heurigen, bei dem der vorherige Jahrgang seine Erfahrungen weitergab. Besonders hilfreich war dabei auch die Unterstützung von Crisi Mayer, einer St. Georgenein, die wertvolle Tipps gab und erklärte, wie man ein solches Fest organisiert. Kurz darauf folgte ein weiteres Treffen mit dem Bürgermeister, bei dem organisatorische Details geklärt wurden.
Die Leitung des Projekts übernahm Florian, der bereits in den vergangenen drei Jahren beim Baumumzug mitgewirkt hatte. „Die größte Herausforderung war definitiv die Organisation, vor allem, wer wann und wo mithilft“, erzählt er. Rund 15 Personen waren aus dem 2005er Jahrgang aktiv beteiligt, und jede helfende Hand wurde gebraucht.
Gemeinschaftserlebnis rund ums Maibaum-Aufstellen
Zu den vielfältigen Aufgaben zählten das Veranstalten des Umzugs selbst, das Aussuchen und Schmücken des Maibaums, das Gestalten des Anhängers sowie das Ausschenken während des Festes. Alles erfolgte auf freiwilliger Basis. Das eingenommene Geld wurde anschließend unter den Helferinnen und Helfern aufgeteilt, ein zusätzlicher Anreiz neben dem Gemeinschaftserlebnis.
Ein zentraler Bestandteil der Vorbereitung war die Auswahl des Baumes. Gemeinsam fuhr die Gruppe in den Wald, um den passenden Baum auszusuchen. Schließlich fiel die Wahl auf „Rosamunde“ – ein Name, der sich aus den pinken T-Shirts des Jahrgangs ableitet. Diese einheitlichen Leiberl sowie ein Schild mit der Aufschrift „Jahrgang 2005“ gehören zu den festen Bräuchen des Baumumzugs. Die Farbe Pink wurde bewusst gewählt, um den Zusammenhalt der Gruppe zu symbolisieren.
Am Tag des Umzugs selbst zeigte sich die ganze Ortschaft von ihrer besten Seite. Der Musikverein Bauernkapelle sorgte für die passende Stimmung, während die Freiwillige Feuerwehr St. Georgen die Absicherung des Umzugs übernahm. „Die Ortschaft hilft einfach zusammen“, betont Teresa. Dieses Gemeinschaftsgefühl sei ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung.
Eine „once in a lifetime experience“
Der Höhepunkt des Tages war schließlich das Aufstellen des Maibaums am Kirtagsplatz. Während dies früher mit reiner Muskelkraft geschah, wird der Baum heute mithilfe eines Krans aufgerichtet. Der Maibaum ist dem heiligen Georg gewidmet, dem Schutzpatron der Ortschaft.
Für die Beteiligten war der Tag ein voller Erfolg. „Am Wagen zusammenzuhelfen und den Baum einzuweihen, ist definitiv ein Highlight des Tages“, sagt Sarah. Auch Pannen gab es keine: „Es ist eigentlich nichts schiefgelaufen“, berichten die drei zufrieden.
Neben der Organisation stand vor allem eines im Mittelpunkt: die Freude am gemeinsamen Tun. „Bei dem St. Georgen Baumumzug mitzuhelfen ist eine „once in a lifetime experience“. Ich kann es jedem empfehlen“, sagt Teresa begeistert.
Auf die Frage, wie sie den Baumumzug in drei Worten beschreiben würden, sind sich alle einig, dass es mehr als nur ein Fest ist: Für Teresa, Florian und Sarah beschreiben ihn mit den Wörtern „Zusammenhalt“, „Lebensfreude“ und „Brauchtumspflege“.