„Schlagerparty“ mit Andy Borg: Ein Sommerabend voller Hits

Portrait/Interview

Er gehört zu den beliebtesten Schlagerstars im deutschsprachigen Raum und begeistert seit Jahrzehnten mit seiner herzlichen Art und seinen unvergesslichen Hits: Andy Borg singt am 21. Juli bei der „Schlagerparty“ auf der Seebühne in Mörbisch! Freuen Sie sich auf einen stimmungsvollen Sommerabend voller Musik, großer Emotionen und bester Unterhaltung!

Von Nina Mayer

Seit Jahrzehnten singt sich Andy Borg in die Herzen seiner Fans. Am 21. Juli kann man ihn auf der Seebühne in Mörbisch bei der „Schlagerparty“ live erleben.

Seit Jahrzehnten singt sich Andy Borg in die Herzen seiner Fans. Am 21. Juli kann man ihn auf der Seebühne in Mörbisch bei der „Schlagerparty“ live erleben.

© Kerstin Jönnson

„Das Boot, mit den beiden Fischern von San Juan, das fährt zu der schönen Insel und kommt nie an…“ Ach, waren das schöne Zeiten! Es gibt Stimmen, die hört man und sofort entfalten sich diese Erinnerungen an vergangene Sommer, an lange Autofahrten mit offenem Fenster, an Feste, bei denen fleißig mitgesungen wurde.

Eine dieser ganz besonders schönen Stimmen gehört Andy Borg. Ein Künstler, der seit Jahrzehnten wie kaum ein anderer für jene besondere Mischung aus Romantik, Urlaubsflair und unbeschwerter Lebensfreude steht, die den deutschsprachigen Schlager so einzigartig macht.

Geboren als Adolf Andreas Meyer in Wien, wurde aus dem jungen Österreicher schon früh jener Künstler, den Millionen später ins Herz schließen sollten. Anfang der 1980er Jahre begann seine Karriere, die bis heute andauert. Getragen wird sie von einer bemerkenswerten Nähe zum Publikum.

Andy Borg wirkte nie wie ein unerreichbarer Star. Der Lockenkopf ist nahbar und vermag es, mit seinen Liedern Geschichten zu erzählen, die jeder in irgendeiner Weise kennt und die von Sehnsucht, Liebe, Fernweh und großen Gefühlen handeln.

Wer erinnert sich nicht an jene legendären musikalischen Reisen, auf die Borg seine Fans immer wieder mitnahm? Kaum erklingen die ersten Takte von „Die berühmten drei Worte“ oder seinem Kult-Hit „Adios Amor“, bleibt die Zeit für einen Moment stehen. Mit jeder Faser scheint man das Heimweh zu spüren, das er musikalisch entfacht: Wer würde nicht gerne mit den „Fischern von San Juan“ hinaus aufs Meer fahren, dorthin, wo der Horizont und Möglichkeiten endlos erscheinen.

Andy Borg verstand es immer meisterhaft, Gefühle in große Melodien zu verwandeln. Wenn irgendwo der Refrain von „Arrivederci Claire“ erklingt, werden Erinnerungen wach an jene goldene Zeit des Schlagers, in der Lieder noch kleine Filme waren - voller Geschichten, Sehnsucht und Herzschmerz. Etwas, das in unserer Zeit leider verloren gegangen ist.

Natürlich gehört auch jener Song dazu, bei dem das Publikum seit Jahrzehnten schelmisch lächelnd mitsingt „Aber, aber bei Nacht…“. Genau diese Leichtigkeit, dieses charmante Augenzwinkern, hat Andy Borgs Karriere geprägt. Seine Musik wirkte immer ehrlich, aus der Tiefe des Herzens kommend. Sicher liegt genau darin das Geheimnis seiner außergewöhnlichen Popularität.

Auch als Fernsehmoderator wurde er zu einem vertrauten Gesicht. Mit Sendungen wie dem „Musikantenstadl“ oder dem „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ bewies er, dass Unterhaltung nicht schrill sein muss, um Menschen zu begeistern. Sein Erfolgsrezept war immer dasselbe: Herzlichkeit, Humor und Freude an der Musik.

In Reminiszenz an den unvergessenen Peter Alexander erschien Anfang des Jahres übrigens sein neues Album „Andy Borg singt seine Lieblingslieder von Peter Alexander, Folge 2: Wenn auch die Jahre vergehen“.

Nun dürfen sich auch die Fans im Burgenland auf einen besonderen Abend freuen. Am 21. Juli 2026 steht Andy Borg bei der „Schlagerparty“ auf der Seebühne Mörbisch auf einer der eindrucksvollsten Open-Air-Bühnen Europas. Gemeinsam mit Vicky Leandros, den Nockis oder DJ Ötzi wird er die einzigartige Kulisse am Neusiedler See in einen Sommerabend voller Nostalgie, Emotionen und großer Mitsingmomente verwandeln.

Die Kulisse scheint wie geschaffen für einen Künstler wie Andy Borg, weil seine Lieder von Gefühlen leben: von Erinnerungen an vergangene Zeiten, von Sommernächten, vom ersten Verliebtsein und von der Gewissheit, dass Musik Menschen verbindet.

Seit mehr als vier Jahrzehnten begleitet Andy Borg seine Fans durchs Leben. Sein größtes Kunststück: Er singt den Soundtrack zu Erinnerungen.

Wenn er im Juli in Mörbisch die Bühne betritt, wird es wieder einer dieser Momente sein, in denen Tausende gemeinsam lächeln, mitsingen und für einen Abend alles andere vergessen.

Nina Mayer: Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie auf der Seebühne Mörbisch stehen und auf den Neusiedler See blicken?

Andy Borg: Würstl in einer Semmel und „Adios Amor“ – daran denke ich. Wie das zusammenpasst? Als ich das erste Mal ein Lied von mir im Radio gehört habe, war ich gerade am Neusiedler See und habe am Stand für eine Bratwurst angestanden. Vor lauter Freude hab ich laut gerufen: „Das bin ich!“

Daraufhin habe ich das Würstl geschenkt bekommen. Ich bin ja ein Mensch, der sich noch wie ein kleines Kind freuen kann. Außerdem ist die Seebühne ein wunderschönes Fleckerl Erde. Und wenn dann die Sonne langsam untergeht und die Menschen mit einem Lächeln vor der Bühne sitzen, dann weiß ich: Schöner kann ein Sommerabend eigentlich gar nicht beginnen.

Nina Mayer: Die Kulisse am Neusiedler See ist einzigartig. Beeinflusst so ein Ort auch Ihre Songauswahl oder Ihre Stimmung auf der Bühne?

Andy Borg: Die Stimmung bestimmt immer das Publikum. Die Menschen schreiben das Programm mit ihren Gesichtern. Wenn ich sehe, wie sie lachen, mitsingen oder sich vielleicht sogar in den Armen liegen, dann entstehen die schönsten Momente ganz von allein. Mörbisch hat einfach dieses besondere Urlaubsgefühl – und das passt wunderbar zu meinen Liedern.

Nina Mayer: Was macht für Sie einen gelungenen Sommerabend auf der Seebühne aus?

Andy Borg: Wenn am Ende alle ein bisserl glücklicher heimgehen, als sie gekommen sind. Es muss gar nichts Großes passieren. Gute Musik, liebe Menschen und ein paar Stunden, in denen man den Alltag vergisst – mehr braucht es oft gar nicht.

Nina Mayer: Welche Erinnerungen verbinden Sie persönlich mit dem Burgenland?

Andy Borg: Das Burgenland hat für mich immer etwas Gemütliches. Die Menschen nehmen sich Zeit füreinander, und genau das mag ich so. Außerdem verbinde ich die Region mit vielen schönen Auftritten und einem Publikum, das mit dem Herzen zuhört.

Nina Mayer: Ihre Lieder erzählen oft von Heimat, Liebe und Lebensfreude. Glauben Sie, dass diese Themen gerade im Burgenland besonders gut ankommen?

Andy Borg: Ich glaube, diese Themen kommen überall dort an, wo Menschen leben. Jeder kennt Sehnsucht, jeder freut sich über Liebe und jeder wünscht sich ein Zuhause, in dem er sich wohlfühlt. Das Burgenland schenkt uns dafür eine besonders schöne Kulisse.

Nina Mayer: Gibt es ein Lied aus Ihrem Repertoire, das Ihrer Meinung nach perfekt zur Stimmung am Neusiedler See passt?

Andy Borg: „Die Fischer von San Juan". Da ist Wasser dabei, Fernweh und ganz viel Gefühl. Wenn dieses Lied am See erklingt, dann hat das schon seinen ganz eigenen Zauber.

Nina Mayer: Nach so vielen Jahren auf der Bühne: Was motiviert Sie heute noch genauso wie am Anfang?

Andy Borg: Dass ich es bis heute nicht selbstverständlich finde, was ich erleben darf. Ich war Mechaniker und hätte nie gedacht, dass einmal meine Lieder im Radio laufen oder Menschen wegen meiner Musik eine Eintrittskarte kaufen. Dafür bin ich jeden Tag dankbar.

Nina Mayer: Sie schaffen es immer, generationsübergreifend Menschen zu begeistern. Was ist Ihr Geheimnis?

Andy Borg: Ich habe gar keines. Ich versuche einfach, so zu bleiben, wie ich bin. Die Menschen merken sehr schnell, ob einer eine Rolle spielt oder ob er ehrlich ist. Und ich glaube, Ehrlichkeit kommt nie aus der Mode.

Nina Mayer: Welche Bedeutung hat für Sie der persönliche Kontakt zu Ihren Fans?

Andy Borg: Eine riesengroße. Ohne das Publikum gäbe es mich als Sänger gar nicht. Ich freue mich über jedes Gespräch, über jedes Lächeln und wenn die Leute sich von der Autogrammstunde ein kleines gemeinsames Foto als Erinnerung an unseren gemeinsamen Abend mit nach Hause nehmen.

Nina Mayer: Wenn die Zuschauer nach Ihrem Auftritt in Mörbisch mit genau einem Gefühl nach Hause gehen sollen – welches wäre das?

Andy Borg: Mit ganz viel Spaß und mit Zuversicht. Dass morgen vielleicht nicht alles leichter wird, aber dass Musik das Leben für ein paar Stunden heller machen kann.

Nina Mayer: Ihre Lieder vermitteln Geborgenheit und Optimismus. Ist das etwas, das Ihnen von Anfang an wichtig war?

Andy Borg: Ja, weil das Leben ohnehin genug Herausforderungen bereithält. Ich möchte niemandem erklären, wie die Welt funktioniert. Ich möchte den Menschen einfach eine schöne Zeit schenken.

Nina Mayer: Welche Zeile aus einem Ihrer Lieder ist Ihnen persönlich am wichtigsten?

Andy Borg: Da gibt es viele. Doch „Adios Amor" z.B. begleitet mich seit über vierzig Jahren. Dieses Lied hat mein Leben verändert. Dafür werde ich immer dankbar sein.

Nina Mayer: Wein oder Spritzer nach dem Konzert?

Andy Borg: Ein kühles Wasser – und wenn überhaupt, dann ein Bier mit lieben Freunden im Gastgarten oder am liebsten sogar im eigenen Garten.

Nina Mayer: Was möchten Sie Ihrem Publikum heute mitgeben, das vielleicht über die Musik hinausgeht?

Andy Borg: Freuen wir uns wieder öfter über die kleinen Dinge. Ein nettes Wort kostet nichts, ein Lächeln auch nicht. Und vielleicht hören wir einander wieder ein bisschen mehr zu. Die Welt wäre dann bestimmt eine freundlichere.

Nina Mayer: Vielen Dank für das Interview, Herr Borg!

Andy Borg: Ich habe zu danken. Und ich freue mich schon sehr auf Mörbisch! Bringen Sie gute Laune mit, den Rest machen wir gemeinsam!