Geduld brauchen Verkehrsteilnehmer in den nächsten Wochen: Entlang der Bahnstrecke zwischen Wulkaprodersdorf und Schützen am Gebirge finden Bauarbeiten statt.
So geht es bei der Vinothek im Haus am Kellerplatz weiter
Purbach
Die Vinothek im Haus am Kellerplatz hat seit 1. Jänner eine neue Pächterin. Oksana Wallner will dabei das Konzept großteils unverändert lassen - sehr wohl aber im laufenden Betrieb evaluieren, was verbessert werden könnte.
Bürgermeister Harald Neumayer mit Neo-Geschäftsführerin Oksana Wallner.
© BVZ/, Peter Wagentristl
Eines der Happy Ends des Jahres 2023 war wohl die Rettung der Vinothek im Haus am Kellerplatz auf der Zielgeraden. Noch 24 Stunden vor Vertragsabschluss mit Neo-Pächterin Oksana Wallner gingen im Gemeinderat nämlich die Wogen hoch - die BVZ hat berichtet.
Oksana Wallner ist die Gattin des Purbacher Unternehmers Josef Wallner, der neben dem Elektro-Installationsbetrieb "Akkord - Elektrik" mit Niederlassungen in Wien und Purbach auch noch eine Immobilienfirma betreibt und Eigentümer des seit längerem „wegen Umbauarbeiten“ geschlossenen Gasthaus Lerchfelder Hof - ehemals Gasthaus Fizimayer - ist. Oksana Wallner war zudem seit drei Jahren unweit des Haus am Kellerplatz in der Gastronomie tätig, nämlich im Franziskus Keller in der Kellergasse. Familie Wallner ist in Purbach also hinreichend bekannt.
Kleine bauliche Änderungen
Nachdem im Haus am Kellerplatz auch weiterhin Büros der Freizeitanlagen Purbach GmbH sowie das Naturpark-Büro untergebracht sind, wird aktuelle an einer baulichen Trennung gearbeitet. Diese soll ermöglichen, dass die Teile des Hauses bei Bedarf getrennt, aber auch wieder verbunden werden können. Bisher war angesichts des gleichen Betreibers keine bauliche und organisatorische Trennung nötig.
Etwa bei Betriebskosten und Reinigung teilen sich Gemeinde und Neo-Betreiberin Wallner die Kosten, was für weitere Ersparnisse im Stadtbudget sorgen soll.

© BVZ, Wagentristl
Ein Monat hat sich die Gemeinde für die Abwicklung erbeten, ein weiteres Monat ist für Adaptionen der neuen Betreiber und die Umbauarbeiten einkalkuliert. Mit März soll der Betrieb in der Vinothek am Kellerplatz wieder wie gewohnt starten. Ein genaues Datum gibt es nicht, „je schneller desto besser“, so Wallner nach dem Abschluss des Vertrags.
„Alles wie gehabt“
Ob die Fächermiete für Winzer weitergeführt wird, ist derzeit noch Gegenstand von Verhandlungen. Bisher konnten die Purbacher Weinbaubetriebe Fächer mieten und dort ihre Weine zum Ab-Hof-Preis anbieten. Im regulären Verkauf liegt der Preis in der Vinothek aus wirschaftlichen Gründen über dem Ab-Hof-Preis - was von Kritikern der Vinothek stets betont wurde.

© BVZ/, Wagentristl
Für die Veranstaltungen in der Kellergasse, vor allem jene in Kooperation mit „Genuss Burgenland“ bleibe das Haus am Kellerplatz weiter Anlaufstation Nummer eins. Weniger Veranstaltungen sollen es künftig jedenfalls nicht werden - eher im Gegenteil.
Wichtig ist der neuen Geschäftsführerin der Vinothek auch, dass „wir keine Konkurrenz zu den Betrieben in der Kellergasse sind.“ Vielmehr wolle man Kellerplatz und Kellergasse „noch attraktiver machen.“
Eröffnungsfest geplant
Starten werde man den Betrieb, wenn alles nach Plan läuft, im März mit einem Eröffnungsfest. Details sind noch offen. Auch bei den Öffnungszeiten soll der Betrieb vorerst weiterlaufen wie gehabt. Vorerst bleibt die Vinothek sieben Tage in der Woche geöffnet, zumindest in der Hauptsaison. Im Winter können sich die Betreiber aber eine Reduktion vorstellen.