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Starkregen setzte den Ruster Babystörchen zu
Storchenstadt
Bei 23 Brutpaaren könnte heuer die Marke von 50 Störchen über den Dächern von Rust geknackt werden. Allerdings setzt der andauernde Regen den Babys zu. In der Storchenstation kämpft einer der Dauergäste um sein letztes Ei.
In der Storchenstation Rust brütet einer der flugunfähigen Dauergäste noch sein letztes Ei.
© BVZ, Peter Wagentristl
Schon vor einigen Jahren war die Situation ähnlich traurig: der Starkregen sorgt dafür, dass die Storchennester über den Dächern der Ruster Altstadt teilweise mehrere Zentimeter hoch unter Wasser stehen. Die flugunfähigen Küken können nicht vor dem Wasser fliehen, das setzt der Gesundheit zu – im schlimmsten Fall ertrinken die Jungvögel sogar.
Dabei hatte es eigentlich nach einem rekordverdächtigen Jahrgang ausgesehen: „Im Vorjahr waren es im Schnitt 2,4 Küken pro Brutpaar“, rechnet Igor Smrtnik, Obmann des Storchenvereins Rust, vor: Bei 23 Brutpaaren ergäbe das für heuer etwa 55 Störche. Damit würde der Aufwärtstrend fortsetzen. Viel hängt aber vom Wetter ab.
© BVZ, Peter Wagentristl
Auch für die Dauergäste in der Ruster Storchenstation. Dort sind flugunfähige Tiere untergebracht, die es ohne die Hilfe des Vereins nicht schaffen würden. Dort spielte sich heuer eine Sensation ab: Erstmals brütete ein Paar dort erfolgreich. Auf die Jubelmeldung folgte dann aber leider schnell die traurige Nachricht: die Babys haben es nicht geschafft.
Die Eltern behüten nun das letzte verbliebene Ei im Nest, „man kann nur hoffen, dass es noch was wird“, so Smrtnik.
Sollte noch ein Küken daraus werden, bliebe das Tier über den Winter aber in Rust – dass der Babystorch bis zur Abreise im August noch flugfähig wird, „geht sich nicht mehr aus.“