Eisenstadt sucht den Christbaum: Wer hat eine Riesen-Tanne?

Tradition der Baumspende

In genau drei Monaten ist Weihnachten! Für den Eisenstädter Christkindlmarkt laufen schon jetzt die Vorbereitungen: Wer einen riesigen Christbaum im Garten hat und nicht mehr braucht, kann sich melden.

Von Wolfgang Millendorfer

Matthias Leeb kennt sich mit Christbäumen aus. Der Stadt-Mitarbeiter ist seit vielen Jahren für die Baumspende zuständig. Wo er jetzt noch im kurzen Hemd steht, wird in zwei Monaten schon eine Tanne geschmückt.

Matthias Leeb kennt sich mit Christbäumen aus. Der Stadt-Mitarbeiter ist seit vielen Jahren für die Baumspende zuständig. Wo er jetzt noch im kurzen Hemd steht, wird in zwei Monaten schon eine Tanne geschmückt.

© Wolfgang Millendorfer

Wenn wir in drei Monaten den Heiligen Abend feiern, hat der große Eisenstädter Christbaum streng genommen fast schon wieder ausgedient. Die Zeit dazwischen – und natürlich auch noch nach dem Fest – wird er aber wie jedes Jahr den großen Auftritt in der Fußgängerzone haben. Zuerst muss er nur noch gefunden werden, sozusagen „Eisenstadts next Christbaum“ ...

Eine schöne Tradition will es, dass der Baum – vorzugsweise eine Tanne zwischen 13 und 15 Metern Höhe – Jahr für Jahr gespendet wird. Manchmal von Sponsoren, meistens aber durch private Haushalte.

Als Mitarbeiter der Eisenstädter Wirtschaftsbetriebe ist Matthias Leeb seit Langem so etwas wie der Christbaum-Experte der Stadt und für die Spende inklusive Abholung zuständig. Beim Treffen am Platz vor der Pestsäule war bei strahlendem Sonnenschein der Gedanke an den Advent zwar noch weit, Matthias Leeb denkt aber schon intensiv daran.

„Wenn sich bis Mitte Oktober jemand meldet, wäre das optimal“, sagt Leeb. Steht die Baumspende fest, muss ein Kranwagen reserviert werden, Mitte November geht dann in der Fußgängerzone schon die Aufstellung über die Bühne; bis zur Beleuchtung im Vorfeld des Christkindlmarktes müssen ja noch hunderte Lichter angebracht werden.

Eisenstadt sucht den Christbaum: Wer hat eine Riesen-Tanne?

© Stadtgemeinde Eisenstadt

„So kriegt der Baum noch sein großes Highlight ...“

Wer spendet nun Christbäume in dieser Größe? „Oft gibt es Bäume, die im Garten einfach zu groß geworden sind. Dann melden sich private Haushalte, und das Team der Stadtgemeinde kümmert sich um die Abholung.“ Der Abschied von einem so treuen Begleiter im eigenen Garten kann auch emotional werden: „Dann ist es schön, dass der Christbaum in der Stadt noch ein großes Highlight bekommt und im Advent so vielen Menschen Freude macht“, sagt Leeb aus Erfahrung.

Wer diese Freude teilen möchte und einen Nadelbaum im Garten hat, auf den diese Beschreibungen zutreffen, kann sich einfach bei Matthias Leeb melden. Die Spender müssen auch nicht zwingend im Stadtgebiet zuhause sein, am besten aber nicht weiter als im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern. Strahlende Augen im Advent sind schon jetzt garantiert!

Kontakt & Infos bei Matthias Leeb unter fm@eisenstadt.at per E-Mail oder unter der Nummer 0676/837 053 10 beziehungsweise 02682/623 28 31