Geduld brauchen Verkehrsteilnehmer in den nächsten Wochen: Entlang der Bahnstrecke zwischen Wulkaprodersdorf und Schützen am Gebirge finden Bauarbeiten statt.
Spatenstich für Taucherbasis des Bundesheers am Neufelder See
Verteidigungsministerium
Die alte Tauchbasis des österreichischen Bundesheers am Neufelder See ist bereits abgerissen, an ihrer Stelle wird ein neuen „Wasserübungsplatz“ (WÜPL) errichtet, auf dem künftig das Jägerbataillon errichtet. Auch Verteidigungsministerin Claudia Tanner kam für den Spatenstich nach Neufeld.
Am Mittwoch fand mit zahlreichen Ehrengästen der Spatenstich für den neuen Wasserübungsplatz des Bundesheers am Neufelder See statt.
© BVZ/Wagentristl
Gemäß dem Leitspruch des österreichischen Bundesheers „numquam retro“ - niemals zurück - macht man nun auch am Neufelder See einen Schritt nach vorne. Die alte Taucherbasis des Bundesheers wurde bereits abgerissen, an ihrer Stelle entsteht ein neues modernes Quartier für die Taucher des Jägerbataillons. Am Mittwoch fand dazu - militärisch durchstrukturiert und mit großem Tamtam - der Spatenstich für den Neubau statt.
Auch Verteidigungsministerin Claudia Tanner wohnte dem Festakt bei. Das Bundesheer sparte dabei auch nicht an Showeffekten, sogar die Spatenübergabe an die Verteidigungsministerin war ganz großes Hollywood: Zwei Taucher des Jägerbataillons warteten unter Wasser auf ihren Einsatz und stiegen dann, wie in einem Action-Film, mit (österreichischer) Maschinenpistole im Anschlag aus dem Wasser. Der zweite Soldat hatte bei seinem Tauchgang den Spaten für Tanner dabei und überreichte in seiner Chefin.
Bürgermeister Michael Lampel betonte im Rahmen des Spatenstichs auch die seit 40 Jahren „hervorragend“ laufende Kooperation zwischen Gemeinde und Bundesheer. Anfangs hatte das Bundesheer auch die Wasseraufsicht am Neufelder See, bis die Wasserrettung diese Aufgaben übernahm. „Der Wasserübungsplatz - WÜPL, wie man beim Bundesheer sagt - passt perfekt hierher. Der Neufelder See gilt als Eldorado für Taucher“, so der Ortschef stolz.
Eröffnung Ende Mai 2025
Johannes Sailer von der Abteilung 7 des Bundesheers betonte: „Der WÜPL trägt zur Einsatzbereitschaft des Bundesheers bei und dient als vorzeitige Vorbereitung für die EU Battlegroups.“ Am Neufelder See könne - eben auch im Rahmen einer bevorstehenden EU-Armee - ganzjährig trainiert. Auch gemeinsame Übungen mit der Wasserrettung von Walter Reitter und seinem Team sollen hier stattfinden. Zugeordnet ist der WÜPL der Garnison Wr. Neustadt.
Eine Generalsanierung des alten Gebäues habe sich als unwirtschaftlich erwiesen, weshalb man sich für die Option abreißen und neu bauen entschied. „Nachhaltig und sanierungsarm“ sei dabei die Devise. Im unteren Stockwerk ist die Bootsgarage mit Holzsteg und Sanitäranlagen angesiedelt, im oberen Stock ist eine Terrasse mit Blick über den Neufelder See und Büros mit Besprechungsraum geplant.
2,5 Millionen lässt sich das Bundesheer die neue Taucherbasis kosten, die Fertigstellung ist für Ende Mai 2025 avisiert.

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Mit Verteidigungsministerin Claudia Tanner war auch die Bundesregierung beim Spatenstich vertreten. Sie betonte in ihrer Ansprache, dass die Ausgaben für die Landesverteidigung im Nationalrat „über alle Parteigrenzen hinweg“ einstimmig beschlossen wurde. Neben „numquam retro“ verwies sie noch auf einen weiteren Bundesheer-Leitspruch: „Sicherheit ist nicht alles. Aber ohne Sicherheit ist alles nichts.“
Tanner freue sich auch bereits auf die Eröffnung im Mai 2025, „die wir hier dann wieder gemeinsam feiern werden.“ Eine ambitionierte Ansage kurz vor den Nationalratswahlen.
Wirtschaftsstellen-Regionalstellenobmann Franz Nechansky ware ebenfalls bei den Vorarbeiten beteiligt. Der Neufelder betont: „Der Bau des neuen Trainingszentrums in Neufeld ist ein wichtiges Projekt für die burgenländische Wirtschaft. Es freut mich, dass zahlreiche Betriebe aus der Region in den nächsten Wochen und Monaten an der Umsetzung beteiligt sind.“