Am Samstag hieß es „Happy Halloween“ bei den Ritzinger Naturfreunden.
Kinder qualvoll geschleppt
1,5 Jahre Haft
An der Schleppung von 14 Kindern und 28 Erwachsenen war ein moldawischer Staatsbürger beteiligt. Jetzt wurde er verurteilt.
Der 32-jährige moldawische Staatsbürger behauptete, nur für eine Autoreparatur geholt worden zu sein.
© BVZ/Kirchmeir
Am 24. September 2023 hatte die Polizei bei Deutschkreutz einen Kastenwagen gestoppt. Aus dem Inneren waren Stimmen und Klopfzeichen zu hören gewesen. 14 Kinder, acht Frauen und 20 Männer türkisch-kurdischer Herkunft stolperten nach dem Öffnen der Wagentüren ins Freie. Sie hatten eine stundenlange qualvolle Fahrt hinter sich.
Exakt sechs Minuten zuvor hatte ein Begleitfahrzeug den Grenzübergang passiert. Der Lenker dieses Fahrzeugs stand am 11. Jänner 2024 in Eisenstadt vor Gericht.
Ihm wurde die Beteiligung an der menschenunwürdigen Schleppung vorgeworfen.
Der 32-jährige Moldawier gab zwar zu, in dem Fahrzeug gesessen zu sein, vom Transport der Flüchtlinge in dem Kastenwagen habe er aber nichts gewusst.
Er behauptete, ausschließlich zum Reparieren des Kastenwagens angefordert worden zu sein. Dieser sollte dann nach Rumänien gebracht werden.
Die Flüchtlinge waren in Ungarn in den Kastenwagen eingestiegen. Eng zusammengepfercht verbrachten sie die sechs- bis siebenstündige Fahrt nach Österreich. Die kleinsten Kinder im Alter von einem bis fünf Jahren sollen durchgehend geweint haben.
Zwei weitere an der Schleppung beteiligte konnten ebenfalls verhaftet werden. Einer von ihnen hatte angegeben, dass sich der 32-Jährige mit der Schleppung Geld dazuverdienen wollte.
„Das ist nicht wahr!“, erwiderte der Angeklagte.
Er wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt und nahm dieses Urteil an. Auch die Staatsanwältin akzeptierte das Urteil, dieses ist somit rechtskräftig.