Derbyfieber in der 1. Klasse Mitte

Auch beim Leader

Mehrere Derbys prägen die 6. Runde der Rückrunde – allen voran das Duell zwischen Tschurndorf und Tabellenführer Weppersdorf.

Von Dominik Falk

Der ASK Tschurndorf will im Derby gegen Tabellenführer Weppersdorf für eine Überraschung sorgen und setzt dabei auf volle Leidenschaft.

Der ASK Tschurndorf will im Derby gegen Tabellenführer Weppersdorf für eine Überraschung sorgen und setzt dabei auf volle Leidenschaft.

© Martin Ivansich

Wenn in der 1. Klasse Mitte Derbyzeit ist, tritt die Tabelle oft in den Hintergrund – und genau das verspricht auch das Duell zwischen Tschurndorf und Tabellenführer Weppersdorf. Die Rollen scheinen zwar klar verteilt, doch in Tschurndorf denkt man nicht daran, sich kampflos geschlagen zu geben. „Das ist das wichtigste Spiel der Saison für uns und wir wollen es unbedingt gewinnen – egal wie“, stellte Tschurndorf Obmann Michael Steiner klar, der auf Revanche für die unglückliche Hinspielniederlage brennt. Alle Spieler sind fit, die Motivation ist entsprechend hoch.

Dass Weppersdorf zuletzt verloren hat, macht die Sache nicht einfacher: „Das macht sie noch gefährlicher.“ Auf der anderen Seite hält man sich beim Spitzenreiter kurz: „Es ist ein Derby und aus“, so Trainer Lorandt Schuller – ein Spiel, in dem „die Tabelle nicht zählt“, in dem Einsatz und Zweikämpfe den Unterschied machen werden.

Derbys mit Brisanz

Auch im Duell zwischen Raiding und Unterfrauenhaid geht es nicht nur um Punkte, sondern vor allem um Prestige. „Ganz wichtige Partie für die Moral des Teams, hier geht es nicht um die Tabelle, sondern um ein Derby, das wir gewinnen wollen“, betonte Raiding-Coach Anton Drabeck, der sich auf ein intensives Nachbarschaftsduell einstellt. Unterfrauenhaid reist nach dem Coup gegen Tabellenführer Weppersdorf mit viel Selbstvertrauen an, bleibt aber gewarnt. „Der Gegner ist unangenehm, das Spiel wird sicher eng und umstritten“, so Trainer Jürgen Eidler, der gleichzeitig klarstellt: „Wenn wir unsere Leistung abrufen, haben wir beste Chancen auf drei Punkte.“

Ein weiteres emotionales Duell wartet in Antau, wo die SPG Hrvati nach zuletzt schwierigen Wochen auf Wiedergutmachung aus ist. „Das wird auf dem kleinen Platz sicher ein Kampf werden“, erklärte Spielertrainer Denis Glavina, der auf eine Reaktion hofft. „Chancen haben wir immer – diese müssen wir nutzen, dann können wir endlich wieder etwas mitnehmen.“ Für die Hrvati könnte dieses Spiel richtungsweisend sein, um aus der Negativspirale herauszufinden.

Abseits der Derbys stehen ebenfalls richtungsweisende Spiele an. Die SPG Nikitsch/Kroatisch Minihof empfängt Stoob und geht als Favorit ins Rennen, unterschätzt den Gegner aber keineswegs. „Alle erwarten drei Punkte von uns, aber Stoob ist in der Rückrunde sehr kompakt“, warnte Trainer Gellert Ivancsics. Stoob selbst will die Außenseiterrolle nutzen und überraschen. „Wir wollen in Nikitsch Bonuspunkte holen“, so Trainer Alfred Wagentristl, der auf eine Reaktion seiner Mannschaft hofft.

Forchtenstein steht auswärts bei Mannersdorf vor einer kniffligen Aufgabe. „Mannersdorf hat einen starken Kader, das wird sicher schwierig“, meinte Trainer Ronald Spuller, der dennoch klar das Ziel ausgibt, drei Punkte mitzunehmen.

Auch Kroatisch Geresdorf will zu Hause gegen Unterpullendorf liefern. „Neues Spiel, alle sind fit – wir wollen die drei Punkte einfahren“, stellte Trainer Andreas Gruber klar.

In Loipersbach trifft der Sechste auf die formstarke SPG Rabnitztal, wobei die Hausherren auf ihren Heimvorteil setzen. „Der große Platz kommt uns entgegen, wir müssen zeigen, dass wir das Heimteam sind“, so Trainer Manfred Schaffer, der auch die starke Form des Gegners betont und warnt, diesen keinesfalls zu unterschätzen.

Abgerundet wird die Runde mit dem Duell zwischen Schlusslicht Neckenmarkt und Dörfl, in dem beide Teams wichtige Punkte sammeln wollen – gerade für Neckenmarkt zählt im Kampf um den Anschluss jeder Zähler.

Derbyfieber in der 1. Klasse Mitte

© Strodl