Jede Menge klarer Auswärtssiege in der 1. Klasse Süd
1. Klasse Süd
Sechs der sieben Wochenend-Partien gingen an die Gäste. Bad Tatzmannsdorf ist nach einem 4:3 in Neuhaus neuer Tabellenführer, Pavel Usakov glänzte mit einem Fünferpack für Oberwart.
Kein Vorbeikommen gab es für Peter Kollar (r.) und Kirchfidisch gegen starke Oberwarter.
© Herbert Kolonovics
Neuhaus - Bad Tatzmannsdorf 3:4.Im Spitzenspiel der Runde sahen die Zuschauer ein echtes Torspektakel. Die Neuhauser erwischten einen perfekten Start in die Partie und führten nach zehn Minuten mit 2:0. Doppelter Torschütze: Aljosa Vörös. Tobias Weber erzielte noch einen dritten Treffer für die Heimischen, Luka Grgic brachte den neuen Tabellenführer aus Bad Tatzmannsdorf allerdings gleich zweimal zurück ins Spiel. Das gab den Bad Tatzmannsdorfern gehörigen Aufwind, denn nach der Pause drehten die Kurstädter die Partie endgültig. Istvan Alföldi stellte auf 3:3, in der Nachspielzeit wuchtete dann Ivan Cecura zum Auswärtssieg ein. „In der ersten Halbzeit war es eine wilde Partie“, wusste SCT-Funktionär Ernst Bürger. „Nach der Pause haben wir den Sieg dann erzwungen.“ Neuhaus-Sportchef Stephan Knapp haderte: „Am Ende ist es eine mehr als bittere Niederlage für uns, vor allem nach diesem tollen Start.“
Kirchfidisch – Oberwart 1b 2:5.Der SV Kirchfidisch musste die dritte Niederlage in Folge hinnehmen, während die Oberwarter immer besser in Fahrt kommen. Zum Mann des Spiels avancierte Pavel Usakov, der alle fünf Treffer für die Gäste aus der Bezirkshauptstadt erzielte. So brachte Usakov die Oberwarter früh in Führung, Kirchfidisch konnte durch Daniel Vlasics noch ausgleichen, ehe die Usakov-Show so richtig ihren Lauf nahm. Vor der Pause traf der wuchtige Angreifer noch einmal doppelt, nach dem Wiederanpfiff schnürte er endgültig den Fünferpack. „Es war eine starke Leistung meiner Jungs und der Sieg war auch hochverdient“, jubelte SVO-Trainer Joachim Postmann. Kirchfidisch-Obmann Christian Schaffer haderte: „Wir haben einfach gesagt nicht gut verteidigt. Zudem passte die Chancenverwertung überhaupt nicht.“
Deutsch Kaltenbrunn – Minihof-Liebau 4:1. Der SV Deutsch Kaltenbrunn holte einen wichtigen Heimsieg im Kampf gegen den Abstieg. Jochen Hafner brachte die Kaltenbrunner in Minute 21 auf die Siegerstraße. Die Führung hielt aber nicht lange, Alen Spilak hatte etwas dagegen und schob für Minihof zum 1:1 ein. Noch vor der Pause stellte Nikolaus Pummer den alten Vorsprung wieder her, im Finish machten die Heimischen schließlich alles klar. Renato Kauzlaric (84.) und Patrik Preiner (90.) erhöhten auf 4:1. „Wir haben eine souveräne Partie gespielt, hatten über lange Zeit alles im Griff“, jubelte SVDK-Co Andre Schaberl über drei ganz wichtige Zähler für die Tabelle. „Die Mannschaftleistung war nicht so schlecht, aber wir haben blöde Gegentreffer kassiert. Da waren wir teilweise selber schuld“, meinte Minihofs Obmann Orhan Fazli. Sein Team musste mit der Niederlage wieder abreißen lassen, steht weiterhin am letzten Platz.
Sankt Martin/Raab – Zuberbach 1:2.Den zweiten wichtigen Sieg im Abstiegskampf feierte der SV Zuberbach, der in Sankt Martin ein 2:1 bejubelte. Dabei gingen die Heimischen in Minute 15 in Führung. Neo-Goalgetter Marijo Sandor schoss seine Farben in Front. Zuberbach hatte die perfekte Antwort, Ferenc Racz brachte die Gäste zurück in die Partie. Endgültig gedreht wurde das Spiel dann in Minute 26, plötzlich lag die Szombati-Elf in Führung. In Folge wurde es noch ruppig, Marcel Karner (ASV/45.) und Krisztian Kiss (SVZ/78.) flogen glatt vom Platz, am Zuberbacher Sieg änderte das nichts. Der freute Funktionär Klaus Brandstätter gewaltig: „Wir waren die spielbestimmende Mannschaft. Deswegen geht der Sieg auch in Ordnung.“
Kemeten – Markt Neuhodis 0:4.Sieger der Runde ist neben dem SC Bad Tatzmannsdorf der ASK Markt Neuhodis, der nun auf dem zweiten Aufstiegsrang steht. Und das nach einer überzeugenden 4:0-Vorstellung in Kemeten. Nach den ersten 45 Minuten führten die Hodiser bereits mit 3:0. Levente Töttö schnürte einen Doppelpack, Patrik Paudits steuerte ebenfalls einen Treffer bei. Ein Rezept, das einen klaren Vorsprung ergab. Nach der Pause legte Hodis noch einmal nach, zur Freude von Sektionsleiter Andreas Horvath: „Wir haben vor der Pause unsere Chancen genutzt, damit war es eine klare Angelegenheit.“ Kemetens Trainer Josef Novakovits hatte sich die Partie anders vorgestellt: „Der Gegner war sehr effektiv, aber wir haben uns an diesem Tag auch nichts verdient.“ Ein verschossener Elfmeter trug das Übrige zur SCK-Niederlage bei.
Heiligenbrunn – Loipersdorf 2:6.Das Top-Trio komplettiert der SCLK, der in Heiligenbrunn wenig Probleme hatte. Obwohl der Gastgeber bereits nach fünf Minuten in Front lag, drehten die Gäste das Spiel noch vor der Pause. In Halbzeit zwei wurde es dann deutlich zugunsten des Aufstiegsaspiranten, der das halbe Dutzend komplett machte. „Vor allem nach der Pause war es eine geschlossene und kompakte Mannschaftsleistung“, lobte Sektionsleiter Roland Szander das Kollektiv. „Wir sind früh in Führung gegangen, haben dann aber blöde Gegentreffer kassiert. So kannst du ganz einfach nicht gewinnen“, meinte Pendant Thomas Kedl.
Wiesfleck – Schlaining 0:3.Der ASK Schlaining feierte in Wiesfleck den ersten vollen Erfolg der Rückrunde. Für die so wichtigen Treffer der Gäste, die damit etwas durchatmen können, sorgten Adam Csire und Marin Glavas (2). Die Schlaininger legten unter Neo-Trainer Zoltan Nagy eine fokussierte Vorstellung an den Tag. Das sah auch der Sportliche Leiter Klaus Arth so: „Wir waren von Minute eins an überlegen, haben den Gegner dominiert.“ Wiesfleck lechzt noch immer dem ersten vollen Erfolg der Rückrunde hinterher. Trainer Rudolf Hoanzl sah einen enttäuschenden Auftritt seiner Truppe: „Wir konnten uns über 90 Minuten kaum eine Torchance erspielen. Die Niederlage gegen die Schlaininger geht in Ordnung.“