Knappe Kiste in der 1. Klasse - vorne wie hinten

1. Klasse Süd

Die 1. Klasse Süd zeigt sich nach Runde 24 brisant und ausgeglichen. Minihof-Liebau feierte einen packenden Derbysieg gegen Neuhaus. Heiligenkreuz und Bad Tatzmannsdorf trennten sich unentschieden.

Von Von Tobias Halper

Pavel Usakov (liegend) schmiss gegen Heiligenbrunn alles rein, am Ende belohnte sich der Oberwarter mit dem 1:0-Auswärtssieg.

Pavel Usakov (liegend) schmiss gegen Heiligenbrunn alles rein, am Ende belohnte sich der Oberwarter mit dem 1:0-Auswärtssieg.

© BVZ

Neuhaus – Minihof-Liebau 4:5. Im Derby zwischen dem USV Neuhaus und dem FC Minihof-Liebau kamen 450 Fans voll auf ihre Rechnung. Neun Tore gab es zu bejubeln und am Ende einen nicht unverdienten Derbysieger, der mit Elvir Goli den absoluten Man of the Match in seinen Reihen hatte. Der Minihof-Legionär erzielte drei Treffer, darunter das Siegtor (82.). Aber der Reihe nach: Neuhaus ging durch Fran Kozaric früh in Führung (3.), Minihof antwortete aber stets perfekt, drehte die Partie und hatte selbst nach dem Ausgleich zum 4:4 die passende Reaktion im Talon. „Es war ein echtes Derby, die Stimmung war großartig und der Spielverlauf nichts für schwache Nerven. Am Ende haben wir uns den Sieg erkämpft“, atmete Obmann Orhan Fazli durch. Die Neuhauser ärgerten sich: „Wir haben nach dem tollen Start komplett den Faden verloren“, so der Sportliche Leiter Stephan Knapp.

Heiligenkreuz – Bad Tatzmannsdorf 1:1.Im Topspiel zwischen dem Winterkönig aus Heiligenkreuz und dem Tabellenführer aus Bad Tatzmannsdorf kamen beide Teams nicht über ein 1:1 hinaus. Bereits nach sieben Minuten gingen die Gäste in Führung, Dorian Puretic schoss die Bad Tatzmannsdorfer in Front. Funktionär Ernst Bürger ärgerte sich, da mehr drinnen gewesen wäre: „Wir haben es absolut verabsäumt, das 2:0 zu machen. Über 90 Minuten gesehen ist es dann ein gerechtes X.“ Der HSV kam nach einem verschlafenen Start besser aus den Kabinen. Bence Sipöcz traf schließlich zum Ausgleich (64.). „Wir hätten eigentlich einen Sieg gebraucht, aber dafür war es zu wenig“, meinte der Sportliche Leiter Kevin Baumgartner.

Heiligenbrunn – Oberwart 0:1. Immer näher ans das absolute Topfeld pirscht sich der SVO heran, das 1:0 in Heiligenbrunn war schon der fünfte Sieg aus den letzten sechs Spielen. Oberwart kontrollierte von Beginn an die Partie, verpasste es aber, klare Tormöglichkeiten herauszuspielen. Nach der Pause klappte das besser – und dann fiel auch der Treffer. Pavel Usakov tanzte Keeper Mark Grof aus und erzielte sein bereits 13. Rückrunden-Tor. „Wir hatten sehr viel Ballbesitz, aber es war auf diesem Platz schwierig. Am Ende sind wir trotzdem der verdiente Sieger“, so Trainer Joachim Postmann. Für Heiligenbrunns Sektionsleiter Thomas Kedl war es eine bittere Niederlage: „Ein X wäre gerecht gewesen. Es tut weh, dass wir das Tor kassiert haben.“

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Knappe Kiste in der 1. Klasse - vorne wie hinten

© BVZ/Max

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Kirchfidisch – Markt Neuhodis 3:3.Den Start in die 24. Runde machten bereits am Freitagabend der SV Kirchfidisch und der ASK Markt Neuhodis. In einem Torspektakel trennte man sich unentschieden, wobei die Kirchfidischer zur Halbzeit mit 2:1 führten. „Wir waren in den ersten 45 Minuten überlegen, dann konnten wir nach der Halbzeit noch das 3:1 erzielen. Ab diesen Moment haben wir aber das Spielen eingestellt“, stellte Kirchfidisch-Obmann Christian Schaffer verägert fest. Die Gäste aus Markt Neuhodis kamen durch Patrik Paudits (62.) und Milan Török (75.) zum Ausgleich. Sektionsleiter Andreas Horvath nahm den Punkt nach dem Rückstand gerne mit: „Die erste Halbzeit hat klar den Kirchfidischern gehört. Nach der Pause waren wir besser im Spiel, so gesehen ist es ein gerechtes Remis gewesen.“

Wiesfleck – Sankt Martin/Raab 1:3.Der ASV Sankt Martin konnte im Kampf gegen den Abstieg die nächsten wichtigen drei Zähler bejubeln. Damit holte man auch die Wiesflecker zurück in den Abstiegskampf. Deren Trainer, „Figaro“ Rudolf Hoanzl, war mit der Leistung ganz und gar nicht zufrieden: „In den ersten 45 Minuten haben wir alles vermissen lassen, in der zweiten Hälfte haben wir uns zurückgekämpft, aber über 90 Minuten war das auf jeden Fall zu wenig.“ Kevin Gmeindl-Neubauer schoss die Gäste nach einer guten halben Stunde in Führung, Marijo Sandor erhöhte (50.). Wiesfleck hatte durch Emil Daliposki die passende Antwort parat, Sankt Martin erhöhte aber neuerlich. „Wir waren über das ganze Spiel gesehen die bessere Mannschaft und am Ende sind wir auch der verdiente Sieger“, jubelte ASV-Obmann Edwin Janosch über die drei Punkte.

Deutsch Kaltenbrunn - Schlaining 1:2. Ebenfalls wieder mit dabei im Aufstiegsrennen ist der ASK Schlaining, der die schwierige Prüfung in Deutsch Kaltenbrunn bestand, 2:1 gewann. Die Gäste erwischten den perfekten Start. Quasi mit dem Anpfiff traf Matthias Resner zum 1:0. Marin Glavas erhöte den Vorsprung spät (72.). Die Heimischen kamen nur mehr zum Anschlusstreffer, der fiel zu spät (88.). „Wir erwischten einen optimalen Start. Auch in Folge haben wir das Spiel kontrolliert“, freute sich Schlainings Sportlicher Leiter Klaus Arth über dicke drei Zähler im Aufstiegsrennen. „Wir hatten vor der Pause wenig Zugriff, außerdem kam der Anschlusstreffer zu spät. Alles in allem ist Schlaining der verdiente Sieger“, sagte SVDK-Co-Trainer Andre Schaberl in seiner Spielanalyse.

Kemeten - Zuberbach 3:1.Der SC Kemeten ist wieder in der Erfolgsspur! Das gelang mit einem 3:1-Sieg gegen Zuberbach, womit man sein Punktekonto auf 27 Zähler aufstockte und auf Rang 9 zurückstürmte. Lange sah es aber nicht nach einem SCK-Sieg aus. Peter Farkas schoss die Gäste in Führung (32.). Diese hielt bis zur 74. Minute, ehe Kemeten einen Sturmlauf startete. Dominik Vrtaric, Stjepan Kokot und Markus Hochwarter schossen die Heimischen im Finish zum Sieg. „Zum Schluss haben wir uns den Erfolg erarbeitet“, schnaufte Trainer Josef Novakovits durch. Zuberbach verbleibt mit der Pleite im Abstiesgkampf. Für Funktionär Klaus Brandstätter war es eine vermeidbare Niederlage: „Weil wir alles in allem kein schlechtes Spiel gemacht haben. Die späten Gegentore sind bitter.“