Gnadenfrist für EMS Pamhagen
10 Kinder für 1. Klasse
Die Weiterführung der Schule hängt vorerst davon ab, ob sieben weitere Kinder für eine erste Klasse im kommenden Schuljahr gefunden werden können.
Derzeit steht die Schließung der EMS Pamhagen im Raum.
© zVg / EMS Pamhagen
Wie vor rund zwei Wochen bekannt wurde, hängt die Weiterführung der Mittelschule Pamhagen in der Schwebe. Bislang haben sich lediglich drei Schüler für die erste Klasse im neuen Schuljahr angemeldet, das sei laut Bildungsdirektion Burgenland zu wenig, um eine erste Klasse bilden zu können. Aus diesem Grund wurde zunächst der Plan kolportiert, die Schule, die derzeit von 50 Kindern besucht wird, über die nächsten drei Jahre nach und nach auslaufen zu lassen. Dieser Plan stieß jedoch sowohl von Gemeinde- als auch von Elternvertretern auf massiven Gegenwind. Nicht zuletzt wurde die Küche der Mittelschule erst vor Kurzem um 120.000 Euro saniert.
Unterschriftenaktion brachte knapp 800 Unterstützer
Prompt wurde eine Unterschriftenaktion gegen die Schließung der EMS Pamhagen gestartet, die bis dato knapp 800 Unterstützer hinter sich versammeln konnte. Diese lässt den Willen der Bevölkerung erkennen, ändert jedoch nichts an der Zahl der Schüler, die für eine erste Klasse im neuen Schuljahr angemeldet sind.
Um einen Weg aus der misslichen Lage zu finden, wurde vergangenen Dienstag ein Elternabend einberufen, an dem auch Bildungsdirektor Alfred Lehner sowie Schulqualitätsmanager Werner Zwickl teilnahmen. Bildungsdirektor Lehner stellte nach hitzigen Debatten eine Lösung in Aussicht.
„Bei zehn Kindern gibt es eine erste Klasse“
Er gab der Mittelschule noch Zeit bis Ende Mai, um zumindest sieben weitere Kinder lukrieren. Mit zehn Kindern wäre eine erste Klasse zu machen. Das Schicksal der Schule hängt nun von den Eltern jener Kinder ab, die aus dem Einzugsgebiet sind und sich vorerst schon eine andere Schule ausgesucht haben.
Die Antwort auf die Frage, wie es erst zu dieser Situation kommen konnte, ist mannigfaltig und lässt sich laut Direktorin Sattler an keinem einzelnen Punkt festmachen:
„Es hat schon immer Kinder gegeben, die sich für das Gymnasium oder die Klosterschule in Neusiedl am See entschieden haben. Bei weniger Kindern in einem Jahrgang ist das dann natürlich auch zu spüren, was zu allgemeiner Verunsicherung geführt hat.“ Überhaupt würde die EMS rundherum ausgezeichnete Bewertungen, sei es bei der IKM+ Testung oder bei der externen Schulbewertung des Ministeriums, einfahren. Nicht zuletzt bedeuten weniger Kinder in einer Schule auch mehr Aufmerksamkeit, die ihnen von den Lehrkräften gewidmet werden kann.
Sollte dieses Jahr eine erste Klasse zustande kommen, könnte man vorerst kollektiv erleichtert aufatmen: der kommende Jahrgang wird wieder etwas stärker als der jetzige. Und sollten die Anmeldungen dann ausreichen, stellte Bildungsdirektor Lehner laut Direktorin Sattler eine zweite Chance für den Erhalt der Schule in den Raum.