Großbrand in Stinatz: Zwei Gebäude des Heimathauses zerstört
170 Helfer im Einsatz
Am Sonntagabend ist es im Ortszentrum von Stinatz zu einem Großbrand gekommen. Zwei denkmalgeschützte Gebäude des Heimathauses wurden dabei vollständig zerstört. Die Ursache könnte ein Blitzeinschlag gewesen sein, die genaue Klärung erfolgt durch die Brandermittlung der Polizei.
© BFKDO Güssing
Der Alarm ging gegen 21:18 Uhr bei den Einsatzkräften ein. Bereits bei der Anfahrt wurde aufgrund der sichtbaren Brandausbreitung auf Alarmstufe B3 erhöht.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das Strohdach großteils in Vollbrand, dichter Rauch und starker Wind erschwerten die Löscharbeiten erheblich.
Über 170 Einsatzkräfte vor Ort
Insgesamt standen über 170 Einsatzkräfte im Einsatz. Das Feuer konnte gegen 23:00 Uhr unter Kontrolle gebracht werden, „Brand aus“ wurde um Mitternacht gemeldet. Der Einsatz war gegen 1:00 Uhr abgeschlossen.
Historisches Gebäude komplett zerstört
Trotz des raschen Eingreifens wurden zwei historische Gebäude komplett zerstört. Ein Übergreifen auf weitere Teile des Heimathauses, angrenzende Wohnhäuser, eine Trafostation und das nahe gelegene Feuerwehrhaus konnte jedoch verhindert werden.
Fahrzeuge der Feuerwehr in Brand
Zwei Fahrzeuge von Feuerwehrmitgliedern gerieten durch Funkenflug in Brand, die Brände wurden rasch gelöscht.
Neun Feuerwehren mit insgesamt 23 Fahrzeugen waren beteiligt. Für die Brandbekämpfung wurden neun Atemschutztrupps eingesetzt, ein Sammelplatz wurde eingerichtet. Zusätzlich waren vier Polizeikräfte sowie drei Sanitäter vor Ort.
Erheblicher Sachschaden
Einige Kulturgüter, darunter Puppen in traditioneller Stinatzer Tracht, konnten aus dem Gebäude gerettet werden. Der Sachschaden ist erheblich, auch der ideelle Verlust für die Gemeinde und den Verschönerungsverein Stinatz wird als groß eingeschätzt.
Doskozil sichert Unterstützung zu
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zeigt sich betroffen über die Zerstörung des Stinatzer Heimathauses als Folge eines Großbrandes. „Das Heimathaus war ein wertvolles kulturelles Biotop zur Bewahrung der einzigartigen Stinatzer Tradition und Bräuche. Der materielle und immaterielle Schaden ist enorm“, bedauert der Landeshauptmann.
Er sei den Mitgliedern der bei den Lösch- und Bergungsarbeiten involvierten Feuerwehren für ihren Einsatz dankbar. Das Land werde die Gemeinde selbstverständlich dabei unterstützen, gerettete Kulturgüter zu restaurieren und einen eventuellen „Neustart“ des Heimathauses zu ermöglichen.