19 Schulen werden Partner des Nationalparks

Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel

Der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel baut ein Netzwerk aus Partnerschulen auf. Im ersten Pilotjahr nehmen 19 Schulen teil, dabei war das Interesse deutlich größer als erwartet.

Von Klaus Zwinger

Gleich 19 Schulen machen im Pilotjahr mit.

Gleich 19 Schulen machen im Pilotjahr mit.

© Lukas Vendler

Der Nationalpark arbeitet seit vielen Jahren mit Schulen der Region zusammen, in einzelnen Workshops, Unterrichtsbesuchen und Projekten. Der Nationalpark-Cluster Illmitz/Apetlon erprobte erstmals eine engere, kontinuierliche Zusammenarbeit, auf die das Netzwerk nun aufbaut. Die Schulen erhalten verlässlichen Zugang zu Unterricht im Freien, Workshops, Unterrichtsmaterialien, Lernorten im Schutzgebiet sowie Fortbildungen und Netzwerktreffen. Die Nationalpark-Pädagogik wird gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern in den regulären Unterricht integriert, statt nur als Zusatzangebot zu dienen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche der Region langfristig zu erreichen und den Naturschutz zu stärken. Strategischer Partner ist die PH Burgenland, abgestimmt wird mit der Bildungsdirektion Burgenland.

Mehr Interesse als erwartet

Geplant waren für die beiden Pilotjahre rund elf Schulen, im aktuellen Schuljahr 2026/27 nehmen nun 19 teil: 13 Volksschulen, vier Mittelschulen, das BG/BRG Neusiedl am See und die Sonderschule Frauenkirchen. Die Partnerschaft ist zweistufig: Schulen starten als Nationalpark-Partnerschule und können sich später zur Nationalparkschule weiterentwickeln. Die Cluster-Schulen Illmitz/Apetlon starten wegen ihrer engen Anbindung direkt als Nationalparkschulen. Die Kooperationsvereinbarungen unterzeichneten die Schulen am 21. Oktober beim Kick-off im Nationalparkzentrum Illmitz, ab November starten die ersten gemeinsamen Aktivitäten.

Finanzierung bis Ende 2028

Die Schuljahre 2026/27 und 2027/28 sind Pilotjahre, danach läuft das Netzwerk ab 2028/29 im Regelbetrieb; alle vier Jahre ist eine Rezertifizierung vorgesehen. Die Gründungsphase wird über die Fördermaßnahme 78-03 des GAP-Strategieplans 2023–2027 des Landwirtschaftsministeriums (BML) zu 100 Prozent aus EU- und Bundesmitteln finanziert, die Laufzeit reicht von 2026 bis Ende 2028. Für die Schulen entstehen in den Pilotjahren keine Kosten. Parallel wird die Finanzierung danach abgesichert.