St. Georgen bricht Kirtags-Fluch
2. Klasse Nord
Nach 13 sieglosen Jahren konnte St. Georgen wieder das Auftaktspiel zum Georgi-Kirtag gewinnen.
Christopher Pinter (r.) avancierte mit seinen zwei Treffern zum Matchwinner.
© Johannes Götzinger
Es war kein normaler Freitagabend im Georgistadion. Wenn in St. Georgen der traditionelle Georgi-Kirtag ansteht, knistert die Luft. Doch über dem Auftaktspiel der heimischen Kicker lag ein hartnäckiger Fluch. Seit unglaublichen 13 Jahren warteten die Fans auf einen Heimsieg zur Kirtags-Eröffnung. „Man hat bei einigen Spielern gemerkt, wie wichtig ihnen dieses Fußballspiel war, im Fußball muss man aber immer locker bleiben“, blickte Spielertrainer Christopher Pinter auf die spürbare Anspannung zurück.
Diese geforderte Lockerheit brachte seine Elf anfangs auch perfekt auf den Rasen. Nach einer laut Pinter „verdienten 2:0-Führung“ durch ein Parndorfer Eigentor und seinen eigenen Treffer schien früh alles nach Plan zu laufen. Doch die Gäste nutzten ihre einzige nennenswerte Chance in Halbzeit eins prompt zum 2:1-Anschlusstreffer. Nach dem Seitenwechsel drohte die Partie tatsächlich zu kippen. St. Georgen ließ hochkarätige Chancen liegen, während Parndorf plötzlich das Kommando übernahm und massiv auf den Ausgleich drängte. Das alte Kirtags-Trauma schien für einen kurzen Moment wieder aufzuleben.
In genau dieser brenzligen Phase nahm Pinter das Heft jedoch höchstpersönlich in die Hand. Mit einem echten „Traumtor“ sorgte der Spielertrainer in der 79. Minute für die erlösende 3:1-Vorentscheidung. Kilian Buchreiter legte kurz darauf sogar noch das 4:1 nach, sodass der späte Parndorfer Treffer zum 4:2-Endstand den Jubel nicht mehr trüben konnte. „Fast auf den Tag genau nach 13 Jahren feiern wir wieder einen Sieg am Kirtag. Auch beim damaligen 2:1 gegen Mönchhof standen Domenic Steinhauser und ich in der Startaufstellung“, verriet Pinter.