2. Liga-Startschuss: Aufsteiger, Derbys und Titelfavoriten im Check

2. LIGA MITTE

Mit Weppersdorf gegen Pilgersdorf fällt am Freitag der Startschuss in die neue Saison. Zahlreiche Teams gehen nach personell schwierigen Vorbereitungen mit vielen Unbekannten in die erste Runde. Spannung versprechen vor allem die Bezirksderbys.

Von Von Alfred Wagentristl

Trainer Hannes Friesenbichler und Vizemeister Rohrbach gehen als Favoriten in die 2. Liga-Saison.

Trainer Hannes Friesenbichler und Vizemeister Rohrbach gehen als Favoriten in die 2. Liga-Saison.

© Martin Ivansich

Aufsteiger Weppersdorf macht am Freitag um 19 Uhr den Anfang gegen Pilgersdorf. Trainer Lorandt Schuller sieht sein Team nach einer „ordentlichen, tempo­reichen“ Vorbereitung bereit. Pilgersdorf reist mit Selbstvertrauen an, Obmann Thomas Schlögl peilt einen sicheren Mittelfeldplatz an – trotz vier Ausfällen (Dominik Schlögl, Markus Schlögl, Laszlo Kun, Alex Oppenberger). Der große Block startet um 19.30 Uhr. Einzige Ausnahme: Oberloisdorf gegen Schattendorf mit abweichender Anstoßzeit.

Derby mit vielen Fragezeichen

Das Bezirksderby Draßburg gegen Marz trägt das dickste Fragezeichen: beide stark verändert, daher schwer einzuordnen. Draßburg-Coach Dominik Schiefer war mit den Tests „grundsätzlich zufrieden“ – erwartet ein hartes, vielleicht hitziges Derby. Marz-Sektionsleiter Daniel Schmidl spricht von einer Vorbereitung „eher für die Reserve als für die Kampfmannschaft“ wegen vieler Ausfälle. Zum Start soll der Kader voll sein. Ziel: zumindest ungeschlagen bleiben.

Draßmarkt empfängt Aufsteiger Forchtenstein. Trainer Manfred Schaffer nutzte die kurze Vorbereitung, warnt vor Forchtensteins Standards – „Es gibt nichts zu unterschätzen“. Forchtenstein-Coach Ronny Spuller nennt den Auftakt bei heimstarken Draßmarktern eine Herausforderung, Ziel ist klar: ungeschlagen bleiben.

Daniel Bozecski, Sportlicher Leiter des SC Lockenhaus, rechnet mit gutem Besuch gegen Horitschon und einem nahezu kompletten Kader. „Wir sollten im Bezirksderby ziemlich komplett antreten können und wollen zu Hause natürlich punkten. Die letzten beiden Wochen hatten wir eine gute Trainingsbeteiligung, das stimmt zuversichtlich.“ Auf der anderen Seite bringt Horitschon Rückenwind aus einem 4:0‑Prestigesieg im Test gegen ersatzgeschwächte Oberpullendorfer mit. Trainer David Witteveen bremst aber die Euphorie: „Ein guter Auftritt, den wir aber nicht überbewerten wollen. In Sachen Intensität und Aktivität war das Spiel aber schon so, wie ich es mir vorstelle. Lockenhaus ist schwierig einzuschätzen, aber wir schauen auf uns.“

Holprige Vorbereitung auf beiden Seiten

Ein 0:10 im letzten Test gegen Bad Sauerbrunn – Neudörfl setzte ein negatives Ausrufezeichen. Co‑Trainer Markus Valenka ordnet ein: „Es ist viel zusammengekommen, eine derart hohe Niederlage tut weh. Gegen Neutal werden wieder einige Spieler mehr verfügbar sein. Zu Hause wollen wir anschreiben und uns vor den SCN‑Fans ordentlich präsentieren.“ Auch beim Gegner lief die Vorbereitung holprig. Neutal-Trainer Dieter Komanovits kämpft mit dem Personal: „Wir haben Verletzte, Urlauber und zwei Spieler mit Trainingsrückstand. Die Vorbereitung hätte besser laufen können. Der Gegner ist im Umbruch, ich erwarte ein offenes Spiel.“ Der ASV Pöttsching eröffnet zu Hause gegen die Spielgemeinschaft Kaisersdorf/Sankt Martin. Trainer Thomas Köller bremst Erwartungen: „Wir hatten ständig Ausfälle, das war kaum eine Vorbereitung. Die Kameradschaft passt, wir machen einfache Dinge und wollen Woche für Woche besser werden. Wo wir stehen? Schwer zu sagen. Den Gegner kann ich ebenso schwer einschätzen.“ Auf der Gegenseite steht für Peter Benes das erste Pflichtspiel mit seinem neuen Klub an. Seine Prognose: „Pöttsching ist eingespielt und wird zu Hause auf den Auftaktsieg gehen. Für uns heißt es defensiv stabil bleiben, dann ist alles möglich.“ Der Kader ist bis auf den urlaubenden Hermann Stocker komplett.

Die neue Spielgemeinschaft LOK eröffnet zu Hause gegen den SV Rohrbach. Obmann Romanus Fennes setzt auf wachsendes Gefüge: „Rohrbach ist klarer Titelfavorit mit starkem Kader. Wir wachsen gut zusammen. Außenseiter, ja – aber der Liga gewachsen.“ Rohrbach-Trainer Hannes Friesenbichler relativiert die Etikette: „In der absoluten Favoritenrolle sehe ich uns nicht, der Kader ist relativ schmal, da kann immer etwas passieren.“ Zudem hat Rohrbahc das letzte Spiel in Kobersdorf 1:3 verloren . Dennoch betont Friesenbichler: „Unsere Burschen wollen von Beginn an zeigen, was in ihnen steckt. Ich gehe positiv ins Auftaktspiel.“ Am Sonntag empfängt Oberloisdorf den SV Schattendorf. SVS‑Trainer Gerald Linshalm bleibt vorsichtig: „Oberloisdorf habe ich in guter Erinnerung. Zum Auftakt kein leichtes Los – sehr gut organisiert und motiviert.“ Oberloisdorf‑Coach Stefan Artner setzt ein Gegengewicht: „Ich erwarte Schattendorf sehr weit vorne, habe aber ein gutes Gefühl für Sonntag. Wir freuen uns auf das Auftaktspiel.“