Am Attersee fand das Tauchlager des Landesfeuerwehrverbandes statt. Auch Taucher aus dem Bezirk Mattersburg waren dabei.
Unwetter setzte Teile von Neudörfl unter Wasser
22 Einsätze
Am Sonntag, 13. Juli 2025, führte ein starkes Unwetter in Neudörfl zu Überschwemmungen. Bäume wurden geknickt. Die Feuerwehr stand stundenlang im Einsatz.
Ganze Straßenzüge wurden innerhalb kurzer Zeit überschwemmt.
© FF Neudörfl
Gegen 16 Uhr zog ein starkes, ortsstabiles Unwetter über Neudörfl, das neben Hagel auch starke Sturmböen und hohe Niederschlagsmengen mit sich brachte. Einige Wetterstationen in der Umgebung meldeten Regenmengen von knapp 90 Litern in einer halben Stunde.
Die erste Alarmierung, die bei der Feuerwehr Neudörfl einging, betraf einen Keller, der unter Wasser stand. Während die Feuerwehrleute ausrückten, wurden vier weitere Einsatzadressen mitgeteilt - die Mannschaft wurde daraufhin auf mehrere Fahrzeuge aufgeteilt, um an mehreren Orten gleichzeitig tätig werden zu können.
„Nahezu im Minutentakt kamen in der Anfangsphase neue Einsatzmeldungen hinzu, welche durch die Einsatzleitung auf Grund der Schadenslage priorisiert wurden“, heißt es auf der Facebook-Seite der Feuerwehr Neudörfl. Zusätzliche Feuerwehrleute mussten alarmiert werden, auch die Feuerwehr Sigleß wurde zur Hilfe gerufen.
22 Einsätze in vier Stunden
Gemeinsam mussten in knapp vier Stunden in Summe 22 Einsatzstellen abgearbeitet werden. Umgefallene Bäume wurden beseitigt, Verkehrswegen freigemacht und Kellern, die bis zu einem Meter unter Wasser standen, ausgepumpt.
„Besonders hervorheben möchten wir das Verständnis der Geschädigten, welche teilweise knapp eine halbe Stunde auf unser Eintreffen warten mussten, bevor wir mit der tatsächlichen Arbeit beginnen konnten“, dankt die Feuerwehr für die Geduld der Betroffenen. Alle Einsatzadressen seien jedoch unmittelbar nach der Alarmierung vom Einsatzleiter aufgesucht worden, um das Schadensausmaß zu beurteilen.
Bewohner halfen sich bereits selbst mit kleinen Tauchpumpen
„Auch durften wir feststellen, dass viele Haushalte bereits über kleine Tauchpumpen verfügen, um sich im Schadensfall schnell selber helfen zu können - wäre dies nicht der Fall gewesen, hätten wir weit mehr zu tun gehabt“, lobt die Feuerwehr die Eigeninitiative der Bevölkerung.
Anstatt das nicht besetzte Festnetztelefon im Feuerwehrhaus anzurufen, sollen Betroffene im Einsatzfall stets den Feuerwehrnotruf 122 wählen, nur so könne sichergestellt werden, dass tatsächlich Hilfe geleistet wird.
„Hiermit bedanken wir uns nochmals recht herzlich bei der Ortsbevölkerung, welche uns gestern mit Getränken während des Einsatzes versorgt, aber auch viel Mut und Dankbarkeit bei der anstrengenden Arbeit zugesprochen hat“, wendet sich die Feuerwehr an die Neudörfler. Ein Dankeschön wurde auch an die Kameraden der Feuerwehr Sigleß ausgesprochen.