Angeblicher Asbestfund vor Kinderkrippe

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Vor der Kinderkrippe in Oberwart hat Greenpeace Materialproben genommen.

Von Eva-Maria Leeb, authorVon Wolfgang Millendorfer

Hier soll sich angeblich auch Asbestgestein befinden.

Hier soll sich angeblich auch Asbestgestein befinden.

© Greenpeace Österreich

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat eine Asbestbelastung vor der Kinderkrippe in Oberwart festgestellt. Ein Labortest habe bei einer Materialprobe einen Asbestanteil von 20 bis 50 Prozent ergeben, erklärte Sprecher Stefan Stadler und forderte die Stadtgemeinde dazu auf, das Areal zu sperren und möglichst rasch zu sanieren.

Die belasteten Steine liegen laut der Umweltschutzorganisation zwischen Kinderkrippe und Gehweg. Hier bestehe die Gefahr, dass Kinder sie sammeln und mit ihnen spielen, meinte Stadler. Auch auf der hüfthohen Sockelleuchte vor der Krippe seien Asbestfasern nachgewiesen worden. Neben Maßnahmen am betroffenen Areal forderte Greenpeace auch eine Grundreinigung der Krippe, für den Fall, dass Fasern in die Innenräume gelangt sind.

„Wir nehmen die Sache ernst und wollen notwendige Schritte setzen“, betont Georg Rosner, der darauf hinweist, dass sämtliche Informationen und Untersuchungsergebnisse an die zuständige Taskforce des Landes weitergeleitet werden. Von ihr erwarte man sich eine fachliche Einschätzung sowie konkrete Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise. „Mir ist es aber wichtig, auf Grundlage gesicherter fachlicher Erkenntnisse zu handeln und keine unbegründete Verunsicherung auszulösen“, so der Stadtchef, dem die Gesundheit der Bevölkerung wichtig ist.

Auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner äußert sich zu dem Fund: „Gerade dort, wo Kinder spielen und betreut werden, müssen wir besonders vorsichtig sein. Die von Greenpeace veröffentlichten Befunde sind deshalb ernst zu nehmen. Für mich gilt beim Thema Asbest das Vorsorge- und Minimierungsprinzip: Wo belastetes Material offen liegt und Fasern freigesetzt werden können, muss es fachgerecht gesichert oder entfernt werden. Dass die Stadt Oberwart nun rasche Sanierungsmaßnahmen angekündigt hat, ist daher richtig und wichtig.“