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Arzneimittel

Notfallmaßnahmen Nasensprays bei allergischem Schock so wirksam wie EpiPen

Nasensprays sind bei allergischen Schocks (Anaphylaxie) so wirksam wie Auto-Injektionen mit einem sogenannten EpiPen. In manchen Fällen wird der flüssige oder pulverförmige Adrenalinspray sogar schneller ins Blut aufgenommen, zeigt eine Studie, die am Dienstag beim europäischen Kongress für Notfallmedizin (EUSEM) in Wien vorgestellt wurde. Allerdings ist erst ein solcher Nasenspray in Europa - einschließlich Norwegen und Island - sowie in den USA zugelassen und verschreibbar.

Medikamente 1,7 Prozent nehmen nach Operationen zu lange Opioide ein

Nach einer Operation nehmen 1,7 Prozent der Patientinnen und Patienten in Österreich auch nach drei bis sechs Monaten noch verschreibungspflichtige Opioide ein. Das geht über den Zeitraum hinaus, in dem der akute postoperative Schmerz in der Regel abgeklungen ist, betonte die MedUni Wien am Mittwoch. Die Forschenden haben vor dem Hintergrund der Opioidkrise in den USA mit vielen Abhängigen die Situation nach chirurgischen Eingriffen in Österreich untersucht und warnen nun.

Medizin Liebeshormon geht durch Magen: Neuer Ansatz gegen Bauchweh

Unter Darmentzündungen, wie sie etwa beim Reizdarm-Syndrom oder Morbus Crohn auftreten, leiden zahlreiche Menschen weltweit. Ein Kandidat für eine Behandlung ohne problembehaftete Opioide ist das oftmals als "Liebes- oder Kuschelhormon" bezeichnete Oxytocin. Ein Wiener Forschungsteam hat nun einen Weg gefunden, das Hormon derart zu präparieren, dass es die harschen Bedingungen im Magen überstehen kann. So kann es oral eingenommen werden und werde zur Behandlungsalternative.

Segen oder Fluch? Von japanischen Millionen und Hornsteiner Nasenspray

Der japanische Pharmakonzern Rohto Pharamceutical übernimmt 51 Prozent der Muttergesellschaft der Sigmapharm-Gruppe, die seit 2019 in Hornstein produziert. Nach großem Jobabbau und Werksschließungen möglicherweise eine Jubelmeldung für den Wirtschaftsstandort Hornstein - oder auch nicht.

Medizin Neue Krebsmedikamente oft nur wenig wirksam

Bei weltweit steigenden Zahlen von onkologischen Erkrankungen sind Krebsmedikamente von entscheidender Bedeutung für die Patienten. Doch die Praxis der möglichst schnellen Zulassung neuer Mittel erscheint zweifelhaft. 41 Prozent der Krebsmedikamente, die zwischen 2013 und 2017 in den USA per beschleunigtem Verfahren auf den Markt kamen, haben die Erwartungen nicht erfüllt, hat jetzt eine Studie ergeben.