Das Acht-Tore-Spektakel war kein Nervenkitzel

Burgenland Energie Landesliga

Pama befreite sich mit dem zweiten Sieg in Folge endgültig aus der Krise, während Lackenbachs Probleme immer imminenter werden. Das 3:5 klang nach einem echten Thriller, war aber nur wirklich für die Hausherren schaurig.

Von Sascha Strodl

Kimi Stammer (r.) bissen sich gegen Pama und Sebastian Toth immer wieder rein. Am Ende mussten seine Lackenbacher aber die nächste Pleite einstecken.

Kimi Stammer (r.) bissen sich gegen Pama und Sebastian Toth immer wieder rein. Am Ende mussten seine Lackenbacher aber die nächste Pleite einstecken.

© BVZ/Strodl

Lackenbach - Pama 3:5. Lackenbachs Interimscoach Florian Mileder stellte im Gegensatz zur 0:1-Heimniederlage gegen Halbturn zweimal um, brachte Niklas Vlasich anstelle von Sebastian Bauer und ließ zur Verwunderung einiger Fans Milan Hajmasi vorerst auf der Bank. Für ihn startete Benedek Tanyi, der in der Woche zuvor von Beginn an zuschaute. Der Ungar hatte auch die erste richtig gute Gelegenheit des Spiels, wurde aber von SK-Goalie Niklas Groß sehenswert entschärft. Davor gingen dessen Mannen allerdings in Führung. Patrik Lörincz nutzte den Rebound beim vergebenen Elfmeter von Marcel Szikonya. Der Strafstoß war allerdings äußerst umstritten, kurz darauf wurde auf Handspiel eines Pamaner Angreifers reklamiert - jedoch vergeblich.

Bittere Minuten für den Gästegoalie

Kurz darauf zeichnete sich Groß gegen Tanyi aus, keine sechzig Sekunden später stand der Torwart wieder im Mittelpunkt. Der vertändelte gegen Ahmet Mehic den Ball, Lackenbachs Kapitän bewies Übersicht und legte auf Adam Csire ab, der das Leder aus kurzer Distanz unter die Latte donnerte. Es sollte Groß´ letzte Aktion sein, weil er sich im Zweikampf mit Mehic unglücklich verletzte. Die folgenden zwanzig Minuten waren dann auch Lackenbachs beste Phase. Kurz vor der Pause entschärfte Groß´ Ersatz Mihailo Brankovic Torschütze Csire mit einer starken Parade, kurz nach dem Seitenwechsel setzte Csire einen Freistoß an die Latte.

Die Hoffnungen auf den ersten Lackenbacher Saisonsieg wurden aber schnell im Keim erstickt. Markus Szegner wurde in der 54. Minute an der zweiten Stange alleine gelassen und traf sehenswert per Halbvolley. In der 68. Minute war dann endgültig Schicht im Schacht - nicht nur, weil Lackenbach fortan mit sich selbst haderte und auseinanderbrach. Daniel Toths Schuss aus der zweiten Reihe wurde unhaltbar abgefälscht. Drei Minuten später zirkelte der Altstar einen Freistoß unwiderstehlich ins Kreuzeck.

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Es kam einfach keine Spannung auf

Eines musste man den Lackenbachern, die sich bei den Gegentreffern zum wiederholten Male in dieser Saison patschert anstellten und nicht umsonst die schwächste Defensive der Liga stellen, allerdings lassen. Sie gaben sich nicht auf. Milan Hajmasi traf nach Csire-Vorarbeit per Außenrist, kurze Zeit schien Hoffnung aufzukommen. Sebastian Toth machte diese aber ein letztes Mal zunichte, indem er den nächsten sehenswerten Treffer beisteuerte und via Innenstange traf. Den Schlusspunkt setzte eine Kopie des vorletzten Lackenbacher Treffers. Csire bediente Joker Hajmasi, der schnürte den Doppelpack.

Aus Sicht der Lackenbacher konnte man sich lediglich über drei erzielte Treffer freuen - das erste Mal in dieser Spielzeit traf man öfter als zweimal. Mit fünf Gegentreffern war das aber ein schwacher Trost. "Ich war zwar sehr froh, dass wir wieder einmal mehrere Tore geschossen haben, aber das bringt dir nichts, wenn du dann trotzdem mit null Punkten dastehst", seufzte Mileder.

David Pototschnig, Sportlicher Leiter des SK Pama: „Dieser Sieg war enorm wichtig, aber die drei Gegentore sind ärgerlich. Es waren einfache Fehler, die leicht zu verhindern gewesen wären.“

Statistik

Lackenbach - Pama 3:5 (1:1).- Tore: 0:1 (21.) Lörincz, 1:1 (30.) Csire, 1:2 (54.) Szegner, 1:3 und 1:4 (68. und 71., Freistoß), 2:4 (83.) Hajmasi, 2:5 (88.) Sebastian Toth, 3:5 (90+2.) Hajmasi.
SR: Jeger.- 150.
Lackenbach: Wiemer; Vlasich, Etiz, Karoly (68. Schöll), Exel; Stammer (54. Hajmasi), Mehic; Wukowitsch (83. Mörk), Cvetkovic, Tanyi; Csire.
Pama: Groß (32.) Brankovic; Czibula (90+1. Pittnauer), Szegner, Pipiska, Rak, Kürti; Glock, Daniel Toth; Sebastian Toth (90+1. Roth), Szikonya, Lörincz (80. Ruppitsch).
Reserve: 0:1 (Kovac).