Derbystimmung beim Spitzentanz in St. Margarethen

Burgenland Energie landesliga

Der Tabellenführer kommt zum Fünften. Das Derby zwischen St. Margarethen und Klingenbach ist am Samstag auch sportlich ein absolutes Spitzenspiel.

Von Günther Pavlovics

Bei St. Margarethen kann man im Derby wieder mit Spielmacher Ernest Grvala rechnen

Bei St. Margarethen kann man im Derby wieder mit Spielmacher Ernest Grvala rechnen

© Bernhard Fenz

St. Margarethen - Klingenbach; Samstag, 16 Uhr. Es ist schon Jahre her, dass das Derby auch sportlich ein Spitzenduell war. Im Oktober 2026 empfängt der Fünfte den Ersten. Auch wenn St. Margarethen am Wochenende die zweite Saisonniederlage kassiert hat, steht die Mannschaft von Franz Lederer sehr gut da, vor allem defensiv. St. Margarethen hat in zehn Spielen zehn Gegentore kassiert, zusammen mit Bad Sauerbrunn ist das der Topwert der Liga. Klingenbach bekam elf Gegentore, steht mit 23 geschossenen Treffern aber hinter den Aufstiegskandidaten Bad Sauerbrunn und Leithaprodersdorf auf Platz drei.

Auf Klingenbach warten im Herbst noch drei Topspiele

Klingenbach genießt nach zwei Saisonen Abstiegskampf den Platz an der Sonne. Allerdings wartet in der Herbstsaison noch ein anspruchsvolles Restprogramm. „Da kommen jetzt die Spiele, auf die alle heiß sind“, sagt Thomas Klemenschitz. Der Trainer von Klingenbach freut sich ebenfalls auf das Finale der Herbstsaison. In den letzten fünf Spielen warten (neben Halbturn und Edelserpentin) mit St. Margarethen, Leithaprodersdorf und Bad Sauerbrunn drei Spitzenspiele, alle vier Teams befinden sich derzeit unter den besten fünf. Die Klingenbacher waren schon nach vier Runden Erster, verloren danach aber zweimal. „Aber wir haben unsere Lehren daraus gezogen“, erklärt Thomas Klemenschitz. Nach dem 0:1 in Pinkafeld arbeitete man an der Chancenauswertung, weil man etliche Möglichkeiten vergeben hatte. Beim 2:3 gegen Deutschkreutz traf man zweimal, „aber wir waren in der Defensive zu anfällig.“ Es folgte ein 1:0 in Neudorf und drei weitere Siege mit je vier Toren. Nun geht es nach St. Margarethen zum Derby.

Klingenbach kommt mit einer eingespielten Mannschaft

„Schon vor der Meisterschaft, als wir nicht gewusst haben, dass wir so gut dastehen werden, haben alle Spieler gesagt, dass sie die Spiele gegen St. Margarethen und Leithaprodersdorf gewinnen wollen“, sagt Klemenschitz. Der letzte Sieg im Greabochstadion ist aber schon zehn Jahre her. Von den folgenden 14 Ligaspielen konnte man nur eines gewinnen. Klemenschitz kann in St. Margarethen auf seine Stammelf zurück greifen. Seit fünf Spielen ist die Klingenbacher Startelf unverändert. Diese Kontinuität ist auch ein Zeichen dafür, dass es nur wenige Verletzungen und Sperren gibt. Jakob Szorger und Lukas Stahleder, die beiden zweikampfstarken Zentrumspieler, halten bei jeweils drei Verwarnungen.

St. Margarethens Trainer Franz Lederer: "Klingenbach ist der Favorit"

Franz Lederer hatte den Sportplatz in Halbturn schnell und fuchsteufelswild verlassen. Seine Mannschaft hatte es nicht geschafft, den Abwehrriegel der dezimierten Seewinkler zu knacken. Vor dem Duell mit Tabellenführer Klingenbach will Franz Lederer keine Rechenbeispiele anstellen, aber seine Mannschaft hat in den letzten vier Spielen ordentlich Punkte liegen lassen. Gegen Kohfidisch lag man nach 90 Minuten 2:0 vorn und spielte 2:2. Gegen Neusiedl hätte man 3:0 führen müssen, ließ aber ein 1:1 zu. Und gegen Halbturn . . . Klingenbach liegt nur vier Punkte vor St. Margarethen. „Sie sind der Favorit, das ist man als Tabellenführer, da gibt es eine klare Rollenverteilung“, sagt Lederer vor dem Derby am Samstag. Seine Spieler nimmt er in die Pflicht. „Es waren wirklich viele St. Margarethner Fans mit uns in Halbturn. Da haben sie etwas gutzumachen.“ Bis auf Fabian Bayer sind alle Spieler einsatzbereit.

Spielmacher Ernest Grvala nach 30er-Urlaub wieder dabei

Auch Ernest Grvala. Der Spielmacher wurde am Sonntag 30 Jahre alt. Seine Frau überraschte ihn, aber auch den Verein, mit einem Kurzurlaub. „Er hat die Fähigkeit, so einen Riegel zu knacken“, meint Lederer. Die hat der Slowene in dieser Saison aber nur selten gezeigt, auch weil er eine Muskelverletzung hatte. Zuletzt aber hatte er ein Tor gegen Oberpullendorf erzielt und auch beim zweiten Treffer seine Beine im Spiel gehabt. Am Samstag bestand Igor Bosnjak nach langer Verletzungspause den Fitnesstest in der Reserve, wo er zwei Tore schoss. Auch Eigenbauspieler Tobias Schindler meldete sich mit einem Treffer aus der Verletzungspause zurück.