Drei Fußballerinnen aus St. Margarethen arbeiten für Wiener Traditionsklubs

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Aus Liebe zum Fußball: Lara Pichler, Laura Kroyer und Linda Lukac sind nicht nur in St. Margarethen aktiv, sondern auch bei Rapid, Vienna und der Austria.

Von Günther Pavlovics

Lara Pichler ist Kapitänin von St. Margarethen und arbeitet im Trainerteam beim Nachwuchs von Austria Wien

Lara Pichler ist Kapitänin von St. Margarethen und arbeitet im Trainerteam beim Nachwuchs von Austria Wien

© Thomas Werchota

Lara Pichler ist fußballerisch ein Tausendsassa. Die 25-jährige Eisenstädterin ist seit 2018 Spielerin bei St. Margarethen, beim burgenländischen Verband Referentin für Frauenfußball und Trainerin in der Akademie in Mattersburg. Und dann kam ein Anruf von der Wiener Austria, ein Angebot vom österreichischen Frauenmeister, das sie nicht ausschlagen konnte. Sie informierte Verband und Verein und sagte zu, seither ist Pichler im Trainerteam der Unter-15 der Violetten. Dafür fährt sie einmal bis zweimal die Wochen in den elften Wiener Gemeindebezirk zum Trainingsgelände der Mädchen. „Es ist interessant zu sehen, wie professionell die Strukturen bei so einem großen Verein sind", sagt Pichler. „Da kannst aus jeden Training etwas für dich selbst mitnehmen." Und so ganz nebenbei hat Pichler auch einen Zivilberuf, sie verdient ihr Geld als technische Zeichnerin.

Laura Kroyer und ihr Herzensklub

Laura Kroyer war Trainerin in St. Margarethen und arbeitet jetzt im Rapid-Nachwuchs im Trainerteam

Laura Kroyer war Trainerin in St. Margarethen und arbeitet jetzt im Rapid-Nachwuchs im Trainerteam

© Bernhard Fenz

Laura Kroyer ist seit diesem Sommer Teil des Trainerteams der Unter-14-Mannschaft von Rapid. Die 27-Jährige Trausdorferin kam 2016 zu St. Margarethen, wo mit einer kurzen Ausnahme (ein halbes Jahr in Bad Sauerbrunn) bis Sommer 2024 spielte. Sie war im ersten Jahr der burgenländischen Frauen-Landesliga Trainerin von St. Margarethen, versuchte es danach wieder auf dem Feld, musste wegen ihrer Knieproblemen aber ihre Spielerinnenkarriere endgültig beenden. Sie war schon bei Rapid, doch hörte sie in Wien auf, um ihre Ausbildung zur Pädagogin zu machen. Jetzt arbeitet sie in der Mittelschule in Siegendorf und beendete für Rapid ihre Tätigkeit als Co-Trainerin der Männermannschaft von St. Margarethen. „Ich habe mich mit Wolfgang Mayer super verstanden, sollte mit ihm die Unter 23 machen, aber ich wollte was Neues ausprobieren", sagt Kroyer. Und das bei Rapid, ihrem absoluten Traumverein. Dafür fährt sie drei Mal die Woche nach Wien zum Training und einmal zum Spiel.

Linda Lukac und ihr Herzenswunsch

Linda Lukac (Mitte) stürmt für St. Margarethen und arbeitet bei der Vienna im Management.

Linda Lukac (Mitte) stürmt für St. Margarethen und arbeitet bei der Vienna im Management.

© Thomas Werchota

Linda Lukac ist bei der Vienna zuständig für Marketing und Spieltagsmanagement. Die 25-jährige Eisenstädterin ist bei St. Margarethen seit sie Fußball spielt. Sie arbeitet bei einer Landesgesellschaft, „aber mein Traum war immer, im Fußball Fuß zu arbeiten". So machte sie ein Fernstudium in Deutschland und erwarb dort das Diplom zur Fußballmanagerin. Danach bewarb sie sich bei der Vienna, wo sie auf Sicht gerne eine Fixanstellung hätte. „Das ist ein Traditionsverein wie St. Margarethen", sagt die Stürmerin, die ihrem Verein weiter als Spielerin treu bleibt. Wenn es die Zeit zulässt. Denn an den Wochenenden ist sie immer bei den Vienna-Spielen oder repräsentiert den Klub auch bei Veranstaltungen wie dem Neustifter Kirtag. Sie ist an den Spieltagen auch bei den Männern dabei. Die wollen 2028 in die 1. Bundesliga. Und auch Lukac will nach weiter nach oben. „Vielleicht beim ÖFB arbeiten oder bei einem internationalen Verein wäre auch ein Traum."