Ein Mythos?

Kommentar

... über den sogenannten Trainereffekt.

Ein Mythos?

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Christopher Schneeweiss

Neuer Trainer, neues Glück? Diverse sportwissenschaftliche Studien haben darauf eine ernüchternde Antwort: Ein Trainerwechsel bringt langfristig meist keine nachhaltige Verbesserung. Zwar gibt es häufig ein kurzfristiges Hoch, doch dieses Strohfeuer erlischt meist nach wenigen Spielen. Oft liegt das schlicht daran, dass Mannschaften nach einer Negativserie ohnehin wieder zu ihrer normalen Leistungsstärke zurückfinden.

Dieser Befund passt ziemlich genau auf den FC Winden. Unter dem neuen Trainerduo Norbert Pammer und David Pototschnig wurden die ersten drei Partien gewonnen. Danach folgten drei Niederlagen. Beim FC St. Andrä blieb der erhoffte Trainereffekt hingegen bislang völlig aus. Selbst der erfahrene Coach Franz Ziniel konnte in seinen ersten beiden Spielen keinen Sieg feiern.

Natürlich kann ein neuer Trainer frische Impulse setzen, Spieler wachrütteln und Blockaden lösen. Aber eine Garantie für Punkte ist das noch lange nicht. Ein langjähriger Coach im Seewinkel sagte letztens zu mir: „Trainereffekt? Den gibt es nicht.“ Das aus dem Mund eines Experten zu hören, der oftmals schon als „Feuerwehrmann“ eingesprungen ist, sagt Einiges.

c.schneeweiss@bvz.at