Die Halbturner hatten zwar gute Chancen gegen Tabellenführer Klingenbach. Die Effizienz des Leaders führte aber schließlich zum Auswärtssieg.
Eisenstadt stürzt St. Georgen vom Thron
2. Klasse Nord
Der SC UNEX Eisenstadt schreibt gegen St. Georgen im Derby Geschichte.
Der Führungstreffer von Oliver Mancs (r.) war für St. Georgen letztlich zu wenig.
© Oliver Hanifl
Die Machtverhältnisse in der Landeshauptstadt sind neu geordnet. Nach Jahren des Derby-Frusts – wie der bitteren 1:8-Klatsche im Sommer 2025 – feierte der SC UNEX Eisenstadt mit dem 2:1 einen historischen ersten Sieg beim UFC St. Georgen. Dabei deutete in einer rassigen ersten Hälfte zunächst alles auf die alte Leier hin. Oliver Mancs brachte die Hausherren, nach einem Laufpass hinter die Abwehrkette, früh in Führung (27.), während St. Georgens Spielertrainer Christopher Pinter zwei ungenutzten Hochkarätern auf das 2:0 nachtrauerte, die sich später rächen sollten.
In der Kabine bewies Eisenstadts Trainer Philipp Schordje dann ein besonderes Gespür für die Situation: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir heute gewinnen werden. Dieser Satz kommt mir nicht oft in der Halbzeit über die Lippen.“ Sein Kalkül, dass die zuletzt sieglosen Hausherren durch den Vorsprung plötzlich etwas zu verlieren hatten, ging nach dem Seitenwechsel voll auf. Legionär Miklos Ruzicska, der im dritten Spiel in Folge für die Gäste traf, belohnte die engagierte Aufholjagd in der 51. Minute mit dem 1:1-Ausgleich.
In einem packenden Schlagabtausch, der laut Schordje von Alu-Treffern, harten Zweikämpfen und Emotionen geprägt war, avancierte Jonas Engelschall zum Derby-Helden. In der 66. Minute erzielte er den vielumjubelten 2:1-Siegtreffer für Eisenstadt. Während Pinter aufseiten der Gastgeber von einem „glücklichen Sieger“ sprach, hat der Triumph für die Eisenstädter massive tabellarische Auswirkungen. Mit nun 23 Zählern zieht der SCE am Stadtrivalen (21 Punkte) vorbei und erobert den dritten Rang. Für Schordje ist das Fazit nach diesem Nachmittag ohnehin glasklar: „Die Verhältnisse in der Landeshauptstadt sind damit bis zum nächsten Derby geklärt.“