Güssing: Kampfmannschaft trat nicht zum Spiel an

1. Klasse Süd

Der SV Güssing sorgte am Samstag für negative Schlagzeilen. Fürs Meisterschaftsspiel gegen Oberwart 1b konnte man keine Mannschaft stellen und trat nicht zum Spiel an. Es ist der Tiefpunkt der bisherigen Saison, laut Obmann Alois Mondschein aber nicht das Ende: Es soll weitergehen.

Von Max Wiesler

Güssing: Kampfmannschaft trat nicht zum Spiel an

© Martin Ivansich

Der SV Güssing durchlebt eine schwere Zeit. In der laufenden Meisterschaft holte man aus 12 Spielen nur drei Punkte, zudem sagte man die Reserve schon achtmal aufgrund von Spielermangel ab.

Am Samstag folgte der negative Höhepunkt der bisherigen Saison: Die Güssinger konnten für das Kampfmannschaftsspiel gegen Oberwart 1b keine Mannschaft stellen und sagten das Match, das um 17:30 Uhr stattgefunden hätte, am späten Vormittag ab.

„Wir hatten schlichtweg nicht genügend Spieler zur Verfügung“, erklärte Obmann Alois Mondschein der BVZ auf Nachfrage. „Eine Mischung aus Kranken und Verletzten macht es schwer, zudem ist unser Kader ohnehin schon klein. Das Match wäre sowohl für uns als auch für Oberwart sportlich wertlos gewesen, deshalb war das ein notwendinger Schritt“, so der Obmann. „Wir sind uns bewusst, dass das für Aufsehen gesorgt hat.“

Obmann: „Kämpfen, aber machen weiter“

Auf den Fußballplätzen des Landes wurde schon gemunkelt, ob das der Anfang vom Ende des Klubs ist. Mondschein hat da aber etwas dagegen: „Am kommenden Wochenende schaut die Lage sicher wieder besser aus und wir werden gegen Rudersdorf (Samstag, 15 Uhr) spielen. Und auch gegen Jabing im letzten Spiel des Herbstes.“

Auch über den Winter hinaus soll es weitergehen, meint Mondschein: „So sportlich trist es gerade ist, wir geben nicht auf und setzen alles daran, im nächsten Jahr eine konkurrenzfähige Mannschaft zu haben. Ich weiß, dass auch andere Vereine kämpfen. Dass wir als Güssing derzeit natürlich in der Auslage stehen, ist klar. Der Klub ist absolut traditionsreich. Wir kämpfen massiv, möchten und werden aber weitermachen“, hofft Mondschein auf „bessere Zeiten“.

Für Güssing ging es in den letzten Jahren steil bergab, 2022/23 spielte der Klub noch fast ausschließlich mit Spielern aus der Region in der Burgenlandliga. In den Jahren darauf rasselte man durch, seit dem Sommer ist man in der 1. Klasse und dort neben Minihof Liebau die Schießbude der Liga. 45 Gegentore in 12 Spielen, nur drei Punkte und jetzt noch der Nichtantritt sorgen für ein schiefes Bild.

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