Ein Abwehrchef fällt bis zur Winterpause aus, ein 16-Jähriger springt ins kalte Wasser und ein Stürmer trifft gleich doppelt ins Kreuzeck: In der Burgenlandliga war wieder einiges los. Dazu gibt es ein bitteres Déjà-vu, dreimal Aluminium-Pech und einen Comeback-Auftritt mit besonderer Vorgeschichte.
Loipersbacher Fluch: Der ASK Stoob fand im Duell keinen Weg vorbei am Schlussmann
1. Klasse Mitte
Sieben Hochkaräter, eine Mauer und ein Ball, der einfach nicht über die Linie wollte. Manchmal erzählt ein 0:0 die lauteste Geschichte des Spieltags.
Stoob-Coach Arnold Landauer und sein Team hatten in Loipersbach rund sieben Hochkaräter – und blieben doch ohne Torerfolg.
© Martin Ivansich
1. Klasse Mitte Es gibt Spiele, die man gewinnen muss und trotzdem nicht gewinnt. Für den ASK Stoob war das 0:0 beim SV Loipersbach so eines. „So eine Dominanz, wie wir sie dort aufgelegt haben, habe ich selten gesehen“, sagt Stoob-Trainer Arnold Landauer. Stoob hatte die Partie über 90 Minuten im Griff, war laufstark und erspielte sich rund sieben Hochkaräter. Schon in der ersten Hälfte hätte man mit drei Toren führen müssen. „Das Tor der Loipersbacher war verflucht.“ Seiner Mannschaft könne er keinen Vorwurf machen, die einzige Kritik sei die fehlende Belohnung. Auf der anderen Seite stand eine Mannschaft, die sich „hinten reingeworfen“ hat. „Wir haben versucht, alle Chancen zu verhindern“, sagt Loipersbach-Trainer Markus Schmidt. Offensiv sei es schwierig gewesen, Akzente zu setzen, auch weil Luca Sedlatschek in der ersten Hälfte mit einer Knieverletzung raus musste. Torhüter Bernd Kutrowatz und die beiden Innenverteidiger Gergö Török und John Holzmann hielten die Abwehr zusammen.#
Respekt auf beiden Seiten
In der zweiten Hälfte sicherte Loipersbach die Bälle besser und hielt vorne dagegen: „Zumindest waren wir wieder im Spiel.“ Ein Tor wurde wegen Abseits aberkannt, am Ende nahm Schmidt das 0:0 „zu 100 Prozent“. Für den Gegner hatte er große Worte: „Stoob ist ein sehr gutes, zielstrebiges Team, laufstark und technisch gut – das hat mir sehr imponiert.“ Landauer gab das Lob zurück: Loipersbach habe gekämpft bis zum Ende, und das sei bei diesem Druck nicht einfach gewesen.