Die Eisenstadt Dragonz erkämpfen sich zuhause gegen Liga-Neuling Kufstein Towers einen ungefährdeten Sieg. In den nächsten Runden könnten und sollten weitere Punkte folgen.
Mit 15 im McLaren: Pichler startet 2027 internationale Rennserie
Motorsport
Der nächste große Karriereschritt für die Hornsteinerin Lena Pichler: Die erst 15-Jährige wird 2027 gemeinsam mit Patrick Schober für TARGET Racing in der McLaren Trophy Europe antreten.
Lena Pichler mit ihrem Kollegen, Coach und Mentor Patrick Schober.
© zVg
Bei einem Test in Italien zeigte die junge Burgenländerin bereits ihr Potenzial. Ein besonderer Höhepunkt wartet mit einem Rennen auf der legendären Strecke von Le Mans.
620 PS, ein internationaler Rennkalender und ein Auftritt auf einer der berühmtesten Motorsportstrecken der Welt: Für Lena Pichler aus Hornstein steht im kommenden Jahr ein außergewöhnliches Kapitel ihrer noch jungen Rennfahrerkarriere bevor. Die 15-Jährige wird 2027 gemeinsam mit dem 22-jährigen Patrick Schober für TARGET Racing in der McLaren Trophy Europe an den Start gehen.
Das österreichische Duo wird sich dabei einen McLaren Artura Trophy EVO teilen. Insgesamt stehen zehn Rennen auf fünf Rennstrecken auf dem Programm. Einer der Höhepunkte ist der Auftritt auf dem vollständigen Circuit de la Sarthe im Rahmenprogramm der legendären 24 Stunden von Le Mans.
Für die junge Burgenländerin bedeutet das den nächsten großen Schritt im Motorsport. Dass sie sich auch in einem leistungsstarken GT-Rennwagen rasch zurechtfindet, stellte Pichler bei einem Test in Italien unter Beweis.
Sieben Trainingseinheiten in Cremona
Nach ersten Runden auf der Rennstrecke in Varano ging es für Pichler und Schober nach Cremona. Dort standen sieben Trainingssitzungen auf dem Programm, wobei die Hornsteinerin den Großteil der Fahrzeit übernahm.
Schober, der künftig nicht nur ihr Teamkollege, sondern auch ihr Coach und Mentor sein wird, unterstützte die Nachwuchsrennfahrerin bei der Eingewöhnung an den McLaren. Gemeinsam mit Ingenieur Steven analysierten die beiden nach jedem Stint die aufgezeichneten Fahrzeugdaten.
Dabei ging es um zahlreiche Details, die auf der Rennstrecke entscheidend sein können: Bremspunkte, Ideallinie, Kurventechnik und den richtigen Umgang mit der Leistung des Fahrzeugs. Schober absolvierte zudem Referenzrunden und erklärte seiner jungen Teamkollegin die Besonderheiten des McLaren sowie des Push-to-Pass-Systems, mit dem kurzfristig zusätzliche Leistung abgerufen werden kann.
Für Pichler war es ein intensiver Testtag, bei dem sie sich kontinuierlich steigern konnte. Am Ende lag die 15-Jährige nach Einschätzung ihres Mentors weniger als eine Sekunde hinter dessen Referenzzeit.
Ein bemerkenswertes Ergebnis, schließlich verfügt Schober bereits über entsprechende Erfahrung mit dem Fahrzeug. Zuletzt hatte er gemeinsam mit Alessandro Fabi beim Finale der McLaren Trophy in Portimão den dritten Platz belegt.

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„Sie hat sich von Runde zu Runde gesteigert“
Entsprechend zufrieden zeigte sich Schober mit der Leistung seiner künftigen Teamkollegin.
„Sie hat sich von Runde zu Runde gesteigert. Das Team war zufrieden, ich als Coach war zufrieden – und das Wichtigste: Sie war ebenfalls mit ihrer Leistung zufrieden“, erklärte der 22-Jährige.
Auch Pichler selbst zog ein positives Fazit. „Ich konnte dem Auto sehr vertrauen. Patrick und die Datenanalyse haben mir viel geholfen. Es hat mir wirklich großen Spaß gemacht, und ich habe tolles Feedback vom Team bekommen.“
Die Hornsteinerin konnte damit nicht nur wertvolle Erfahrungen im Umgang mit dem 620 PS starken Rennwagen sammeln, sondern auch das Zusammenspiel mit ihrem künftigen Teamkollegen und dem Rennteam weiterentwickeln.
Maschinenbau als zweites Standbein
Interessant ist auch Pichlers schulischer Hintergrund. Die 15-Jährige besucht eine HTL mit Schwerpunkt Maschinenbau. Damit beschäftigt sie sich nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch im Unterricht mit technischen Zusammenhängen.
Gerade im modernen Motorsport spielt das Verständnis für Fahrzeugtechnik und Datenanalyse eine wesentliche Rolle. Die Arbeit mit Ingenieuren, das Auswerten von Rundenzeiten und die gezielte Anpassung der Fahrweise gehören längst zum Alltag professioneller Rennteams.
Bei den Testfahrten in Cremona konnte Pichler diese Bereiche unmittelbar miteinander verbinden.
Begleitet wurde der Test von den Familien beider Fahrer. Pichler bedankte sich zudem für die Unterstützung durch motorSPORTaktiv und das Vertrauen ihres Mentors.
Noch eine Hürde vor dem Saisonstart
Trotz der gelungenen Vorbereitung ist für den geplanten Saisonstart noch eine wichtige Voraussetzung zu erfüllen.
Die McLaren Trophy Europe startet bereits im April 2027. Lena Pichler feiert ihren 16. Geburtstag allerdings erst am 1. Mai. Für die Teilnahme benötigt sie eine internationale C-Rundstreckenlizenz, deren vorzeitige Erteilung derzeit noch nicht genehmigt ist.
McLaren setzt sich deshalb dafür ein, dass die junge Österreicherin die erforderliche Lizenz bereits vor ihrem 16. Geburtstag erhält. Eine Entscheidung steht noch aus.
Sollte die Genehmigung rechtzeitig erfolgen, könnte Pichler bereits beim Saisonauftakt gemeinsam mit Schober antreten. Andernfalls müsste ihr Einstieg entsprechend angepasst werden.
Le Mans als besonderes Highlight
Unabhängig von dieser noch offenen Frage laufen die Vorbereitungen auf die Saison 2027 bereits auf Hochtouren. Weitere Trainings- und Testfahrten sollen Pichler helfen, sich mit dem McLaren und den Anforderungen der internationalen Rennserie vertraut zu machen.
Mit dem Auftritt in Le Mans wartet dabei ein besonderer Höhepunkt. Der Circuit de la Sarthe zählt zu den bekanntesten Rennstrecken der Welt. Dass die McLaren Trophy Europe im Rahmenprogramm des 24-Stunden-Klassikers gastiert, macht die kommende Saison für das österreichische Duo zusätzlich reizvoll.
Für die erst 15-jährige Hornsteinerin eröffnet sich damit die Möglichkeit, schon in jungen Jahren auf internationaler Bühne Erfahrungen zu sammeln. Der erfolgreiche Test in Cremona war dafür ein vielversprechender nächster Schritt.

Ein Rennfahr-Duo mit den Eltern: Peter Schober, Hedviga Schoberova, Patrick Schober, Lena Pichler, Sabine Pichler, Hannes Pichler (v.l.).
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