Mit 15 schon Doppel-Meister: Noel Žák träumt vom Formelsport

Kartsport

Vier Rennsaisonen, viermal auf dem Meisterschaftspodest, zwei Titel und nun die zweite Teilnahme an einem Weltfinale: Der erst 15-jährige Parndorfer Noel Žák zählt zu den erfolgreichen Nachwuchsfahrern im Kartsport. Doch sein Weg soll noch viel weiter führen. Schon 2027 könnte er erstmals in der Formel 4 antreten.

Von BVZ Redaktion

Mit 15 schon Doppel-Meister: Noel Žák träumt vom Formelsport

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Andere Jugendliche in seinem Alter machen gerade ihre ersten Erfahrungen mit dem Moped. Noel Žák hingegen kämpft auf internationalen Rennstrecken um Meistertitel, feilt am Simulator an seiner Fahrtechnik und arbeitet bereits an seinem nächsten großen Karriereschritt. Der 15-Jährige aus Parndorf hat ein klares Ziel vor Augen: Er will den Sprung vom Kartsport in den professionellen Automobilrennsport schaffen.

Dass dieser Traum nicht bloß eine Wunschvorstellung ist, zeigen seine bisherigen Ergebnisse. In vier Rennsaisonen stand Žák viermal auf dem Meisterschaftspodest. Zweimal holte er bereits den Titel. Der jüngste Erfolg gelang ihm in der Senior-MAX-Klasse der Rotax MAX Challenge CZ, einer Staatsmeisterschaft innerhalb der weltweiten Rotax-Rennserie.

Mit dem Gesamtsieg beim Saisonfinale auf dem Slovakia Ring krönte sich der Burgenländer zum Meister – und das gleich in seinem ersten Jahr in der Senior-Klasse. Zugleich sicherte er sich damit das Ticket für die Rotax MAX Challenge Grand Finals, das Weltfinale der Rennserie, das im November im portugiesischen Portimão ausgetragen wird.

Gegen erfahrene Piloten durchgesetzt

Bemerkenswert ist vor allem, unter welchen Voraussetzungen Žák seinen jüngsten Titelgewinn feiern konnte. Als Neuling in der Senior-MAX-Klasse traf der 15-Jährige auf Konkurrenten, die teilweise bereits über jahrelange Erfahrung in dieser Kategorie verfügten.

Dazu verlief die Saison keineswegs reibungslos. Eine Disqualifikation kostete ihn wertvolle Meisterschaftspunkte, hinzu kamen unverschuldete Rennausfälle. Doch anstatt sich davon aus der Bahn werfen zu lassen, steigerte sich der Parndorfer im Saisonverlauf kontinuierlich.

Beim Finale auf dem Slovakia Ring gelang schließlich der entscheidende Erfolg. Žák gewann die Gesamtwertung des Rennwochenendes und sicherte sich damit auch den Meistertitel.

„Rückschläge motivieren mich nur noch mehr. Aufgeben ist für mich keine Option“, sagt der Nachwuchsrennfahrer.

Es ist eine Einstellung, die sich durch seine noch junge Karriere zieht. Denn seit seinem Einstieg in den Rennsport ist Žák praktisch durchgehend im Spitzenfeld unterwegs.

Das Ticket ins Glück: Portugal ist dix eine Reise wert.

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Vier Jahre, vier Podestplätze

Seine sportliche Entwicklung liest sich wie eine bemerkenswerte Erfolgsserie.

2023 absolvierte Žák seine erste Rennsaison in der Mini-MAX-Klasse und wurde auf Anhieb Vizemeister. Schon ein Jahr später folgte der erste große Titel: 2024 gewann er die Meisterschaft in der Junior-MAX-Klasse und qualifizierte sich erstmals für das Rotax-Weltfinale, das damals im italienischen Sarno stattfand.

Auch 2025 blieb er auf Erfolgskurs und beendete die Junior-MAX-Meisterschaft auf dem dritten Gesamtrang. Nun folgte mit dem Senior-Titel der nächste Karriereschritt.

Das bedeutet: In jeder seiner bisherigen vier Rennsaisonen landete der Burgenländer unter den besten drei Fahrern der Meisterschaft. Und das, obwohl er mittlerweile bereits mehrere Alters- und Leistungsklassen durchlaufen hat.

Training auf der Strecke und am Simulator

Hinter diesen Ergebnissen steckt weit mehr als das Talent, ein Kart schnell um die Kurven zu bewegen. Žák investiert viel Zeit in seine Vorbereitung.

Neben regelmäßigen Trainingseinheiten auf der Kartstrecke arbeitet er am Rennsimulator an seiner Fahrtechnik. Dazu kommen körperliches Training und mentale Vorbereitung.

Gerade im Motorsport sind Konzentration, schnelle Entscheidungen und der Umgang mit Druck entscheidende Faktoren. Ein kleiner Fehler kann über Sieg oder Niederlage entscheiden – und im schlimmsten Fall wichtige Meisterschaftspunkte kosten.

Wie gut Žák mit solchen Situationen umgehen kann, hat er in dieser Saison bewiesen. Trotz der Rückschläge gelang es ihm, im Titelkampf die Oberhand zu behalten.

 Noel Žák ist in Portugal mit dabei.

Noel Žák ist in Portugal mit dabei.

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Weltfinale mit gleichen Voraussetzungen

Die nächste große Herausforderung wartet bereits. Von kommenden Samstag (7.) bis 14. November wird Žák bei den Rotax MAX Challenge Grand Finals im portugiesischen Portimão antreten. Es ist nach 2024 seine zweite Teilnahme am Weltfinale.

Dort trifft der Parndorfer auf die besten Senior-MAX-Piloten aus aller Welt. Besonders interessant ist das Format der Veranstaltung: Anders als bei vielen anderen Motorsportbewerben können die Fahrer nicht einfach auf ihr gewohntes Rennmaterial zurückgreifen.

Chassis, Motoren und Reifen werden vom Veranstalter bereitgestellt und per Los zugeteilt. Damit sollen möglichst vergleichbare technische Voraussetzungen geschaffen werden.

Für Žák bedeutet das, dass vor allem sein fahrerisches Können, die Rennstrategie und eine möglichst fehlerfreie Leistung den Ausschlag geben werden.

Der Wettbewerb ist damit nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit, sich auf internationaler Bühne mit der Konkurrenz zu messen.

Der Traum vom Formelsport

Doch der Kartsport soll für Noel Žák nicht die Endstation sein. Seine längerfristigen Pläne führen ihn in Richtung Automobilrennsport.

Für 2027 sind zunächst hauptsächlich internationale Kartrennen in verschiedenen Rennklassen vorgesehen. Gleichzeitig möchte der Burgenländer erste Erfahrungen in Formel-Rennwagen und GT4-Fahrzeugen sammeln.

Sollten die finanziellen Voraussetzungen stimmen, könnte er bereits in der zweiten Jahreshälfte 2027 erste Rennen in der Formel 4 bestreiten. Ab 2028 ist schließlich der endgültige Wechsel in den Automobilrennsport geplant.

Die Formel 4 gilt als eine der Einstiegsklassen in den internationalen Formelsport. Junge Fahrer können dort erste Erfahrungen mit Formel-Rennwagen sammeln und sich für höhere Rennklassen empfehlen.

Für Žák wäre dieser Schritt die nächste große Etappe seiner noch jungen Laufbahn.

Die finanzielle Herausforderung

So beeindruckend die bisherigen sportlichen Ergebnisse sind, so groß ist allerdings auch die Herausforderung abseits der Rennstrecke.

Motorsport ist teuer. Schon der internationale Kartsport erfordert erhebliche finanzielle Mittel. Ein Aufstieg in den Formelsport bringt noch einmal deutlich höhere Anforderungen mit sich.

Einige Partner unterstützen den Parndorfer bereits. Für den geplanten Einstieg in die Formel 4 reicht die bisherige Finanzierung allerdings noch nicht aus. Deshalb ist Žák auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern, die seine sportliche Entwicklung begleiten.

„Ohne starke Partner ist dieser Weg nicht möglich. Was ich selbst beeinflussen kann, ist meine Leistung, und daran arbeite ich jeden Tag“, erklärt der 15-Jährige.

Der junge Burgenländer weiß also, dass Talent und Erfolge allein nicht ausreichen werden. Gleichzeitig hat er in den vergangenen vier Jahren bewiesen, dass er sportlich in der Lage ist, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

Sein nächstes großes Ziel ist nun das Weltfinale in Portugal. Dort will Žák zeigen, dass er auch gegen die internationale Spitze bestehen kann.

Und vielleicht ist dieses Rennen nur eine weitere Zwischenstation auf einem Weg, der ihn eines Tages vom Kart in einen Formel-Rennwagen führen wird.

Mit 15 schon Doppel-Meister: Noel Žák träumt vom Formelsport

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Noel Žák - Wissenswertes
Heimatort: Parndorf Rennserie: Rotax MAX Challenge CZ Aktuelle Rennklasse: Senior MAX Meistertitel: 2 (2024, 2026) Meisterschaftspodestplätze: 4 in 4 Saisonen Weltfinal-Teilnahmen: 2024 und 2026 Bisherige Karriere 2023 Vizemeister Mini MAX 2024 Meister Junior MAX, Weltfinale in Sarno (Italien) 2025 Dritter Gesamtrang Junior MAX 2026 Meister Senior MAX, Qualifikation für Weltfinale in Portimão (Portugal) Die nächsten Ziele 2027: Internationale Kartrennen, erste Formel- und GT4-Tests, bei ausreichender Finanzierung möglicherweise erste Formel-4-Rennen 2028: Geplanter Wechsel in den Automobilrennsport