Weil Rust aufgestiegen und Neusiedl abgestiegen ist, kommt es in der Burgenlandliga erstmals zum Duell der beiden Seestädte. Beide kämpfen um den Klassenverbleib.
Parndorf erfüllt die Pflicht: 3:1 gegen Schlusslicht Wienerberg
Regionalliga Ost
© Martin Ivansich
Gegen das Tabellenschlusslicht Wienerberg, das bis dahin erst einen Zähler auf dem Konto hatte, war der SC/ESV Parndorf gefordert. Die Favoritenrolle war klar verteilt. Die Gastgeber taten sich schwerer als erwartet. Zwar übernahmen die Parndorfer von Beginn an die Kontrolle und waren über weite Strecken dominant, die gewohnte Sicherheit im Spiel fehlte allerdings. Fehlpässe und Ungenauigkeiten verhinderten einen flüssigen Spielaufbau.
Chancen auf die Vorentscheidung ausgelassen
Für die Führung sorgte Ebrima Fofana mit dem Treffer zum 1:0. Danach boten sich den Hausherren mehrere Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen. Fofana, Dominik Schmidt und Marek Rigo hatten gute Gelegenheiten, wobei vor allem Rigo eine Riesenchance ungenutzt ließ und den Ball über das Tor setzte.
So blieb Wienerberg im Spiel und zeigte sich kämpferisch. Die Gäste hielten gut dagegen und kamen nach einem Standard tatsächlich zum 1:1-Ausgleich. Plötzlich war die Partie wieder offen und bei den Parndorfern machte sich die Verunsicherung bemerkbar.
„Wir waren zwar dominant, aber nicht so sicher wie sonst. Wir haben uns zu viele Fehlpässe geleistet. Es war kein gutes Spiel von uns“, analysierte Trainer Paul Hafner kritisch.
Schmelzer sorgt für wichtige Pausenführung
Umso wichtiger war der Zeitpunkt des zweiten Parndorfer Treffers. Noch vor dem Seitenwechsel schlugen die Hausherren zurück: Nach einem Stanglpass von Schmidt kam Schmelzer zum Abschluss. Sein Schuss aus rund 16 Metern wurde vom Wienerberg-Keeper abgewehrt, den Abpraller verwertete Schmelzer jedoch zum wichtigen 2:1.
Damit ging Parndorf mit einer Führung in die Kabine und konnte sich für die zweite Hälfte neu einstellen.
Mehr Stabilität nach der Pause
In der Halbzeitpause fand Hafner offenbar die richtigen Worte. Parndorf kam mit mehr Nachdruck aus der Kabine und stand defensiv deutlich stabiler. Wienerberg fand kaum noch Möglichkeiten, die Gastgeber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Allerdings dauerte es bis in die Schlussphase, ehe die Entscheidung fiel. Schmidt schlug einen langen Ball nach vorne, der schließlich zum 3:1 führte. Damit war der Heimsieg endgültig abgesichert.
Unter dem Strich standen für Parndorf drei wichtige Punkte und nach Abschluss der Hinrunde insgesamt 22 Zähler zu Buche. Damit ist auch die Platzierung für die Winterpause noch nicht endgültig fixiert: Sollte Scheiblingkirchen im heutigen Duell gegen Horn nicht gewinnen, überwintert die Elf von Trainer Paul Hafner auf dem sechsten Tabellenplatz. Der 3:1-Erfolg gegen Wienerberg war dafür jedenfalls ein wichtiger Schritt – auch wenn die spielerische Leistung noch Luft nach oben ließ.