SCO: Schrillende Alarmglocken vor dem Richtungweiser

Burgenland Energie Landesliga

Oberpullendorfs Trainer Florian Hotwagner übte nach der Pleite in Klingenbach ordentlich Kritik, richtet den Blick aber schon wieder (weit) nach vorne.

Von Sascha Strodl

Csongor Harangozo bekam gegen Klingenbach die Höchststrafe, muss zeitgleich aber mit seinem Team schnell nach vorne blicken.

Csongor Harangozo bekam gegen Klingenbach die Höchststrafe, muss zeitgleich aber mit seinem Team schnell nach vorne blicken.

© BVZ/Strodl

Oberpullendorf - Edelserpentin; Freitag, 19.30 Uhr. Mit einem Blick auf den Spielbericht war eigentlich alles gesagt. Csongor Harangozo und Youngster Sebastian Frittum waren die offensichtlichsten Leidtragenden, denn Cheftrainer Florian Hotwagner wechselte bereits in der 37. Minute doppelt.„Eigentlich hätte ich sieben Spieler wechseln müssen“, sagt er. Zu dem Zeitpunkt lag man 0:3 gegen den nunmehrigen Tabellenführer Klingenbach zurück. Es gab nichts, was Hotwagner nicht kritisieren konnte. Von der Körpersprache bis hin zu den Gewinn der zweiten Bälle - Oberpullendorf ließ jegliche Basics vermissen. „Ich rede da wirklich noch nicht einmal vom Spielerischen. Das war unterirdisch und nicht landesligatauglich“, fand der Übungsleiter deutliche Worte. Die zweite Halbzeit empfand er als noch in Ordnung, war sie aber nicht die Rede wert.

Ein Sprichwort einmal anders

Es sind düstere Wolken, die sich nun über dem Fenyös-Stadion ausbreiten. Oberpullendorf liegt weiterhin auf einem Abstiegsplatz und hat nach dem Kohfidischer Überraschungserfolg in Bad Sauerbrunn den Vorletzten direkt im Genick sitzen. Gegen Edelserpentin braucht es fast schon einen Sieg.

Die Südburgenländer haben sich nach einem sehr schwachen Start erholt und in den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt. Schwer genug, für Oberpullendorf gegen jenes Selbstvertrauen selber wieder in die Spur zu finden. „Wieder ist gut gesagt. Sie sind in einer Phase, in der wir noch nie waren“, sagt Hotwagner und fügt hinzu: „Und das mit einer irrsinnig jungen Mannschaft. Da kann also nicht mal mehr unsere fehlende Erfahrung das Alibi sein.“

Eine Sache stimmt ihn aber halbwegs positiv. „Dass jeder jeden schlagen kann, aber daran musst du glauben und deine Hausaufgaben erledigen.“ Im selben Atemzug macht er sich auch schon Gedanken über die Winterpause. Derzeit sehe er nur einen kleinen Stamm in der Mannschaft, die den Ernst der Lage erkannt hat. „Der Rest spielt teilweise so, als hätten wir die 26. Runde mit 40 Punkten am Konto“, erwartet er sich vom Großteil des Teams schlicht und einfach mehr.

Änderungen angeteasert

Gleichzeitig spricht er aber auch die fehlende Breite an, um eventuell schon vor der Winterpause Konsequenzen zu ziehen. Noch ist es aber nicht so weit, meint er: „Erstens musst du jetzt ein paar Punkte hamstern“, kündigt aber personelle Veränderungen mehr oder weniger jetzt schon an: „aber spätestens dann musst du reagieren. Sonst wird das Frühjahr mehr als schwierig.“