Dass alle drei Ostliga-Vereine den Zulassungs-Workshop für die 2. Liga besucht haben, ist ein gutes Zeichen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Sechs-Punke Spiel: SPG Nikitsch/Kr. Minihof gegen den SC Unterfrauenhaid verspricht ein Duell auf Augenhöhe
1. Klasse Mitte
Wenn die SPG Nikitsch/Kr. Minihof den SC Unterfrauenhaid empfängt, geht es um mehr als drei Punkte.
Die SPG Nikitsch/Kroatisch Minihof empfängt am Samstag den SC Unterfrauenhaid – ein „Sechs-Punkte-Spiel“, wie Jürgen Eidler sagt.Foto: Martin Ivansich
© Martin Ivansich
Der Schlager der Runde steigt am Samstag in Nikitsch: Die SPG Nikitsch/Kroatisch Minihof empfängt den SC Unterfrauenhaid und für Trainer Jürgen Eidler ist das mehr als nur ein Spitzenspiel. „Meiner Meinung nach sollte Nikitsch ganz vorne mit dabei sein“, sagt er. „Sie haben viele Routinierte und starke Spieler, ich finde, sie marschieren immer etwas im Schatten und spielen alles solide herunter.“ Eidler spricht von einem „Sechs-Punkte-Spiel für beide Seiten“: Gewinnt Nikitsch, ist es wieder punktgleich mit Unterfrauenhaid auf Platz drei, gewinnt Unterfrauenhaid, setzt es sich von Nikitsch ab. Unterfrauenhaid reist mit viel Selbstvertrauen an. Nach der Derby-Niederlage in Raiding zeigte die Mannschaft mit dem 7:2 gegen Rabnitztal eine deutliche Reaktion, Jan Steiner traf dreimal und ist laut Eidler in Topform. Den Druck sieht der Trainer trotzdem eher beim Gegner: „Wir versuchen, ohne Druck in die Partie zu gehen. Nikitsch hat meiner Meinung nach etwas mehr Druck, weil sie drei Punkte hinten liegen.“ Er erwartet ein Spiel „auf Augenhöhe mit viel Qualität“. Nikitsch-Trainer Daniel Pratl weiß, was auf dem Spiel steht: „Wenn wir vorne dabei bleiben wollen, müssen wir alles reinwerfen, um mindestens einen Punkt mitzunehmen.“ Mit 22 Punkten steht die SPG auf Platz sechs, punktgleich mit dem Vierten Kroatisch Geresdorf und dem Fünften Stoob. „Jeder Punkt zählt im engen Rennen um den Anschluss an die Spitze.“ Nach dem 2:0 in Tschurndorf, bei dem die Chancenverwertung erneut besser hätte sein können, ist vor allem die Offensive gefordert.
Liga auf Augenhöhe
„Es ist eine sehr ausgeglichene Liga“, sagt Eidler: Zwischen Tabellenführer Raiding und dem Siebten Antau liegen nur sechs Punkte, das Rennen um die Herbstkrone und den Meistertitel bleibt spannend. „Es kann jederzeit alles passieren. Das zeugt von enormer Qualität über viele Teams hinweg.“ Raiding muss am Samstag zur SPG Rabnitztal. Trainer Anton Drabeck erwartet „wie jedes Spiel ein schweres Spiel gegen einen kampfstarken Gegner“: „Man weiß bei Rabnitztal nie so richtig, was uns erwartet.“ Drei Punkte wären „natürlich top“, die „oberste Devise ist aber, ungeschlagen zu bleiben“. Stoob will beim SV Loipersbach nachlegen. Trainer Arnold Landauer erwartet „eine sehr junge und schnelle Mannschaft“ und will „wenn möglich sogar einen Sieg holen“ – den vierten in Serie. Clemens Friedl stößt zum Kader zurück, Balint Szabo fällt verletzt aus. „Wir bleiben in unserem Flow”, sagt Landauer. Ein Erfolg wäre wichtig, um sich weiter vom Tabellenmittelfeld abzusetzen. „Wichtig ist, dass wir unser Spiel aufziehen und in den Zweikämpfen Präsenz zeigen – alles andere ergibt sich dann.” Loipersbach hatte zuletzt wegen der Absage in Unterpullendorf spielfrei. Am Sonntag erwartet Kroatisch Geresdorf den SC Mannersdorf. Obmann Christoph Biricz will keine Prognose abgeben: „Wir sind zeitweise selbst eine Wundertüte, aber wir wollen wieder in die Spur kommen und gewinnen.” Szilveszter Wertetics fehlt verletzt weiterhin, auch Fabian Buranits geht ab. „Natürlich setzen wir alles daran, möglichst viel mitzunehmen.” Mannersdorf geht nach einer Pause, in der Trainer Reinhard Schock die Kräfte schonen wollte, in die letzten drei Spiele der Hinrunde. Schon am Freitag bittet Baumgarten den SC Neckenmarkt zum Heimspiel. Baumgarten will nach dem 0:6 in Dörfl wieder in die Spur finden, Neckenmarkt musste sich zuletzt Antau mit 0:2 geschlagen geben. Antau empfängt am Samstag Unterpullendorf, das nach der wildschweinbedingten Absage wieder auf dem Platz steht, wenn auch auswärts. Und die SPG Hrvati will nach dem 2:3 in Stoob gegen Tschurndorf zurück in die Erfolgsspur, das zuletzt in Nikitsch ohne einen einzigen Torschuss in der zweiten Hälfte blieb. In einer Liga, in der sich im Mittelfeld alles um wenige Punkte dreht, kann jedes dieser Spiele die Tabelle neu mischen.