Neudorf/Parndorf steckt nach sechs sieglosen Partien in Folge in der Krise.
Spitzenreiter im Visier: Der Kampf um die Herbstkrone geht in die Endphase
1. Klasse Mitte
Vier Teams innerhalb von zwei Punkten, ein Trainerwechsel und eine Spitze, die sich wöchentlich neu mischt. Die 12. Runde verspricht Hochspannung.
Der ASK Baumgarten und Trainer Marco Cadek (Foto) gastieren am Sonntag beim Tabellenzweiten Dörfl – nach dem 1:1 gegen Mannersdorf und dem „stärksten Saisonspiel“ will Cadek auch auswärts „positiv abschneiden“.
© Martin Ivansich
Das Spitzenspiel der 12. Runde steigt am Sonntag in Raiding: Der Tabellenführer empfängt um 13:00 Uhr Kroatisch Geresdorf. Für Raiding-Trainer Anton Drabeck ist es „der nächste harte Gegner nach Unterfrauenhaid“. Dass Geresdorf in der vergangenen Woche den Trainer gewechselt hat, beschäftigt ihn wenig: „Ich denke nicht, dass es sie schwächt und selbst wenn, das ist nicht unser Thema. Wir konzentrieren uns auf uns.“ Bei Raiding läuft es: Mit 24 Punkten steht das Team an der Spitze und kann personell aus dem Vollen schöpfen. Bei Geresdorf kümmert sich bis zur Verpflichtung eines neuen Trainers eine interne Lösung um die Mannschaft, Obmann Christoph Biricz will „alles daran setzen, das Team weiter erfolgreich zu betreuen“. Mit Szilveszter Wertetics und Fabian Buranits fehlen zwei Stammspieler, in der Tabelle liegt Geresdorf mit 22 Punkten aber weiter in Schlagdistanz.
Dörfl will zurück in die Spur
Ebenfalls dicht dran ist der SC Dörfl: 23 Punkte, ein Zähler hinter Raiding – bei einem Spiel mehr. Nach dem 1:4 in Antau herrscht aber Ärger. „Es fehlte etwas an Disziplin, vor allem im Zentrum hatten wir große Lücken“, sagt Dörfls Kurt Putz. Zuletzt hapert es zudem beim Toreschießen. Gelassen bleibt er trotzdem: Der erste Tabellenplatz sei vor der Saison nie das Ziel gewesen, nun habe man die Chance, vorne mitzumischen. Das habe aber seinen Preis: „Wenn man weiter oben steht, will dich jedes Team unbedingt schlagen.“ Baumgarten werde man nicht unterschätzen, die Ansage ist dennoch klar: „Wir wollen unbedingt wieder drei Punkte mitnehmen.“ Der ASK Baumgarten reist mit Rückenwind an. Beim 1:1 gegen Mannersdorf spielte die Mannschaft laut Trainer Marco Cadek das „stärkste Spiel in dieser Saison“ und hatte „ein Meer an Chancen“. Dörfl sei trotz des jüngsten Ausrutschers „eine Macht“, sagt er. „Wir wollen Fußball spielen und auch in Dörfl auswärts positiv abschneiden.“
Reaktion gefordert
Eine Reaktion will auch Unterfrauenhaid zeigen. Am Freitag kommt die SPG Rabnitztal, laut Trainer Jürgen Eidler ein „unangenehmer Gegner“, der bisher oft unter seinem Wert geschlagen wurde. Auch Unterfrauenhaid hat zuletzt jede fünfte Partie verloren, vier Spiele bleiben bis zum Ende der Hinrunde. „Wir wollen jede davon gewinnen“, sagt Eidler, nach der Derby-Niederlage wolle man „auf jeden Fall eine Reaktion zeigen und alle Kräfte mobilisieren“. Ebenfalls am Freitag empfängt der ASK Stoob die SPG Hrvati. Nach dem ersten Auswärtssieg der Saison, dem 3:0 in Nikitsch, ist der Auswärtsfluch Geschichte, Stoob liegt auf Platz fünf, nur fünf Punkte hinter Raiding. Trainer Arnold Landauer findet den Gegner „schwer einzuschätzen“: „Für uns gibt es nur eine Richtung, und die ist nach vorne.“ Vor der Qualität der Hrvati sei man gewarnt, Julian Rohrer kehrt nach seiner Verletzung zurück. Wer spielt, entscheidet das Training: „Die Karten werden neu gemischt, wer da und fit ist, spielt am Wochenende.“ Der SV Loipersbach ist in Unterpullendorf zu Gast. Dort erwartet Trainer Markus Schmidt ein Team mit „sehr vielen routinierten Legionären“ auf einem kleinen Platz: „Die Aufgabe wird sicher nicht einfach.“ Doch drei Spiele ist Loipersbach ungeschlagen, das Selbstvertrauen ist da: „Wir wollen auf jeden Fall etwas mitnehmen.“