Am Freitag wurde der Vorstand der Kobersdorf-Oberpetersdorf-Lindgraben gewählt, Erna Weghofer bleibt an der Spitze.
Gemeinde Kaisersdorf wechselt Verband
Abwasser
Kaisersdorf strebt Wechsel vom Abwasserverband Mittleres Burgenland zum Abwasserverband Lockenhaus und Umgebung an.
Die Gemeinde Kaisersdorf strebt in Sachen Abwasser einen Verbandswechsel an.
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Bei der Gemeinderatssitzung am Freitag der Vorwoche stand der Verbandswechsel der Gemeinde vom Abwasserverband Mitte zum Abwasserverband Lockenhaus und Umgebung auf der Tagesordnung. Bürgermeister Horst Egresich führte aus, dass man, falls man beim Verband Mittleres Burgenland bleiben würde, ein neues Sammelbecken bauen müsse, da das derzeitige Becken zu klein dimensioniert ist.
Zudem fallen derzeit für die Abwässer aus Kaisersdorf auch Pumpkosten von 45.000 Euro pro Jahr an, die derzeit vom Verband getragen werden, da die Gemeinde Gründungsmitglied ist. Für den Verbandswechsel wird der Bau eines 2,9 Kilometer langen Kanals entlang der Bundesstraße nötig. Die Kosten dafür betragen 1,4 Millionen Euro und werden vom Verband Mittleres Burgenland getragen, da man sich dadurch mittelfristig die Pumpkosten für die Gemeinde Kaisersdorf ersparen wird, so Egresich.
„Beste Variante ist der Wechsel“ Außerdem notwendig ist ein vorgelagerter Ortsspeicher. Der Verband Lockenhaus und Umgebung wünsche sich laut dem Bürgermeister kein Becken, sondern einen Ortsspeicher, also größere Leitungen mit einer Drossel, mit der die Abwässer getrennt werden. Die Investition hierfür beträgt 330.000 Euro, laut Bürgermeister sei geplant, dass sich die beiden Verbände, die Gemeinde und das Land die Kosten teilen sollen. Für diese Investition könne man aber auch Förderungen lukrieren. „Es ist die beste Variante, dass wir wechseln, da das Abwasser dann durch das natürliche Gefälle von selbst abrinnt“, führte Bürgermeister Horst Egresich weiter aus.
Der Grundsatzbeschluss für den Verbandswechsel wurde einstimmig beschlossen. Einen Zeithorizont könne man derzeit noch nicht skizzieren, führte Bürgermeister Egresich aus. Sowohl die Vorstände als auch die Mitgliederversammlungen der beiden Abwasserverbände müssen dem Wechsel der Gemeinde Kaisersdorf ebenfalls noch zustimmen, dann könne man mit Planungen beginnen.
Ebenfalls auf der Tagesordnung stand der Rechnungsabschluss der Gemeinde. Dieser umfasst einen Saldo 0 (Nettoergebnis) von Minus 96.927,05 Euro und einen Saldo 5 (Geldfluss aus der voranschlagswirksamen Gebarung) von Minus 163.863,41 Euro. Dieser wurde einstimmig beschlossen. Man habe betreffend des Voranschlages für das Jahr 2025 ein Schreiben des Landes bekommen, dass man aufgrund der vorgelegten Zahlen ein Haushaltskonsolidierungskonzept vorlegen müsse. Bis 30. Juni muss man der Aufsichtsbehörde ein neues Budget für das Jahr 2025 vorlegen. Man werde eine Projektgruppe bilden, die sich mit dem Thema auseinandersetzen wird, so Egresich.