Mattersburgerin pendelt zwischen Turnhalle und Tonstudio

Alissa Mörz ist „Alarie“

Am 18. April veröffentlicht die Mattersburgerin Alissa Mörz unter ihrem Künstlernamen „Alarie“ ihre erste Single: „Break the Ice“. Sie handelt von Nähe, Unsicherheit und den Mut, sich selbst zu zeigen und wurde gemeinsam mit Michael Klimas produziert, einem Mitglied der deutschen Musikgruppe „Söhne Mannheims“.

Von Christian Artner

Bisher war das Turnen der Mittelpunkt im Leben von Alissa Mörz. Jetzt hat die Mattersburgerin, die derzeit in Linz wohnt, ihre kreative Ader neu entdeckt. Unter ihrem Künstlernamen Alarie erscheint am Freitag ihre erste Single "Break the ice", ein gefühlvoller Popsong, der Mut macht, einfach mal den ersten Schritt zu wagen.

Bisher war das Turnen der Mittelpunkt im Leben von Alissa Mörz. Jetzt hat die Mattersburgerin, die derzeit in Linz wohnt, ihre kreative Ader neu entdeckt. Unter ihrem Künstlernamen Alarie erscheint am Freitag ihre erste Single "Break the ice", ein gefühlvoller Popsong, der Mut macht, einfach mal den ersten Schritt zu wagen.

© Victoria Scheer Photography

Wenn man Alarie zuhört, ist schwer vorstellbar, dass Musik nicht immer Teil ihres Lebens war. Songschreiben und Singen war in ihren Plänen lange Zeit eigentlich gar nie vorgesehen. Aufgewachsen ist Alissa Mörz in Mattersburg. Bisher war es vor allem das Turnen, das ihren Weg bestimmte. An mehreren Staats-, vier Europa- und zwei Weltmeisterschaften hat sie erfolgreich teilgenommen – sogar ein Sprung ist nach ihr benannt: „The Moerz“.

Heute lebt Alissa Mörz in Linz und trainiert dort beim Österreichischen Heeressportverband mit dem Frauennationalteam im Turnen. Für das Interview mit der BVZ sitzt sie in einem Zug nach Ungarn, wo sie bei einem Vorbereitungswettkampf für die EM-Quali, die Ende April ansteht, antritt. Die kreative Seite an ihr hatte lange Zeit keinen Raum, erzählt sie, obwohl sie im Gymnasium Klavierstunden nahm. „Ein spontaner Wunsch, mehr nicht. Da der Aufwand beim Turnen aber so viel wurde, war irgendwann keine Zeit mehr dafür.“ Erst eine Doku über die US-Sängerin Pink bringt wieder etwas in Bewegung. „Wenn sie das schafft, will ich's auch probieren“, dachte sie sich. Zuerst sang Alissa Songs nach, die sie emotional berührten: von Pink, Taylor Swift oder Tate McRae, ihren Vorbildern. Es folgten erste selbst geschriebene Texte, erste selbst komponierte Lieder. „Nicht die Burner. Meine Freunde und Familie fanden es aber cool und haben gesagt, 'mach weiter!'“ Aus einem unsicheren „Ich probier es halt mal“ wurde bald ein ambitioniertes: „Ich kann das. Ich mach das.“

Ein poppiger, zugleich powervoller Song 'über Nähe, die flüchtig bleibt. Über Worte, die fehlen. Über dieses feine Band zwischen zwei Menschen, gespannt von Blicken, Erwartungen und dem Mut etwas nicht nur zu fühlen, sondern zu zeigen'. Offizieller Pressetext zu Alaries erster Single „Break the ice“

Im Herbst 2024 bewarb sich Alissa für ein Musikcamp. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich dabei sein darf, weil es Bewerbungen aus ganz Österreich gab.“ Trotzdem wurde sie eingeladen. Es war das erste Mal, dass sie mit vielen anderen Künstlern und Musikern auf einem Fleck zusammen war: „Voll die coole Erfahrung. Ich hatte dort auch einen kleinen Auftritt.“ Natürlich kommt man dabei ins Gespräch: „Es war jemand dabei, bei dem ich gedacht habe, er mag mich nicht. Dabei war er eigentlich begeistert. Er hat's nur nicht gezeigt. Oder ich hab's nicht gesehen.“ Aus diesem Missverständnis heraus entstand die Idee für ihren Song „Break the Ice“. Es war da ein Satz, der nicht mehr aus ihrem Kopf wollte – und schließlich den Weg aufs Papier fand, einer, der sagt, was so oft unausgesprochen bleibt: „Can“t you read my mind?“ Ein poppiger, zugleich powervoller Song über Nähe, die flüchtig bleibt, entstand. Über Worte, die fehlen. Über dieses feine Band zwischen zwei Menschen, gespannt von Blicken, Erwartungen und dem Mut etwas nicht nur zu fühlen, sondern zu zeigen.

Mattersburgerin pendelt zwischen Turnhalle und Tonstudio

© Victoria Scheer Photography, Victoria Scheer

„Es war ganz unkompliziert, alles hat gleich harmoniert“

Beim Musikcamp war auch Michael Klimas anwesend. Klimas ist Sänger und Produzent der deutschen Musikgruppe „Söhne Mannheims“. „Michael hat sich meinen Auftritt angesehen und in die Songs reingehört, die ich geschrieben habe und war sofort überzeugt. Er hat mir gesagt, wenn ich mal was brauche, kann ich mich bei ihm melden.“ So kam die Zusammenarbeit der beiden für „Break the Ice“ zustande. „Ich lerne total viel von ihm und er erklärt mir viele Sachen, die ich als jemand, der mit der Musikbranche bisher ja nichts zu tun hatte, nicht wusste.“ An vier Tagen wurde das Lied im Musikstudio von Michael Klimas in Wien eingespielt. „Das war eigentlich ganz unkompliziert, es hat gleich alles harmoniert“, freut sich Alarie, im Übrigen eine Kombination ihrer beiden Vornamen, Alissa und Marie.

„Den ersten Schritt machen, einfach das Eis brechen“

Momentan schwankt Alissa – oder eben Alarie – zwischen zwei Welten: Vormittags trainiert sie mit dem Nationalteam, abends schreibt sie Songs, nimmt auf, probiert sich aus. Ein täglicher Spagat zwischen Disziplin und Kreativität. Und obwohl der Leistungssport nach wie vor viel Raum einnimmt, spürt sie, dass da etwas Neues wächst: „Früher war Musik für mich wie ein Traum, den nur andere leben dürfen. Lange habe ich nur zugehört. Jetzt bin ich dran.“ Der nächste Song ist bereits in Arbeit, erste Live-Auftritte sind geplant. Wohin sie die Reise führt? „Das weiß ich noch nicht. Vielleicht muss man das auch nicht wissen. Vielleicht reicht es, den ersten Schritt zu machen, einfach mal das Eis zu brechen.“

„Break the ice“ ist ab 18. April bei allen gängigen Musikstreaming-Anbietern (spotify, amazon music etc.) erhältlich. Mehr Infos gibt es auch auf Alaries Instagram-Account alarie.music.

Anmerkung: Der Text ist eine Mischung aus offiziellem Pressetext und einem BVZ-Interview mit Alissa Mörz.

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© Victoria Scheer Photography | Collage BVZ