„Pelikan über Güssing“ wird fortgesetzt

Ausstellung Burg Güssing

Die erfolgreiche Ausstellung über die Familie Batthyány auf Burg Güssing geht in die Verlängerung. Aufgrund des großen Interesses bleibt sie bis Ende Oktober geöffnet und bietet weiterhin die Gelegenheit, die bewegte Geschichte der Burg und ihrer einstigen Herrscherfamilie zu erkunden.

Von Bertie Unger

Burgmanager Gilbert Lang, Burgadministrator Michael Gerbavsits, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Bürgermeister Vinzenz Knor bei der Begehung.

Burgmanager Gilbert Lang, Burgadministrator Michael Gerbavsits, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Bürgermeister Vinzenz Knor bei der Begehung.

© Burgstiftung

Bei einer Begehung mit Stiftungsadministrator Michael Gerbavsits kündigte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die Verlängerung offiziell an. „18.000 Besucherinnen und Besucher sprechen für sich, daher wird die Ausstellung um eine Saison verlängert und bietet noch bis Ende Oktober die Gelegenheit, die reiche Geschichte von Burg Güssing und der Familie Batthyány zu erkunden“, sagt Doskozil.

Ausstellung auch heuer wieder dreisprachig

Die Ausstellung läuft vom 15. März bis 31. Oktober und wird in Deutsch, Ungarisch und Englisch präsentiert. ganz im Sinne der Familie Batthyány, die über Jahrhunderte auf Burg Güssing zuhause war. Franz II. Batthyány machte Güssing zur Hauptresidenz und leitete damit die große Ära der Familie ein. Adam I., der letzte Batthyány, der alle Güter in einer Hand vereinte, gilt als Stammvater aller späteren Familienmitglieder. Ein bedeutender Teil der Ausstellung widmet sich außerdem der Gründung des Franziskanerklosters mit der Familiengruft, einem bis heute wichtigen Zeugnis der Familiengeschichte.

„Um die Burg und den Burgberg als kulturtouristischen Hotspot zu stärken, werden schrittweise weitere Maßnahmen gesetzt“, betont Landeshauptmann Doskozil. Parallel zur Verlängerung der Ausstellung startet die bereits angekündigte Sanierung des Burgrestaurants. Das Vorhaben wurde behördlich genehmigt und mit zwei Millionen Euro budgetiert. Die Ausschreibung der Bauarbeiten ist bereits erfolgt.

Umbauarbeiten sollen noch im März beginnen

„Nach Prüfung der eingegangenen Angebote sollen die Vergaben erfolgen, mit den Umbauarbeiten soll noch im März begonnen werden“, erklärt Stiftungsadministrator Michael Gerbavsits. Alles mit dem Ziel, das neugestaltete Burgrestaurant und die Terrasse im Sommer wieder öffnen zu können „Damit soll die Burg vor allem als Hochzeitslocation attraktiviert werden“, betont Hans Peter Doskozil. Ob die Suche nach einem neuen Burgwirt ebenfalls auf dem Plan steht, wird sich zeigen. Ex-Burgwirt Harald Schmirl kochte sein letztes Burgmenü im Oktober 2022 und seitdem ist man auf der Suche nach einem neuen Betreiber.

Die kulinarische Lösung im Vorjahr mit lokalen Gastronom:innen bei Events machte sich bezahlt. Ein Burgwirt wäre aber vor allem bei Hochzeiten kein unwesentlicher Faktor.

Details zu den geplanten Umbauarbeiten werden im Frühjahr im Rahmen eines Lokalaugenscheins mit Medienvertreter:innen vorgestellt.