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Gemeinsamer Einsatz für das Klima: Zwölf Gemeinden im Seewinkel geehrt
Auszeichung
Die Klima- und Energie-Modellregion Neusiedler See–Seewinkel ist bei den Tourismusstars Awards 2026 ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Tourismus-Nachhaltigkeitsinitiative des Jahres“ erreichte die Region den zweiten Platz. Die Auszeichnung würdigt das Engagement der zwölf Mitgliedsgemeinden für Klimaschutz und nachhaltige Regionalentwicklung.
Große Freude über Auszeichnung: KEM-Manager Robert Schitzhofer (2.v.r) mit den Gemeindevertreterinnen - und vertretern der Klima- und Energiemodellregien Neusiedler See-Seewinkel
© KEM Neusiedler See - Seewinkel
Anerkennung für gemeinsame Klimaschutzarbeit
Klimaschutz und Tourismus werden zunehmend gemeinsam gedacht. Dass sich nachhaltige Regionalentwicklung auch über die Gemeindegrenzen hinaus bemerkbar macht, zeigt nun eine Auszeichnung für die Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Neusiedler See–Seewinkel. Bei den Tourismusstars Awards 2026 erreichte sie den zweiten Platz in der Kategorie „Tourismus-Nachhaltigkeitsinitiative des Jahres“.
Gewürdigt wurde damit die langjährige Zusammenarbeit der zwölf Mitgliedsgemeinden im südlichen Bezirk Neusiedl am See. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Klimaschutzmaßnahmen in der Region umzusetzen und gleichzeitig die Lebensqualität sowie die Attraktivität für Gäste zu stärken.
„Ich denke, daß diese Auszeichnung eine wichtige Anerkennung für die Klimaschutzaktivitäten unserer 12 Mitgliedsgemeinden der Klima- und Energie-Modellregion Neusiedler See - Seewinkel ist und diese trägt auch zur Attraktivierung als Tourismusgemeinde und der Tourismusbetriebe der Klima- und Energie-Modellregion bei“, sagt Modellregions-Manager Robert Schitzhofer.
Zur Klima- und Energie-Modellregion gehören die Gemeinden Andau, Apetlon, Frauenkirchen, Gols, Illmitz, Neusiedl am See, Pamhagen, Podersdorf am See, Sankt Andrä am Zicksee, Tadten, Wallern im Burgenland und Weiden am See.
Seit 2016 Projekte mit langfristigem Ziel
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Bereits 2015 wurde der Antrag für die Klima- und Energie-Modellregion gestellt, Anfang 2016 begann die Umsetzung. Seither begleitet Modellregions-Manager Dipl.-Ing. (DI) Robert Schitzhofer, MSc, die Entwicklung der Region und koordiniert die verschiedenen Projekte.
Klima- und Energie-Modellregionen sind ein Programm des Klima- und Energiefonds. Dahinter steht die langfristige Vision, den Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu schaffen. Der Klima- und Energiefonds unterstützt Gemeinden und Regionen dabei mit Konzepten, Förderungen und der Begleitung konkreter Maßnahmen zur Energie- und Mobilitätswende. Die Finanzierung der KEM Neusiedler See–Seewinkel erfolgt zu 75 Prozent durch den Klima- und Energiefonds und zu 25 Prozent durch die zwölf Mitgliedsgemeinden.
Damit entstehen nicht nur finanzielle Spielräume. Die Modellregion profitiert auch von einem österreichweiten Netzwerk, Schulungen und weiteren Unterstützungsangeboten. Gleichzeitig übernimmt das Modellregionsmanagement eine zentrale Rolle als Bindeglied zwischen Gemeinden, Institutionen und weiteren Beteiligten.
Klimaschutz soll im Alltag ankommen
Die Auszeichnung spiegelt auch die vielfältigen Aktivitäten wider, mit denen die KEM das Thema Klimaschutz in die Region trägt. Im Mittelpunkt steht dabei die Bewusstseinsbildung. Informationsveranstaltungen und Projekte sollen möglichst viele Menschen dazu anregen, sich mit Energie, Mobilität und nachhaltiger Entwicklung auseinanderzusetzen.
Zu den jüngsten Angeboten zählten Informationsabende in Frauenkirchen und Gols zu den Themen „Energiekosten senken“ und „Zukunft der Grünraumpflege“. Ergänzt wurde das Programm durch geführte Radtouren durch den Seewinkel, bei denen Fachleute die Besonderheiten der regionalen Flora und Fauna vermittelten.
Besonderes Augenmerk legt die Modellregion auf Kinder und Jugendliche. Gemeinsam mit den Schulen der zwölf Mitgliedsgemeinden entstehen jedes Jahr Projekte, die Klimaschutz und nachhaltiges Handeln altersgerecht vermitteln. Damit soll das Thema nicht nur im Unterricht behandelt, sondern langfristig im Bewusstsein der jungen Generation verankert werden.
Weitere Themen
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