65 Jahre Priester: Franz Hillinger feierte sein Priesterjubiläum

Beim Pfarrkirtag geehrt

Der Neusiedler Pfarrkirtag stand heuer im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Monsignore Dr. Franz Hillinger feierte sein 65-jähriges Priesterjubiläum. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen fand die Festmesse statt im Pfarrgarten in der Pfarrkirche statt. Im Anschluss würdigten Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtgemeinde das langjährige Wirken des Seelsorgers.

Von Von Birgit Böhm-Ritter

Bürgermeisterin Elisabeth Böhm und Stadtpfarrer Gabriel Kozuch gratulierten Monsigniore Franz Hillinger (Mitte) zum 65. Priesterjubiläum.

Bürgermeisterin Elisabeth Böhm und Stadtpfarrer Gabriel Kozuch gratulierten Monsigniore Franz Hillinger (Mitte) zum 65. Priesterjubiläum.

© Stadtgemeinde Neusiedl am See

Festmesse wegen Hitze in der Pfarrkirche

Der Pfarrkirtag in Neusiedl am See erhielt heuer einen besonderen Schwerpunkt. Monsignore Dr. Franz Hillinger feierte sein 65-jähriges Priesterjubiläum. Wegen der hohen Temperaturen wurde die Festmesse nicht im Freien, sondern in der Pfarrkirche gefeiert. Die musikalische Gestaltung übernahm die Neusiedler Männerschola unter der Leitung von Prof. Walter Kaschmitter.

Stadtpfarrer Gabriel Kozuch dankte im Namen der Pfarren Neusiedl am See und Weiden am See dem Jubilar für seinen langjährigen Dienst. Im Anschluss lud der Pfarrgemeinderat zu einem Umtrunk in den schattigen Kirchenpark ein, wo der Pfarrkirtag in gemütlicher Atmosphäre ausklang.

Vom Berufswunsch Bäcker zum Priester

Der Lebensweg von Franz Hillinger begann am 27. November 1935 in Jois. Nach dem Besuch der Hauptschule in Neusiedl am See und Wien maturierte er 1956 am Bundesgymnasium Wien 13. Ursprünglich spielte er mit dem Gedanken, Bäcker oder Gärtner zu werden. Eine Begegnung mit dem damals in Neusiedl am See tätigen Kaplan Michlitsch veränderte jedoch seine Pläne. Dessen Wissen, Bodenständigkeit und Offenheit prägten Hillinger nachhaltig und bestärkten ihn in der Entscheidung, Priester zu werden.

Nach dem Studium der Theologie an der Universität Wien empfing Hillinger am 29. Juni 1961 in Eisenstadt die Priesterweihe. Es folgten zwei Kaplansjahre in Mattersburg, ehe ihn Bischof DDr. Stefan Laszlo zu seinem Zeremoniär ernannte. Anschließend wirkte Hillinger zwei Jahre lang als Diözesanjugend- und Jungscharseelsorger.

1967 erfüllte sich schließlich sein Wunsch, eine Pfarre zu übernehmen. Bis 1981 war er Pfarrer in Neudörfl. Parallel zu seiner seelsorglichen Tätigkeit als Pfarrer und Religionslehrer schloss er das Magisterium und das Doktorat der Theologie mit kirchenhistorischen Arbeiten über Jois und die Herrschaft Ungarisch-Altenburg ab.

1981 wechselte Hillinger als Pfarrer nach Purbach und betreute zugleich die Pfarre Breitenbrunn. Insgesamt 21 Jahre war er dort tätig. Darüber hinaus stand er drei Amtsperioden lang als Dechant an der Spitze des Dekanats Rust. Von 1994 bis 2006 übte er zudem das Amt des Diözesanökonomen der Diözese Eisenstadt aus. Als Diözesanökonom war er für die wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten der Diözese verantwortlich.

Auch im Ruhestand engagiert sich der mittlerweile 90-Jährige weiterhin im Seelsorgeraum „Am See“ und unterstützt regelmäßig Gottesdienste. Mit seinem Hobby, dem Radfahren, hält er sich fit.

Dank für langjähriges Wirken

Zum Jubiläum gratulierte auch Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete Elisabeth Böhm. Sie würdigte Hillingers jahrzehntelangen Einsatz für das kirchliche und gesellschaftliche Leben in Neusiedl am See.

„Monsignore Dr. Franz Hillinger hat über viele Jahrzehnte hinweg das kirchliche und gesellschaftliche Leben in unserer Stadt mitgeprägt. Er ist für viele Menschen ein vertrauter Begleiter, ein geschätzter Seelsorger und eine Persönlichkeit, die über Generationen hinweg großes Vertrauen genießt. Zu seinem 65-jährigen Priesterjubiläum gratuliere ich ihm von Herzen und danke ihm für seinen unermüdlichen Einsatz, seine Verbundenheit mit den Menschen und sein segensreiches Wirken“, so Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete Elisabeth Böhm.