Zu Allerheiligen ist in Andau ein Brand in einem Ferienwohnungszubau ausgebrochen. Die Feuerwehr verhinderte eine Ausbreitung auf das Nachbargebäude.
AK sicherte über 420.000 Euro für Beschäftigte im Neusiedler Bezirk
Bilanz 2024
Die Arbeiterkammer (AK) hat im Jahr 2024 zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bezirk Neusiedl am See erfolgreich unterstützt. Die Expertinnen und Experten der Bezirksstelle führten fast 4.000 arbeits- und sozialrechtliche Beratungen durch und erstritten dabei mehr als 390.000 Euro für ihre Mitglieder. Auch bei der Lohnsteuerrückerstattung konnte die AK helfen: 192 Beschäftigte erhielten insgesamt 30.400 Euro vom Finanzamt zurück.
© Bilderbox, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at
Rechtsberatung und Prozesshilfe
„Unsere Stärke ist, dass wir für unsere Mitglieder in kürzester Zeit und auf kürzestem Weg für wertvolle Rechtsberatung erreichbar sind“, erklärt Bezirksstellenleiter Mag. Herbert Karner. Besonders wichtig sei, dass alle Fälle gleich behandelt würden – unabhängig vom Streitwert. Im Rahmen des Rechtsschutzes übernimmt die AK zudem das Prozesskostenrisiko für ihre Mitglieder.
Insgesamt wurden 3.874 schriftliche, telefonische und persönliche Beratungen durchgeführt. In 126 Fällen griff die AK außergerichtlich ein, was zu einer Summe von 363.094,68 Euro für die Betroffenen führte. In weiteren 50 Fällen war eine gerichtliche Auseinandersetzung notwendig. Hier belief sich der Streitwert auf 374.128,46 Euro. Davon endeten 41 Klagen aufgrund von Insolvenz vorzeitig, während in den verbleibenden neun Fällen 27.134,94 Euro erfolgreich erstritten wurden.
Kampf für Arbeitnehmerrechte geht weiter
AK-Präsident Gerhard Michalitsch lobt das Engagement der Expertinnen und Experten: „Mit enormem Einsatz kämpfen unsere Fachleute tagtäglich direkt vor Ort. Ganz ohne Boxhandschuhe, dafür aber mit höchster Kompetenz. Das werden sie auch in Zukunft tun, denn wenn wir es nicht tun, macht es niemand.“ Die AK bleibt damit eine zentrale Anlaufstelle für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bezirk Neusiedl, wenn es um arbeits- und sozialrechtliche Fragen geht.
Steigender Bedarf an Beratung im Burgenland
Insgesamt wurden 2024 im Burgenland 59.142 persönliche, schriftliche und telefonische Beratungen durchgeführt, das sind 1.700 Beratungen mehr als 2023. Insgesamt konnten die rund 40 Expert:innen der AK Burgenland eine Summe von 22.380.637,40 Euro herausholen. Das sind um rund 4,8 Millionen mehr als im Jahr davor, die vor Gericht oder außergerichtlich durch Interventionen oder durch Beratung herausgeholt werden konnten.
Der Rechtsberatungsalltag wurde vor allem im zweiten Halbjahr 2024 vom Anstieg der Insolvenzen bestimmt. Hier gab es einen Anstieg von 57 Prozent bei den Beratungen. Die Insolvenzen beschäftigten aber auch die AK-Konsumentenschützer:innen. Die Gewährleistungen machten 16,3 Prozent der gesamten Beratungstätigkeit aus.
Konsumentenschutz: Verluste durch Insolvenzen
Vorauszahlungen, Anzahlungen und Gutscheine – damit haben zahlreiche Burgenländerinnen und Burgenländer im Vorjahr viel Geld verloren. Durch diese Vorausleistungen tragen die Zahler nämlich das volle Risiko für alles, was danach passiert. Die Möbel- und Dekorations-Kette Depot war insolvent, viele Betroffene meldeten sich wegen ihrer über Nacht quasi wertlos gewordenen Gutscheine bei den Konsumentenschützer:innen. Ebenso erging es Käuferinnen und Käufern von Erlebnisgutscheinen der Firma Jollydays. Wenn die Partnerfirmen von Jollydays noch kein Geld erhalten hatten, schauten die Konsumentinnen und Konsumenten durch die Finger.
Und schließlich traf es sehr viele Kund:innen des Möbelhändlers Kika/Leiner. Hier waren natürlich auch zahlreiche Gutschein-Käufer:innen betroffen, doch der Schwerpunkt lag bei Personen, die ihre Küchen, Wohnzimmereinrichtungen oder andere Möbelstücke angezahlt oder sogar vollständig bezahlt hatten. Viele Betroffene erlitten dadurch Verluste von tausenden Euro. Der Bereich Gewährleistungen nahm mit 16,3 Prozent den größten Teil der Beratungen ein, gefolgt von Telekomdiensten, Energie und Reisen.